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Landesliga Mitte

Woffenbach siegt trotz langer Unterzahl

Der BSC war gegen Aiglsbach 73 Minuten ein Mann weniger. Dennoch siegten die Nigl-Jungs mit 2:1 gegen den Mitaufsteiger.
Von Hans Gleisenberg

Matthias König (am Ball) kurbelte das BSC-Spiel beim 2:1-Sieg gegen Aiglsbach an.  Foto: Gleisenberg
Matthias König (am Ball) kurbelte das BSC-Spiel beim 2:1-Sieg gegen Aiglsbach an. Foto: Gleisenberg

Woffenbach.Dem BSC Woffenbach ist mit einem 2:1-Sieg gegen den TV Aiglsbach ein Befreiungsschlag gelungen. Der Sieg ist deshalb auch bemerkenswert, weil die Heimelf nach der Ampelkarte gegen Manuel Wastl 73 Minuten in Unterzahl war.

Ein unnötiger Platzverweis

Die gelb-rote Karte war allerdings völlig überzogen. Nach einem Zweikampf klärte Wastl den Ball ins Seitenaus. Nahezu gleichzeitig pfiff der Schiedsrichter den Zweikampf ab und wertete Wastls Pass ins Aus als Ballwegschlagen. Hitzig war es in Hälfte eins dann auch weiter, weil der Schiedsrichter nicht in der Lage war, sich Respekt zu verschaffen. Der Unparteiische musste deshalb mehrmals Kritik der Woffenbacher aushalten.

Mangold vergibt, Zeltner trifft

Fußball gespielt wurde aber auch: Die Platzherren machten gleich von Anfang an Druck und hätten bereits nach wenigen Zeigerumdrehungen durch Philipp Mangold in Führung gehen können. Der BSC-Stürmer traf aber in aussichtsreicher Position den Ball nicht. Doch in der elften Minute machte es sein Teamkollege René Zeltner besser, als er einen Gegenspieler aussteigen ließ und zum 1:0 einschoss.

Aiglsbach gleicht durch Elfmeter aus

In der 17. Spielminute folgte dann Wastls Platzverweis. Doch auch in Unterzahl war der BSC sehr präsent und setzte mit Angriffen über die Flügel immer wieder Nadelstiche. Wie aus dem Nichts glich Aiglsbach dennoch aus. Keeper Christopher Blank kam nach einem schlampigen Rückpass zu spät und erwischte den Gästestürmer am Fuß. Matthias Ehrenreich nutzte die Gelegenheit vom Strafstoßpunkt zum Ausgleich (33.).

Kubis staubt zum Siegtor ab

Nach der Pause hatte Aiglsbach in Überzahl zwar mehr Ballbesitz. Richtig gefährlich wurde es für BSC-Keeper Blank aber nicht. Ganz im Gegenteil zum Gästetorwart, der bei einigen Schüssen unsicher wirkte. Einen Freistoß von Florian Höllrigl konnte er in der 55. Minute nur abklatschen lassen. Nutznießer war BSC-Kapitän Marvin Kubis, der in Mittelstürmerposition den Abpraller ins Tor schob.

Die Aiglsbacher steckten danach keineswegs auf, sondern versuchten es immer wieder. Doch mit Herzblut stemmten sich die Woffenbacher gegen die Angriffsversuche. Den Aiglsbacher Goalgetter Manfred Gröber (elf Saisontore) hatten Kubis und Fabian Rackl dabei bestens im Griff.

„Das Team hat sich an das Besprochene gehalten und ging über 90 Minuten konzentriert zu Werke.“

Andi Nigl, BSC-Coach

In der Schlussphase wurden beim BSC noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Auf der Bank und auf den Rängen sehnte man den Abpfiff herbei. Und nach 94. Minuten kannte dann der Jubel keine Grenzen. BSC-Coach Andi Nigl bescheinigte seinem Team eine große Moral: „Das Team hat sich an das Besprochene gehalten und ging über 90 Minuten konzentriert zu Werke.“ Dass der BSC Woffenbach dabei 73 Minuten in Unterzahl spielte, machte sich kaum bemerkbar.

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