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FCN: Köllner erlaubt Aufstiegs-Träume

Für den Oberpfälzer Club-Coach ist das Spiel des 1. FC Nürnberg gegen Jahn Regensburg ein Duell „alte gegen neue Heimat“.
Von Thorsten Drenkard und Daniel Frasch

Für Nürnbergs Trainer Michael Köllner ist das Duell gegen Regensburg ein besonderes Spiel. Foto: Timm Schamberger/dpa

Nürnberg.Irgendwann wird er wieder nach Regensburg zurückkehren. Das ließ Club-Coach Michael Köllner bei der Pressekonferenz seines 1. FC Nürnberg vor dem Heimspiel an diesem Dienstag (20.30 Uhr) gegen den SSV Jahn die versammelten Journalisten wissen.

Der Oberpfälzer aus dem Landkreis Tirschenreuth coachte in der UNESCO-Welterbe-Stadt einst drei Jahre lang die Jahn-Jugend (2009 bis 2012) und hat sich während dieser Zeit dort „immer sehr wohlgefühlt“. Noch heute befindet sich einer von Köllners Wohnsitzen in der Donau-Stadt.

Alt gegen neu

Deshalb passt es für den Übungsleiter auch, wenn Club-Pressesprecher Daniell Westgate die bevorstehende Partie gegen den Jahn als ein Duell „der alten gegen die neue Heimat“ für den FCN-Trainer bezeichnet. „Das kann man so sagen“, findet der 48-Jährige.

Dass es für den Oberpfälzer Köllner in seiner aktuellen fränkischen Heimat aus sportlicher Sicht ausgesprochen gut läuft, kann man getrost auch so sagen. Der Club überwinterte nach 18 meist überzeugenden Ligaspielen auf dem Relegationsrang drei und schneidet damit bislang besser ab, „als es viele vor der Saison erwartet haben“, weiß Köllner.

Im Vorfeld der Partie äußerte sich FCN-Coach Michael Köllner im MZ-Interview:

FCN-Coach Michael Köllner im Gespräch

In der Frankenmetropole will der aufmerksame Coach nicht zuletzt deshalb auch eine veränderte, positivere Wahrnehmung des Vereins und seines Team in der Stadt sowie den treuen Fans ausgemacht haben. Bei der üblichen Laufrunde mit seinen Spielern zuletzt um den Wöhrder See hätten etliche Passanten der Nürnberger Mannschaft nicht nur viel Glück für das Spiel am Dienstag gegen Regensburg gewünscht, sondern auch immer wieder das Wort „Aufstieg“ in den Mund genommen, verriet der Trainer.

„Die Situation ist angenehm, das haben wir uns aber auch erarbeitet“, kommentierte Köllner mit Blick auf die Tabelle. „Aber“, gab der 48-Jährige bereits vergangene Woche im MZ-Interview zu bedenken: „Wir müssen nicht auf Biegen und Brechen aufsteigen. Unser Saisonziel ist es weiterhin, stabil zu bleiben und eine junge, spannende Mannschaft zu entwickeln.“

Ondrej Petrak ist für FCN-Coach Michael Köllner einer der Gewinner der Wintervorbereitung. Foto: Langer/Eibner-Pressefoto

Köllner will vom Aufstieg also nicht reden. Jedes Spiel in der 2. Liga sei hart umkämpft, viele Teams begegneten sich auf Augenhöhe, deshalb „müssen wir uns jetzt von Dingen trennen, die vielleicht im Mai passieren können“. Aber nichtsdestotrotz, „können die Fans weiterhin vom Aufstieg träumen“, so der Coach.

Um den Traum von der Belle Etage im deutschen Fußball ein weiteres Stück realer werden zu lassen, soll am Dienstagabend ein Heimsieg gegen Regensburg her. Die Bilanz vor dem bayerischen Duell spricht eindeutig für die Franken: Alle bisherigen sieben Heimspiele gegen Regensburg gewann der Club, der überhaupt erst einmal in 14 Duellen mit dem SSV als Verlierer vom Platz gehen musste.

