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Samstag, 18. August 2018 31° 3

Fussball

Ein bisschen viel Konjunktiv beim Club

FCN-Coach Köllner will sich nicht mit möglichen Aufstiegsszenarien beschäftigen – sein Blick gilt einzig Braunschweig.
Von Daniel Frasch

Ondrej Petrak (am Ball) wird am Montag auflaufen. Foto: Eibner
Ondrej Petrak (am Ball) wird am Montag auflaufen. Foto: Eibner

Nürnberg.Geht der kommende Montag, 30. April, in die Geschichtsbücher des 1. FC Nürnberg ein? Vieles spricht dafür, dass die Franken zum Abschluss des 32. Spieltags im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (20.30 Uhr) den achten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte perfekt machen werden. Die Schützenhilfe aus Oberbayern scheint realistisch, dem FC Ingolstadt ist zuhause ein Punktgewinn gegen Holstein Kiel (Samstag, 13 Uhr) zweifelsfrei zuzutrauen.

Ein Ausrutscher von Nürnbergs direktem Verfolger wäre für die Franken bereits die halbe Miete. Die restlichen 50 Prozent muss die Mannschaft von Trainer Michael Köllner jedoch selbst bewerkstelligen.

Mit einem Sieg über Braunschweig würde der Vorsprung dann auf mindestens sieben Zähler anschwellen, der Nürnberger Traditionsverein wäre damit nicht mehr vom direkten Aufstiegsplatz zu verdrängen und zurück in Deutschlands höchster Spielklasse.

Für Michael Köllner dann doch etwas viel Konjunktiv: „Was auf den anderen Plätzen passiert, kann ich nicht beeinflussen. Wir tun gut daran, uns auf unsere Dinge zu konzentrieren“, so der 48-Jährige.

Vorfreude auf Kulisse

Ihm ist die Vorfreude ob der großen Kulisse mit über 40.000 Zuschauern anzumerken: „Ich bin guter Dinge, dass wir am Montag eine richtig gute Energie im Stadion haben werden und die Fans uns vehement unterstützen werden.“

Das volle Max-Morlock-Stadion ist der letzte Beweis für die endgültig entfachte Euphorie im Nürnberger Umfeld und den Glauben an die erneute Rückkehr ins Fußballoberhaus. Wer gegen Braunschweig jedoch einen Selbstläufer erwartet, irrt.

Wissenswertes rund ums Spiel im Info-Block:

Rund ums Spiel

  • Bilanz:

    Von 32 Duellen zwischen dem Club und Braunschweig gewannen die Franken 14 Partien, 13 Mal siegten die Niedersachsen, fünf Partien endeten Remis.

  • Längere Wartezeiten:

    Aufgrund des großen Andrangs bittet der 1. FC Nürnberg seine Fans um eine rechtzeitige Anreise zum Stadion.

Mit 39 Punkten stecken die Gäste drei Spieltage vor Schluss noch immer mittendrin im Abstiegskampf und sind auf jeden Zähler angewiesen. „Das wird ein ganz schwieriges Spiel. Braunschweig hat nur eine Niederlage mehr kassiert als wir und die zweitbeste Abwehr der Liga. Es ist ein Gegner, der um alles kämpft“, warnt Köllner seine Spieler, zu siegessicher in die Partie zu gehen.

Ernsthafte Bedenken bezüglich mangelnder Einstellung muss der Oberpfälzer aber nicht haben. Zu bodenständig und konzentriert präsentierte sich seine Mannschaft in den vergangenen Wochen, nicht zuletzt beim 3:1-Erfolg am Montag in Kiel. „Der Sieg war ein großer Schritt Richtung Aufstieg, das wissen wir. Aber wir wollen auch die restlichen drei Spiele gewinnen. Wir spielen zuhause und wollen offensiv agieren. Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen“, sagte der dienstälteste FCN-Profi, Ondrej Petrak, im vereinsinternen TV-Sender.

Petrak spielt statt Erras

Der Tscheche, der seit Januar 2014 für die Franken spielt, die meiste Zeit jedoch nicht über die Rolle des Reservisten hinauskam, wird auch gegen Braunschweig auflaufen und die Position des verletzten Patrick Erras bekleiden. Nicht nur auf der zentralen Position vor der Abwehr legte sich Köllner bereits fest, auch auf der linken Verteidiger-Position „wird Tim Leibold zurückkehren“, so Köllner.

Offen ist dagegen, wer gegen die Niedersachsen das Tor hüten wird: Thorsten Kirschbaum zeigte bei seiner Rückkehr in Kiel eine solide und sichere Leistung. Die etatmäßige Nummer eins, Fabian Bredlow, könnte jedoch dank eines Spezialhandschuhs ebenfalls auflaufen. Köllner ließ die Torwartfrage unbeantwortet und möchte sich in den letzten Einheiten am Wochenende ein endgültiges Bild machen.

Ein großes Fragezeichen steht dagegen hinter dem Einsatz von Abwehrchef Ewerton. Sollte der Brasilianer wegen einer Wadenverletzung ausfallen, dürfte erneut Lukas Mühl die Innenverteidigung mit Georg Margreitter bilden, eingerahmt von Tim Leibold und Enrico Valentini auf den Außenpositionen.

Viel anbrennen sollte in Nürnbergs Defensive gegen die offensiv-schwache Eintracht (35 Tore) jedenfalls nicht. „Nürnberg spielt sehr selbstbewusst. Sie werden aufsteigen und wollen das als Tabellenerster schaffen. Das ist ein sehr starker Gegner. Wir müssen unser Optimum erreichen, wenn wir etwas mitnehmen wollen“, lobte Torsten Lieberknecht die Spielweise der Franken.

Sollte die Prognose von Braunschweigs Trainer bereits Montagabend eintreffen, lägen die Geschichtsbücher für einen weiteren Eintrag bereit.

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