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FCN: Neuzugänge haben Luft nach oben

Im Sommer investierte der 1. FC Nürnberg 4,85 Millionen Euro in neue Spieler – die MZ zieht eine Zwischenbilanz.
Von Daniel Frasch

Beim 1. FC Nürnberg fällt das erste Fazit über die Neuzugänge durchwachsen aus. Foto: Eibner
Beim 1. FC Nürnberg fällt das erste Fazit über die Neuzugänge durchwachsen aus. Foto: Eibner

Christian Mathenia: Überzeugend, aber noch sieglos

Christian Mathenia Foto: Daniel Karmann/dpa
Christian Mathenia Foto: Daniel Karmann/dpa

Bis Spieltag acht musste sich der HSV-Neuzugang gedulden, ehe er seine Chance erhielt – und diese nutzte. Auch wenn der Club mit Mathenia in der Liga noch nicht gewann, so überzeugte der Keeper gegen Hoffenheim (1:3), Frankfurt (1:1), Augsburg (2:2) und Stuttgart (0:2). Zudem glänzte er im Pokal in Rostock, als er zwei Elfmeter hielt und den Achtelfinaleinzug sicherte.

Yuya Kubo: Ein Angreifer ohne Tor und Vorlage

Yuya Kubo Foto: Eibner
Yuya Kubo Foto: Eibner

Der 13-malige Nationalspieler Japans kam von KAA Gent, wo er 22 Treffer in 61 Partien erzielte. Die Torgefahr von einst konnte er bislang nicht beweisen – in acht Einsätzen für den FCN gelangen dem Angreifer weder ein Tor, noch eine Vorlage. Zuletzt berief ihn Trainer Köllner nicht mal mehr in den Kader. Kubos Marktwert beträgt 4,5 Millionen Euro, rechtfertigen konnte er ihn noch nicht.

Matheus Pereira: Kein Samba-Fußball von der Leihgabe

Matheus Pereira Foto: Eibner
Matheus Pereira Foto: Eibner

Die Leihgabe von Sporting Lissabon enttäuschte bislang und zeigte seine Offensivqualitäten auf den Außenbahnen nicht. Nur 118 Minuten absolvierte der Brasilianer in vier Ligaspielen. Seinen auffälligsten Auftritt hatte er im Pokal in Rostock, jedoch muss sich der 22-Jährige gerade im taktischen, defensiven Bereich steigern, will er mehr Einsatzzeiten erhalten.

Virgil Misidjan: Der teuerste „Neue“ ist auch der auffälligste

Virgil Misidjan Foto: Eibner
Virgil Misidjan Foto: Eibner

Der Niederländer ist bislang der auffälligste aller Neuzugänge. Neun Ligaspiele absolvierte Nürnbergs teuerster Neuzugang aller Zeiten (drei Millionen Euro), dabei erzielte er ein Tor und bereitete zwei Treffer vor. Misidjans Stärke ist die Schnelligkeit. Der Neuzugang von Ludogorets Rasgrad (Bulgarien) hat einen Vertrag bis 2021.

Club-Neuzugang Misidjan im ersten Inteview:

Timothy Tillman: Ein Talent, das auf den Durchbruch wartet

Timothy Tillmann Foto: Eibner
Timothy Tillmann Foto: Eibner

Als großes Talent im Sommer vom FCB gekommen, wartet der 19-Jährige noch immer auf seinen Durchbruch beim FCN. In der laufenden Saison bestritt der Mittelfeldspieler nur fünf Einsätze in Nürnbergs Regionalliga-Mannschaft. An Eduard Löwen, Alexander Fuchs und Hanno Behrens kam der U-19-Nationalspieler nicht vorbei. Das Leihgeschäft läuft bis 2019.

Törles Knöll: Das U21-Nationalteam als Bewährungsprobe

Törles Knöll Foto: Daniel Karmann/dpa
Törles Knöll Foto: Daniel Karmann/dpa

Knöll wechselte vom HSV II nach Franken und bewies in der Vorbereitung mit zehn Toren seine Torjägerqualitäten. Acht Einsätze bestritt der 21-Jährige bis dato in der Liga, dabei gelang ihm ein Treffer und eine Vorlage. Nun darf sich Knöll erstmals auch international beweisen: Bundestrainer Stefan Kuntz nominierte den Angreifer für die U-21-Länderspiele gegen Holland und Italien.

Robert Bauer: Erfahrung schützt vor Fehlern nicht

Robert Bauer (r.) Foto: Mario Hommes / Eibner-Pressefoto
Robert Bauer (r.) Foto: Mario Hommes / Eibner-Pressefoto

Der Neuzugang vom SV Werder Bremen ist mit 73 Bundesliga-Partien der erfahrenste Akteur in Reihen des Club. Beweisen konnte der 23-Jährige dies jedoch noch nicht. Der gebürtige Pforzheimer kam bislang nur als Alternative zu den gesetzten Außenverteidigern Tim Leibold und Enrico Valentini zum Einsatz, mit überschaubaren Leistungen in sieben Ligaspielen. Auch im Pokal patzte er.

Sebastian Kerk: Ein gefühlter „Neuer“, der noch Zeit braucht

Sebastian Kerk (r) Foto: Daniel Karmann/dpa
Sebastian Kerk (r) Foto: Daniel Karmann/dpa

Der Mittelfeldspieler ist ein gefühlter Neuzugang. Immerhin musste Kerk nach seinem Achillessehnenriss 313 Tage pausieren und stand den Franken erstmals gegen Hoffenheim wieder zur Verfügung. Bis zur Topform vergangener Tage ist es für den Linksfuß noch ein weiter Weg, Trainer Köllner tut gut daran, Kerk behutsam aufzubauen.

Wissenswertes zum FCN im Info-Block:

Daten und Fakten zum FCN

  • Zuhause hui, auswärts pfui:

    Acht von zehn Punkten sammelten die Franken bislang in den sechs Heimspielen, auswärts reichte es nur in Bremen (1:1) und Augsburg (2:2) zum Punktgewinn.

  • Verschlafener Beginn:

    Mit zehn Gegentoren in der ersten Hälfte kassierte der Club zusammen mit dem VfB Stuttgart (ebenfalls zehn) die meisten Gegentreffer aller Bundesligisten.

  • Testspiel in Schwaig:

    Der 1. FC Nürnberg bestreitet an diesem Samstag (15.30 Uhr) ein Testspiel gegen den tschechischen Zweitligisten FK Usti nad Labem. Es findet auf der Sportstätte des Bezirksligisten SV Schwaig statt.

  • Rückkehr steht bevor:

    Angreifer Mikael Ishak ist nach seiner Innenbandzerrung im linken Knie wieder ins Training eingestiegen. Er soll am Samstag im Test gegen FK Usti nad Labem erstmals wieder Einsatzzeit erhalten.

  • Verordnete Pausen:

    Robert Bauer musste wegen Problemen im Sprunggelenk unter der Woche kürzer treten. Er absolvierte nur individuelles Training. Offensivspieler Virgil Misidjan wurde ebenfalls kurzzeitig geschont.

  • Kilometerfresser:

    Der lauffreudigste Spieler in Reihen der Franken war bislang, wie bereits in der abgelaufenen Saison, Hanno Behrens. Nürnbergs Kapitän spulte insgesamt 119 Kilometer ab – 18,8 km pro Partie.

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