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Der Club will in die Spur zurück

Nach fünf Spielen ohne Sieg soll gegen Heidenheim wieder ein Dreier her. Ob Ishak spielt, entscheidet sich kurzfristig.
Von Daniel Frasch

Mikael Ishak an diesem Samstag für den Club gegen Heidenheim wieder aufläuft, wird sich zeigen. Foto: Wenzel/ Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Sonnenschein und strahlend blauer Himmel, dazu frühlingshafte Temperaturen um 20 Grad Celsius: Die Rahmenbedingungen für das Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen Heidenheim Samstagmittag (13 Uhr) könnten besser nicht sein. Vielleicht auch deshalb rechnen sie in Nürnberg mit rund 29.000 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion.

Die spielerischen Leistungen und die Ergebnisse der vergangenen Wochen locken jedenfalls nicht unbedingt zum Stadionbesuch. Seit fünf Ligaspielen sind die Franken nunmehr ohne Sieg, die Ausbeute von drei Zählern während dieser Zeit ist für den Aufstiegsanwärter schlicht zu wenig.

Das Nürnberger Umfeld wird zunehmend unruhiger, sieht es ob der Ergebniskrise der letzten Wochen den achten Bundesliga-Aufstieg akut gefährdet. „Wir wollen das Maximum erreichen und alles dafür tun, jedes Spiel zu gewinnen. Damit werden wir am Samstag anfangen. Wir werden angreifen, attackieren und auf Sieg spielen. Das erwarten die Fans und das erwarten wir von uns selbst“, stellte Club-Trainer Michael Köllner unmissverständlich klar.

Um ein Spiel zu gewinnen, muss man allerdings auch Tore schießen – und genau daran haperte es bei den Franken zuletzt gewaltig. Zwei Treffer erzielten der Club in fünf Partien, nur Kapitän Hanno Behrens und Innenverteidiger Georg Margreitter trugen sich in die Torschützenliste ein und bescherten dem FCN gegen Darmstadt und Dresden immerhin einen Punkt.

Es fehlte die Entschlossenheit

Die fehlende Entschlossenheit vor des Gegners Tor blieb auch Michael Köllner nicht verborgen. Symptomatisch für die Club-Torflaute stand beim 1:1 in Dresden Edgar Salli, als er, alleine auf Dresdens Schlussmann Marvin Schwäbe zulaufend, die Chance zur Führung leichtfertig vergab.

„Er hat einfach nur die falsche Entscheidung getroffen“, erklärte Köllner, den die anhaltende, teilweise unsachlich geführte Kritik an seinem Offensivspieler ganz und gar nicht schmeckt. „Salli trainiert seit Wochen richtig gut und bringt zum Großteil seine Stärken auch in die Spiele ein. Er muss sich wie jeder andere Spieler auch Woche für Woche im Training beweisen“, machte der Oberpfälzer deutlich, den Kameruner aus rein sportlichen Gründen aufzubieten und ergänzt: „Wenn ich einen schnellen Spieler brauche, der die gegnerischen Reihen auseinanderzieht, dann ist Edgar der richtige.“

Die Pressekonferenz mit FCN-Coach Michael Köllner vor dem Heidenheim-Spiel:

Die Bilanz des 25-Jährigen, der im Sommer 2016 von AS Monaco zum Club wechselte, liest sich jedenfalls wenig beeindruckend. In 39 Zweitligapartien für den FCN erzielte Salli drei Tore, vier bereitete er vor.

Einer, der die Aufstiegshoffnungen der Franken mit zwölf Saisontoren nährte, ist Mikael Ishak. Der Schwede stieg nach seinem Innenbandriss im Knie vor rund sieben Wochen unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining ein. „Er hat die vergangenen Tage gut verkraftet. Das Knie hat allen Belastungen Stand gehalten. Mal sehen, für wie viel es bei Mikael am Samstag reichen wird“, hielt sich Köllner gewohnt bedeckt. Ein Platz im Kader scheint realistisch, ein Einsatz in der Startelf aber unwahrscheinlich.

Gar auf der Tribüne Platz nehmen muss am Samstag der Brasilianer Ewerton. Der spielstarke Innenverteidiger, die die vergangenen 23 Spiele stets gesetzt war, sah in Dresden die fünfte Gelbe Karte. Ihn ersetzen wird aller Voraussicht nach Lukas Mühl.

Unter Köllner gut entwickelt

Der Kapitän von Deutschlands U20-Nationalmannschaft entwickelte sich unter Köllner („Ich bin top zufrieden mit ihm“) zum gestandenen Zweitligaverteidiger und überzeugte in den 13 Partien, in denen er auf dem Feld stand.

Ein Blick auf die tabellarische Situation verrät die Brisanz der Partie zwischen den Franken und den Baden-Württembergern: Während der Club im Fernduell Verfolger Holstein Kiel auf Distanz halten möchte, kämpft Heidenheim um den Klassenerhalt.

Auch das Team von Trainer Frank Schmidt konnte keine der vergangenen fünf Partien gewinnen (zwei Remis) und rutsche auf Relegationsplatz 16 ab. Während die Heidenheimer Defensive in den vergangenen Jahren für ihre enorme Stabilität bekannt vor, kassierte sie in der laufenden Saison mit 49 Gegentreffern die zweitmeisten der Liga. Ein Fakt, der den in der Offensive schwächelnden Franken sicherlich zugute kommen dürfte.

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