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FCN will gute Form bestätigen

Damir Canadi nutzt die Länderspielpause und bereitet sein Team auf Darmstadt vor. An Arbeit mangelt es dem Trainer nicht.
Von Daniel Frasch

Der Schweizer Stürmer Michael Frey (links) hat sich bei den Nürnbergern bislang gut eingefügt. Foto: EIBNER/WZK
Der Schweizer Stürmer Michael Frey (links) hat sich bei den Nürnbergern bislang gut eingefügt. Foto: EIBNER/WZK

Nürnberg.Gelegen kamen Länderspielpausen auch in Nürnberg in den vergangenen Jahren nie. Während sich in den abgelaufenen Spielzeiten häufig mehrere Spieler auf „Auslandseinsätzen“ befanden, musste FCN-Trainer Damir Canadi aktuell nur auf drei Spieler aus dem Profikader verzichten.

Robin Hack und Tim Handwerker wurden von U-21-Bundestrainer Stefan Kuntz nominiert und gastieren heute zum Start in die EM-Qualifikation in Wales (20 Uhr). Nürnbergs jüngster Neuzugang Adam Gnezda Cerin war mit der slowenischen U-21-Nationalmannschaft unterwegs und kam beim 2:2 im Testspiel gegen Frankreich zu einem Einsatz über 75 Minuten. Bis auf Hack und Handwerker stehen Canadi folglich wieder alle Spieler zur Verfügung - beste Voraussetzungen, um sich auf die bevorstehende Zweitligapartie Sonntagmittag (13.30 Uhr) bei Darmstadt 98 vorzubereiten.

Noch viel Luft nach oben

Die ersten fünf Spieltage in der 2. Liga sind absolviert, der 1. FC Nürnberg belegt mit sieben von möglichen 15 Punkten Mittelfeldrang neun. Dass es nicht neun Zähler sind, haben sich die Franken aufgrund der verschlafenen Schlussphase beim 2:2 gegen den FC Heidenheim selbst zuzuschreiben. „Wir haben bei den Toren nur begleitet, rücken nicht raus und kriegen so noch zwei Tore“, resümierte Canadi im Anschluss an die Partie, ohne dabei die ersten 80 Spielminuten zu vergessen: „Dennoch habe ich der Mannschaft zur Leistung gratuliert. Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden, mit der Art und Weise hingegen schon.“

Mit Michael Wiesinger kehrt ein früherer Club-Profi wieder heim. Er wird Leister des Nachwuchsleistungszentrums. Foto: Peter Franz/Eibner
Mit Michael Wiesinger kehrt ein früherer Club-Profi wieder heim. Er wird Leister des Nachwuchsleistungszentrums. Foto: Peter Franz/Eibner

Tatsächlich war der Auftritt vergangenen Freitag der bis dato Beste der Franken, zum ersten Mal war die Handschrift des neuen Club-Trainers deutlich zu erkennen. Kompakt verteidigte die Nürnberger Mannschaft gegen den Ball, blitzschnell schaltete sie nach Ballgewinn um und startete ihre Angriffe wiederholt über den neuen Schweizer Sturmtank Michael Frey.

Dennoch: Verbesserungspotenzial gibt es in Nürnberg derweil in allen Bereichen, sowohl defensiv als auch offensiv. Sechs erzielte Treffer bedeuten Rang 15, nur Holstein Kiel (fünf Tore) und Darmstadt (drei) trafen noch seltener als der Club. Noch weniger schmecken dürften Canadi jedoch die bisherigen neun Gegentreffer. Zum Vergleich: Spitzenreiter Hamburger SV kassierte drei Tore, Aufsteiger VfL Osnabrück musste erst vier Treffer schlucken. Neben einigen Unkonzentriertheiten der Abwehrspieler präsentierte sich zuletzt auch Torhüter Christian Mathenia ungewohnt fahrig und fehlerhaft. Der 27-Jährige, der nach einer starken Saison 2018/19 seinen Vertrag in Nürnberg um fünf Jahre verlängerte, patzte nicht nur beim 1:2 gegen Heidenheim, auch beim 1:0-Führungstreffer des SV Sandhausen zwei Wochen zuvor war Frankens Nummer eins beteiligt. Noch genießt der Mainzer das Vertrauen Canadis.

Weitere Patzer sollten dem 1,89-Meter großen Torhüter jedoch nicht mehr unterlaufen, mit Andreas Lukse stünde Nürnbergs Ersatztorhüter bereit. So wie beim 14:0-Kantersieg über den Landesligisten SpVgg Landshut, als der Österreicher Mathenia im ersten Durchgang vertrat. Ins Rampenlicht schoss sich dabei Felix Lohkemper: Dem Neuzugang aus Magdeburg gelangen gegen die Niederbayern fünf Treffer. Gut möglich, dass der 24-Jährige in den taktischen Planspielen von Trainer Damir Canadi für die Partie in Darmstadt eine ernsthafte Alternative darstellt. Aufgrund einer Verletzung kam Lohkemper bislang erst zu einem Einsatz.

Duell der Traditionsvereine

In Hessen wartet auf den 1. FC Nürnberg die nächste Aufgabe. Eine, die schwerer werden dürfte, als es der Blick auf die aktuelle Tabelle hergibt. Zwar ist Darmstadt zuhause noch ungeschlagen (ein Sieg, ein Remis), mit fünf Punkten rangieren die „Lilien“ jedoch auf Rang 16. Grund für den schwachen Saisonstart der Mannschaft von Ex-Profi Dimitrios Grammozis ist - wie bei den Franken - die schwache Torausbeute. Nur drei Treffer erzielten die Hessen in fünf Partien, mit Ausnahme des 6:1-Erfolgs im Pokal gegen den FC Oberneuland blieben sie vieles schuldig.

Mit einer Wiederholung des Torspektakels aus dem letzten Duell beider Klubs am Böllenfalltor ist somit nicht zu rechnen: Im Oktober 2017 sicherte sich der Club in einer denkwürdigen Partie einen knappen und hart umkämpften 4:3-Auswärtserfolg.

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