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Fussball

FCN ist vor Dresden gewarnt

Dynamo spielt gegen den Abstieg, trotzdem schwärmt Nürnbergs Coach Michael Köllner von den Stärken des nächsten Gegners.
von Daniel Frasch

Tim Leibold wird gegen Dresden die linke Seite beackern und das auch noch länger für den FCN tun. Er hat seinen Vertrag verlängert. Foto: Eibner

Nürnberg.Zwei Wochen ist es her, dass der 1. FC Nürnberg sein Heimspiel gegen Abstiegskandidat Darmstadt 1:1 bestritt, dabei jedoch eine deutliche Leistungssteigerung zu den vorangegangen Wochen zeigte. Ob die Länderspielpause der ansteigenden Form in die Quere kam, werden die kommenden Wochen zeigen. Der Club jedenfalls geht mit zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Kiel in den Schlussspurt der Saison, den Anfang des sieben Partien umfassenden Restprogramms macht das Duell mit Dynamo Dresden Samstagmittag (13 Uhr).

„Wir haben die Pause sehr gut genutzt. Einerseits, um zu regenerieren und zu entspannen, andererseits haben wir aber auch intensiv trainiert. Wir haben die konditionellen Grundlagen für den Schlussspurt gelegt, im athletischen Bereich gearbeitet und sind gut gerüstet“, zog Nürnbergs Trainer Michael Köllner eine positive Bilanz der vergangenen beiden Wochen.

Bei Ishak nichts riskieren

Gedanken an die jüngste Schwächephase, in der die Franken nur fünf Punkte aus fünf Spielen holten, wollte der Oberpfälzer nicht mehr verschwenden. Stattdessen bemühte er sich, Optimismus zu verbreiten und Aufbruchsstimmung zu erzeugen. „Wir sind alle positiv gestimmt, weil wir bislang eine starke Saison spielen. Wir haben weiterhin eine komfortable Ausgangssituation“, stellte er klar.

Insbesondere die vergangene Partie gegen Darmstadt imponierte dem Oberpfälzer und nährt seine Hoffnung auf einen erfolgreichen Endspurt in der Saison. „Wir haben ein starkes Spiel absolviert. Wenn wir dieses Feuer nach Dresden mitnehmen können, werden wir mit Punkten nach Hause fahren. Ich bin überzeugt, dort zu Null spielen zu können.“

Rund um den Club

  • Tolle Atmosphäre

    Die DDV-Arena in Dresden ist mit 30 066 Zuschauern ausverkauft. Rund 2900 Nürnberger Fans begleiten den Club.

  • Alte Bekannte:

    Mit Florian Ballas und Peniel Mlapa stehen zwei ehemalige Club-Spieler in Dresden unter Vertrag.

  • Positive Bilanz:

    Von elf Duellen mit Dresden gewann der Club acht Partien. Neben zwei Unentschieden setzt es erst eine Niederlage.

Im Duell mit den Sachsen muss Köllner allerdings weiterhin auf seinen Toptorschützen Mikael Ishak verzichten. Der Schwede liege „zwar super im Zeitplan“, wie der FCN-Coach betont, etwas überstürzen und Gefahr laufen, den Schweden zu früh der Wettkampfhärte auszusetzen, möchte Köllner aber nicht. „Realistisch ist, dass er in der kommenden Woche voll ins Mannschaftstraining einsteigt. Wir müssen sehen, wie sein Körper nach sechswöchiger Pause reagiert.“

Das Fehlen Ishaks ist ohne Zweifel ein Nachteil für die Franken, die nicht nur von der Treffsicherheit des Schweden, sondern vor allem auch von dessen Präsenz im Sturmzentrum abhängig sind. Weder Tobias Werner, noch Federico Palacios oder Adam Zrelak konnten den Ausfall des 25-Jährigen kompensieren. „Aber wir werden es in Dresden auch ohne Mikael regeln“, zeigt sich Köllner überzeugt.

Dresden stark im Ballbesitz

Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus befindet sich wider Erwarten im Abstiegskampf, zwei Punkte trennt Dynamo aktuell vom Relegationsplatz. Verwunderlich, ist Dresden nach Köllners Einschätzung doch „die beste Zweitligamannschaft im Ballbesitz.“ Wir stark Dresden spielen kann, wurde bereits im Hinspiel deutlich: Zwar gewannen die Franken die Partie mit 2:1, das bessere Team waren jedoch die Gäste. „Da haben wir erlebt, wie gut sie sind. Da haben wir die Partie nur dank unserer Willenskraft gedreht“, erinnert sich Köllner zurück.

Bis auf Ishak und die Langzeitverletzten Sebastian Kerk, Dennis Lippert und Enis Alushi kann Nürnbergs Trainer auf alle Spieler zurückgreifen. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Senkrechtstarter Eduard Löwen: Der 21-Jährige bestritt mit Deutschlands U-21-Nationalelf zwei Partien und stand dabei 180 Minuten auf dem Feld.

Im Teamtraining zurückgemeldet hat sich im Lauf der Woche auch Kevin Möhwald. Ob es für den Kreativ-Spieler jedoch auch für einen Startelf-Einsatz reicht, ließ Köllner offen: „Auch wenn er wieder fit ist, muss er sich im Training präsentieren, um eine Option zu sein.“ Mit Wohlwollen vernahm Nürnbergs Fußballlehrer die Vertragsverlängerung von Tim Leibold. Ein „wichtiges Signal an das Nürnberger Umfeld“, sei die Unterschrift des 24-Jährigen. „Tim ist stolz, ein Clubberer zu sein. Wir wissen, was wir an ihm haben. Seine Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen. Wir wollen ihn noch besser machen“, kommentierte Köllner die Leistungen des 24-Jährigen.

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