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FCN vergibt gegen St. Pauli Siegchance

Der 1. FC Nürnberg lag gegen die Hamburger erst hinten, kam dann zurück und musste am Ende froh über einen Punkt sein.
von Lothar Röhrl

FCN-Keeper Christian Mathenia zog sich bei einer Rettungsaktion eine Knieverletzung zu. Foto: EIBNER/eer
FCN-Keeper Christian Mathenia zog sich bei einer Rettungsaktion eine Knieverletzung zu. Foto: EIBNER/eer

Nürnberg.Seit April 2018 keine zwei Spiele in Folge mehr gewonnen. Das Verpassen des nächsten Schrittes der Aufholjagd ließ die Fans des 1. FC Nürnberg nach dem 1:1 (0:1) im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit dem Schicksal hadern. Alleine Neuzugang Robin Hack hatte genug Chancen, den Kiez-Club geschlagen nach Hause zu schicken. Dass dem nicht so geworden ist, lag an einem anderen Robin: Paulis Keeper Robin Himmelmann sorgte für die aus Gäste-Sicht schmeichelhafte Punkteteilung.

„Seht Ihr die Fahnen wehen!“ – das ist eines der Lieblingslieder der Nordkurve im Max-Morlock-Stadion. Eine einzige wehende Fahne, unweit der von den Hardcore-Fans besetzten Kurve, hat diese in Wallung gebracht. Das war jene, die in der 23. Minute der Assistent hochschnellen ließ, um die Abseitsposition eines St. Paulianers anzuzeigen. Deshalb stellten die Nürnberger ihre Bemühungen zum Verteidigen ein. Was sie dabei überhörten (oder auch überhören wollten), war, dass der Schiedsrichter seinen Linienrichter überstimmte und weiterspielen ließ. Die Folge war das 0:1 durch Viktor Györkeres. Unter den Augen von Sky-Experte und Ex-Clubtrainer Michael Köllner entschied der Kölner Keller auf Tor. Da nutzte auch die Kritik am zu früh die Fahne wehen lassenden Assistenten nichts.

Dieses happige Gegentor machte den bis zur 23. Minute noch kaum anwesenden Club wach. Bis zu Pause waren die Nürnberger dem eigentlich hoch verdienten Ausgleich sehr nahe. Doch St. Pauli hatte in Himmelmann einen Torwart, der beste Chancen zunichte machte. Das galt vor allem für Hacks Geschoss aus nächster Nähe, das St. Paulis Schlussmann noch auf die Latte aufsetzen und von dort aus in Aus gehen ließ. Schon vor dieser ersten Chance in der ersten Minute der Nachspielzeit hatten Hack, Jäger, Behrens und Frey große Chancen. Und sie ließen diese liegen.

Nicht lange mussten die Fans des Clubs nach Wiederanpfiff auf den Ausgleich warten. Beim ersten zielstrebigen Angriff (51.) profitierte Hanno Behrens davon, dass Sobota den Ball von seinem Fuß springen ließ. Der Club-Kapitän zog aus elf Metern in Mittelstürmerposition sofort ab und überwand Himmelmann ins lange Ecke. Fast im Gegenzug grätschte Sorg eine Riesenchance von Györkeres weg.

Das war es dann schon an Tormöglichkeiten. Das Spiel verflachte und der Chancenzettel blieb bis zu 81. Minute leer. Dann kamen die großen Möglichkeiten für Robin Hack. Erst setzte er einen Kopfball knapp neben das Tor (81.). Dann traf er mit einem harten Schuss vom rechten Strafraumeck aus nur den Pfosten (86.).

Dennoch musste der Club-Anhang am Ende froh über den Punkt sein. Denn Mathenia riskierte eine schwere Verletzung des linken Knies, als er in der Nachspielzeit mit Taschtschy zusammenprallte und so den Ball über die Latte lenkte. (lr)

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