MyMz

2. Bundesliga

Club verpasst große Chance

Der 1. FC Nürnberg zeigt beim 0:0 gegen den VfL Bochum eine durchwachsene Leistung. In der Tabelle setzt er sich dennoch ab.
Von Daniel Frasch

Adam Zrelak (Mitte) wusste nach dem Spielende in Bochum auch nicht so wirklich, woran es gelegen hatte. Foto: Bernd Thissen/dpa
Adam Zrelak (Mitte) wusste nach dem Spielende in Bochum auch nicht so wirklich, woran es gelegen hatte. Foto: Bernd Thissen/dpa

Bochum.Der 1. FC Nürnberg bleibt trotz einer durchwachsenen Leistung in Bochum weiter Spitzenreiter der 2.Liga. Nach dem die Konkurrenz aus Düsseldorf (3:4 in Regensburg) und Holstein Kiel (2:3 bei St. Pauli) patzte, konnte der Club durch das 0:0-Unentschieden beim VfL nicht nur die Tabellenführung um einen Punkt ausbauen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei beträgt nach 24 Spieltagen bereits acht Punkte.

„Das Ergebnis hört sich unspektakulär an, doch es war ein schwieriges Spiel. Unterm Strich sind wir zufrieden, denn unsere Serie hat weiter Bestand“, bilanzierte Michael Köllner nach den eiskalten 90 Minuten vor 14016 Zuschauern im Stadion an der Castroper Straße. Der fränkische Zweitligist blieb damit auch im elften Spiel in Folge ungeschlagen, die letzte Niederlage setzte es im September im Heimspiel gegen Ingolstadt (1:2). Köllner vertraute der gleichen Startelf, die er auch schon beim 3:1 gegen Duisburg eine Woche zuvor auf das Feld schickte. Doch insbesondere der Auftritt in den ersten 45 Minuten konnte Nürnbergs Trainer nicht gefallen. Zu harmlos agierte seine Elf dabei in der Offensive, mit Ausnahme des Schussversuchs von Tobias Werner in der 36.Minute feuerten die Franken keinen einzigen Ball auf das Gehäuse von Bochums Schlussmann Manuel Riemann. „Wir haben abwartend gespielt“, suchte Nürnbergs Eduard Löwen nach Erklärungsversuchen für die faden Offensivbemühungen in der ersten Hälfte.

Abwehr musste es richten

Besser, weil strukturierter und etwas druckvoller, wurde die Leistung im zweiten Durchgang. Ernsthaft in Gefahr brachten die Franken das Bochumer Tor aber auch hier lange Zeit nicht. Es dauerte bis zur 82. Spielminute, ehe der Club der Führung nahe kam. Nach herrlichem Zuspiel von Kapitän Hanno Behrens tauchte Federico Palacios alleine vor Bochums Torhüter Riemann auf, der 1,70-Meter kleine Angreifer scheiterte jedoch beim Abschluss. Kurze Zeit später schraubte sich Innenverteidiger Georg Margreitter nach einem Eckball am höchsten, doch auch der Kopfball des Österreichers verfehlte sein Ziel. „Hinten raus haben wir das Spiel an uns gezogen und so gespielt, wie wir das eigentlich können. Leider ist uns der Lucky Punch nicht mehr gelungen. Unterm Strich war es aber ein gerechtes 0:0, nun geht unsere Reise weiter“, hakte Köllner die Partie umgehend ab.

Ein paar interessante Aspekte zum Spiel finden Sie hier:

Randnotizen zum Club-Spiel

  • Kein gutes Pflaster:

    Auch im sechsten Zweitligaspiel in Bochum blieben die Franken ohne Sieg.

  • Zweikampfstark:

    Tobias Werner und Patrick Erras gewannen in Bochum 80 Prozent aller Zweikämpfe.

  • Abschlussschwach:

    Beim 0:0 in Bochum blieben die Franken zum vierten Mal in der laufenden Saison torlos.

Auffallend war, wie schwer sich die Torfabrik der Liga (46 Tore) gegen gut organisierte Bochumer tat. Anders als noch beim 3:1-Heimsieg vergangene Woche gegen Duisburg machte sich erstmals das Fehlen des schwedischen Angreifers Mikael Ishak bemerkbar. Palacios war gewohnt bemüht, blieb über weite Strecken der Partie jedoch abgemeldet. Beim abstiegsbedrohten VfL Bochum musste es folglich die Defensive richten. Die Viererkette um Georg Margreitter und Ewerton stand sicher, gewohnt zweikampfstark hielt das fränkische Abwehrduo dem Bochumer Druck stand. „Wir waren über weite Teile des Spiels ordentlich unter Druck, das muss man zugeben. Zwingende Torchancen hat sich Bochum aber kaum heraus gespielt“, zeigte sich Margreitter mit der Vorstellung des fränkischen Defensivverbundes zufrieden.

Valentini kassiert fünfte Gelbe

Auch Bochums neuer Cheftrainer Robin Dutt war von Nürnbergs Abwehrleistung angetan: „Der Club war in der Abwehr eine richtig harte Nuss. Kompliment an Nürnberg für diese Entwicklung und auch für die Handschrift in der Kaderzusammenstellung,“ In der Partie gegen Greuther Fürth am Samstagmittag (13 Uhr) muss Köllner seine Abwehr allerdings umbauen. Der Grund: Enrico Valentini sah in Bochum seine fünfte Gelbe Karte und muss das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell von der Tribüne aus verfolgen. Fraglich wird außerdem der Einsatz von Eduard Löwen sein. Der 20-Jährige musste in Bochum verletzt ausgewechselt werden.

Weitere Sportmeldungen aus der Region lesen Sie hier.

Alles rund um den FCN finden Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über WhatsApp direkt auf das Smartphone: www.mittelbayerische.de/whatsapp

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht