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Freitag, 17. August 2018 31° 2

Fussball

FCN: Erst die Lizenz, dann der Aufstieg

Erstmals seit Jahren muss der Club keine Bedingungen erfüllen. Am Montag will das Team die Aufgabe gegen Kiel lösen.
Von Thorsten Drenkard

Tim Leibold fehlt gesperrt gegen Kiel. Foto: Eibner
Tim Leibold fehlt gesperrt gegen Kiel. Foto: Eibner

Nürnberg.Noch vor dem Flutlichtspiel des 1. FC Nürnberg am bevorstehenden Montagabend (20.30 Uhr) bei Holstein Kiel, konnten sie beim Club einen ersten beträchtlichen Erfolg abseits des grünen Rasenvierecks feiern. Denn beim FCN flatterte dieser Tage Post von der Deutschen Fußball Liga (DFL) herein, die eine erfreuliche Nachricht beinhaltete.

Erstmals seit Jahren haben die Verantwortlichen der mächtigen DFL dem fränkischen Traditionsverein die Lizenz für das fußballerische Oberhaus der Republik sowie für die zweithöchste Etage des Fußballlandes ohne Bedingungen erteilt. Soll heißen: Einem möglichen achten Aufstieg des 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga stünde von finanzieller Seite her nichts Gravierendes im Weg.

Michael Meeske Archivfoto: Ropohl
Michael Meeske Archivfoto: Ropohl

„Das Ergebnis der DFL mit dem Wegfall der Bedingungen verdeutlicht, dass wir den Weg der Konsolidierung in den letzten Jahren erfolgreich beschritten haben“, freute sich FCN-Finanzvorstand Michael Meeske über das Lizenz-Okay der DFL, die dem Club in ihrem Lizenzierungsverfahren eine positive Entwicklung bescheinigt habe, so der 46-Jährige.

FCN muss Auflagen erfüllen

Weil die Vereinskasse des verschuldeten FCN aber weiterhin alles andere als prall gefüllt ist, gibt es die Startberechtigung für Liga eins beziehungsweise zwei zwar nicht unter Bedingungen, dafür unter Auflagen.

Wie die Profi-Fußballer des 1. FC Nürnberg ihre nächste Aufgabe bei der Mannschaft von Holstein Kiel erfolgreich lösen wollen, darüber gab am Freitagnachmittag Trainer Michael Köllner ausgiebig Auskunft.

Der Oberpfälzer Trainer des fränkischen Zweitligisten gab sich dabei gewohnt selbstbewusst: „Das Minimalziel ist, einen Punkt mitzunehmen, im Idealfall wollen wir drei.“ Eine Niederlage sollte der 1. FC Nürnberg auch tunlichst vermeiden, will er von den Kieler Störchen nicht in der Tabelle überholt und von Rang zwei auf den ungeliebten Relegationsplatz drei verdrängt werden.

Mit Mut zur Offensive

Köllner versprach einen mutigen Auftritt seines Teams im mehr als 700 Kilometer entfernten Kiel. Nicht abwartend defensiv, sondern mit Mut zum Angriffsspiel sollen Hanno Behrens und seine Mitspieler den nächsten Schritt in Richtung des ersehnten Aufstiegs klar machen.

„Wir werden nicht nachlassen, wir werden auf Tore aus sein. Das ist unser Erfolgsmerkmal die ganze Saison. Daran werden wir nichts ändern“, so Köllner, der allerdings für seinen Abwehrverbund nicht den Einsatz von Leistungsträger Ewerton garantieren wollte. Der umsichtige Ruhepol in der FCN-Defensive plagt sich derzeit mit muskulären Problemen herum. Ob es für ein Auflaufen im Topspiel in Kiel reichen wird, „müssen wir abwarten“, so Köllner.

Einen Artikel über das Engagement des FCN im Bereich E-Sport lesen Sie hier.

Weiterhin hat sich der Trainer auch noch nicht festgelegt, welcher Club-Kicker den gesperrten Tim Leibold in der Startelf ersetzen wird. Vielmehr stellte Köllner in Aussicht, womöglich gar das Spielsystem zu ändern. Trotz der Fragezeichen hinter den Einsätzen einiger seiner Spieler, ist der Coach gelassen: „Wegen Personalien mache ich mir keine Sorgen, da bin ich völlig entspannt.“

Die FCN-Pressekonferenz vor dem Kiel-Spiel:

Wenn es um die Anhänger des FCN geht, setzte der Coach zur Charmeoffensive an und wählt pathetische Worte. Er sagte dann Sätze wie: „Unsere Fans sind ein ganz, ganz wichtiger Baustein. Das wird sich beim Club auch niemals ändern.“ Oder: „In den vergangenen Wochen war der Support unserer Fans das Zünglein an der Waage.“

Am Montagabend können Trainer Michael Köllner und seine Club-Spieler abermals auf die geballte Unterstützung der Anhänger im Abendspiel in Kiel setzen können. Rund 2300 Fans werden ihren Club ins Holstein-Stadion begleiten.

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