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Samstag, 26. Mai 2018 24° 8

2. Liga

FCN ist dem Aufstieg sehr nahe

Nach dem 2:0 über Braunschweig wollen die Nürnberger in Sandhausen die letzten Zweifel am achten Aufstieg beseitigen.
Von Daniel Frasch

Ondrej Petrak gehört zu den Gewinnern beim 1. FC Nürnberg in den vergangenen Spielen. Foto: Eibner

Nürnberg.„Die Mannschaft und das Publikum haben heute einen fantastischen Job gemacht, das war heute beeindruckend“, kommentierte Michael Köllner die 90 Minuten vor 45 238 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion gegen Eintracht Braunschweig.

Angesprochen auf die gezeigte Leistung seines Teams kam Nürnbergs Trainer aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: „Was wir fußballerisch gezeigt haben, hat mich schon beeindruckt. Wir haben das abgebildet, was wir das ganze Jahr trainiert haben. Das war über weite Strecken fantastischer Fußball“, zeigte sich der 48-Jährige mit der Darbietung seiner Mannschaft rundum zufrieden.

Defensiv stabil, ballsicher, abgeklärt, reif und kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Tor präsentierte sich die Nürnberger Elf, die die abstiegsbedrohten Gäste aus Niedersachsen zu keinem Zeitpunkt ins Spiel kommen ließ und völlig verdient als Sieger vom Platz ging. 59 Prozent Ballbesitz, dazu 21:6 Torschüsse: Die Franken präsentierten sich Montagabend erstligareif und dominierten den selbst ernannten Aufstiegsanwärter aus Braunschweig nach Belieben.

Braunschweig war schwach

„Wir sind offensiv nicht in Erscheinung getreten. Uns hat der Mut verlassen“, musste auch Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht eingestehen. Die stetige Entwicklung, die das Nürnberger Team unter Michael Köllner nahm, war gegen die Eintracht offensichtlich. Aus dem einstigen Hauruck-Fussball, der allzu oft auf dem Prinzip Hoffnung basierte und mit uninspirierten, langen Bällen in die Spitze praktiziert wurde, entwickelte sich ein auf Ballbesitz ausgelegtes Spiel, das nicht nur äußerst ansehnlich, sondern auch effizient ist. Mit 57 erzielten Treffern stellt der Club die zweitbeste Offensive der Liga, bislang trugen sich 14 Spieler in die Nürnberger Torschützenliste ein – erstmals in der laufenden Spielzeit gehörte auch Ondrej Petrak dazu.

Alle Artikel zum 1. FC Nürnberg lesen Sie hier.

Der Tscheche, der erneut für den verletzten Patrick Erras im zentralen, defensiven Mittelfeld auflief, zeigte wie bereits in Kiel eine starke Vorstellung und krönte seine Vorstellung mit dem ersten Saisontor. „Das ist heute super gelaufen. Ich bin froh, mal wieder getroffen zu haben. Das sind jetzt super Momente“, freute sich der 26-Jährige über sein Premierentor, mit dem er den Club kurz vor der Pause auf die Siegerstraße brachte.

Bleibt Petrak doch?

Ob Petrak jedoch auch in der kommenden Saison für die Franken auflaufen wird, ist nach wie vor fraglich. Petraks Vertrag läuft nach der Saison aus, bis vor wenigen Wochen deutete vieles auf eine Trennung hin. Zu selten konnte sich Petrak, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen kann, durchsetzen. Doch die Situation hat sich verändert: Durch die Verletzung von Patrick Erras rückte Petrak in die Startelf und rechtfertigte in den vergangenen beiden Partien das Vertrauen.

„Ondrej hat sich auch im Training nie hängen lassen“, lobte Köllner die Einstellung des Defensivspielers. Dem Vernehmen nach verfügen beide Seiten, der 1. FC Nürnberg und Petrak, über eine Option auf eine einjährige Vertragsverlängerung. Nach den jüngsten, starken Auftritten hat sich der 26-Jährige ein Engagement um ein weiteres Jahr in Nürnberg redlich verdient.

„Wir brauchen noch einen Sieg. Wir wollen nächstes Wochenende den entscheidenden Schritt machen“, versicherte Petrak. Beim Gastspiel in Sandhausen Sonntagmittag (13.30 Uhr) kann der Club mit dem 17. Saisonsieg den l Bundesliga-Aufstieg perfekt machen. „Noch ist nichts passiert. Wir müssen weiter hart arbeiten“, drückte Köllner vorsorglich auf die Euphoriebremse. Während der Oberpfälzer seinen Blick bereits den 33. Spieltag richtete, tanzte seine Mannschaft ausgelassen vor der Nürnberger Nordkurve. Die Fans sangen bereits das Lied vom Europapokal. Davon sind die Franken freilich noch ein großes Stück entfernt. Der achte Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte ist dagegen zum Greifen nah.

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