„Regensburg ist extrem aggressiv und zweikampfstark.“

FCN-Coach Köllner

Zum Start nach der Rückrunde erwartet der FCN rund 25.500 Zuschauer im heimischen Max-Morlock-Stadion, darunter 2500 Anhänger des Jahn.

Dem Aufsteiger aus Regensburg – aktuell mit 25 Zählern Tabellenachter – attestierte Köllner eine bärenstarke Entwicklung im Lauf der Saison. „Regensburg ist definitiv in der Liga angekommen. Sie sind extrem aggressiv und zweikampfstark. Sie werden uns alles abverlangen“, war sich Köllner sicher. Und dennoch: „Wir sind in der Favoritenrolle und werden diese annehmen.“

Die Top-Transfers in der FCN-Vereinsgeschichte:

Die Top-Transfers in der Geschichte des 1. FC Nürn

Sein Team sieht er gut vorbereitet. Die seit 3. Januar laufende Vorbereitung ist nach Köllners Dafürhalten „nahezu optimal verlaufen“, zudem seien mit Ulisses Garcia, Federico Palacios-Martinez und Marvin Stefaniak während der Winterpause „drei sehr gute Transfers“ von Sport-Vorstand Andreas Bornemann getätigt worden. Ob einer aus diesem Trio gegen Regensburg von Anfang an auflaufen wird, ließ Köllner offen.

Die Vorbereitungspartien gegen KAA Gent (0:1), Heart of Midlothian (5:0) und FK Dukla Prag (2:1) lassen jedoch darauf schließen, dass Garcia, der 22-jährige Schweizer, die besten Aussichten auf einen Startelf-Einsatz hat. Der Linksverteidiger kam in allen drei Begegnungen zum Einsatz und überzeugte, bis auf den verschuldeten Elfmeter gegen Gent, auf ganzer Linie.

Vier Personalien des Club im Info-Block:

Vier Personalien beim 1. FC Nürnberg

  • Fabian Bredlow:

    Seit Mitte November ist Bredlow die neue Nummer eins beim 1. FC Nürnberg und macht seither seine Sache meist sehr überzeugend. Sein Einsatz gegen Regensburg dürfte sicher sein, auch, weil Thorsten Kniebaum zuletzt Knieprobleme hatte.

  • Mikael Ishak:

    Der schwedische Angreifer des 1. FC Nürnberg erzielte in 18 Zweitliga-Partien zwölf Treffer und ist damit nicht nur der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft, sondern auch der Liga.

  • Ulisses Garcia:

    Der Winterneuzugang vom SV Werder Bremen bewies während der Vorbereitung, dass er für die linke Abwehrseite eine Verstärkung für den Club sein kann. Er zählt zu jenen Spielern, die sich für einen Einsatz in der Startelf der Mannschaft empfohlen haben.

  • Marvin Stefaniak:

    Der Angreifer, der im Winter vom VfL Wolfsburg ausgeliehen wurde, traf gleich bei seiner Premiere gegen Prag mit seinem ersten Ballkontakt traf, ist für Coach Köllner vorne eine Option. (kh)

In der Konsequenz rückte Tim Leibold eine Position nach vorne, um seine Schnelligkeit dort besser einzubringen und den Druck in der Offensive zu erhöhen. Die beiden Linksfüßer bildeten ein harmonisches Tandem, eine Fortsetzung ihres Zusammenspiels gegen Regensburg scheint beschlossene Sache.

Keine Frage war für den Coach hingegen, dass Mittelfeldmann Ondrej Petrak einer der Gewinner der Vorbereitung ist. „Das war er auch schon im Sommer, er hat sich dann aber unglücklichwerweise verletzt“, so Köllner. Der Tscheche habe zuletzt stark trainiert und auch in den Testspielen gut gespielt. „Ich bin zufrieden“.

Ob er das auch am Dienstagabend mit dem Ergebnis nach dem Duell „alte gegen neue Heimat“ sein wird, muss sich noch zeigen.

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