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Fussball

Ishak-Ausfall bereitet FCN keine Sorgen

Nach der Verletzung des Top-Stürmers vertraut Nürnbergs Trainer auf seine vielen Optionen. Ein Slowake rückt in den Fokus.
von Daniel Frasch

Adam Zrelak ist der einzige echte Stoßstürmer, der noch im Kader des FCN zur Verfügung steht. Doch er war lange verletzt. Foto: Thienel/Eibner
Adam Zrelak ist der einzige echte Stoßstürmer, der noch im Kader des FCN zur Verfügung steht. Doch er war lange verletzt. Foto: Thienel/Eibner

Nürnberg.Eigentlich ist die Welt am Nürnberger Valznerweiher derzeit in Ordnung. Neun Spiele in Folge blieb der 1. FC Nürnberg zuletzt ohne Niederlage, das Punktepolster des Tabellenzweiten auf Relegationsplatz drei beträgt bereits fünf Punkte. Sportlich läuft es seit Wochen prächtig, die Mannschaft von Trainer Michael Köllner spielt nicht nur ansehnlichen und technisch versierten Fußball – in erster Linie ist er erfolgreich.

Einzig die schwere Knieverletzung von Angreifer Mikael Ishak trübte die Stimmung unter der Woche. Wegen eines Innenbandrisses im linken Knie droht der schwedische Toptorjäger (zwölf Treffer) bis zu acht Wochen auszufallen. Es ist nach dem Achillessehnenriss von Sebastian Kerk und dem Mittelfußbruch von Adam Zrelak bereits die dritte schwere Verletzung beim Club in der laufenden Saison.

Doch Trübsal blasen gehört nicht zu den Charaktereigenschaften von Michael Köllner, der 48-Jährige richtet den Blick stattdessen nach vorne und ist bemüht, Optimismus zu verbreiten. „Wir haben im Sommer den Ausfall von Sebastian Kerk weggesteckt und werden jetzt auch diese Zwangspause kompensieren“, lässt sich der Oberpfälzer auf der Internetseite des 1. FC Nürnberg zitieren und ergänzt: „Wir haben ein starkes Kollektiv und sind nicht von einem Spieler abhängig.“

Köllner hat viele Optionen

Grund für Köllners Zuversicht sind die vielen Optionen, die sich dem Nürnberger Coach in der Offensivabteilung bieten. Neben Edgar Salli, der gegen den MSV Duisburg Sonntagmittag (13.30 Uhr) nach seiner Rotsperre zurückkehren wird, sind auch Federico Palacios und Tobias Werner echte Alternativen für die vakante Position in vorderster Front. Auch über Allrounder Eduard Löwen dachte Köllner laut nach: „Edu kann überall spielen, mal sehen, wo er am Sonntag aufläuft.“ Und dann gibt es da auch noch den Slowaken Adam Zrelak.

Rund um den FCN

  • Bilanz:

    13 Mal traf der Club in der 2. Liga auf Duisburg – die Bilanz: Sechs Siege, vier Unentschieden, drei Niederlagen.

  • Kulisse:

    Unterstützung von den Rängen kann nicht schaden. Gegen Duisburg rechnet der 1. FC Nürnberg mit 23 500 Zuschauern.

  • Torgefahr:

    Auf Boris Tashchy müssen die FCN-Kicker besonders aufpassen. Mit sieben Treffern ist er der erfolgreichste Duisburger.

Der 23-Jährige, der im Sommer vom FK Jablonec nach Franken wechselte, war bislang vom Verletzungspech verfolgt und konnte seine Torjägerqualitäten noch nicht einbringen. Erst fiel der bullige Angreifer wegen eines Mittelfußbruches monatelang aus, dann verletzte er sich bereits am ersten Tag im Wintertrainingslager in Valencia erneut – ein Muskelfaserriss zwang Zrelak zuletzt zum Zuschauen.

„Adam jetzt ohne jede Match-Praxis rein zu schmeißen ist zwar möglich, aber schwierig“, dämpfte Köllner jedoch die Hoffnungen des achtmaligen Nationalspielers auf einen Startelf-Einsatz. Vielleicht bedient sich Köllner aber auch aus der eigenen U21-Mannschaft des Clubs. Mit Philipp Hercher (acht Tore), Maximilian Krauß (sieben) und Manuel Feil (13) stellten drei Spieler ihre Torgefahr in der Regionalliga Bayern bereits unter Beweis.

MSV bewahrte Ruhe

Für welche Variante sich Köllner letztlich entscheiden wird, ausschlaggebend wird sein, ob die Franken als Mannschaft an die starke Leistung aus dem Heimspiel gegen Aue (4:1) anknüpfen können. Überraschend stark spielt Duisburg bislang auf, nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Saisonbeginn stabilisierte sich der MSV und legte zuletzt eine beeindruckende Serie von sieben Spielen in Folge ohne Niederlage hin.

„Daran sieht man, was möglich ist, wenn man Ruhe bewahrt“, kommentiert Köllner das Handeln der MSV-Führung, die ihrem Trainer Ilja Gruev auch in der schwierigen Saisonphase das Vertrauen schenkte. Mit Erfolg, immerhin könnten die „Zebras“ mit einem Sieg in Nürnberg an Kiel vorbeiziehen und auf Tabellenplatz drei springen. Vor allem in der Fremde zeigten die Gäste bis dato starke Leistungen und sammelten mit 20 Punkten nur drei Zähler weniger als der Club.

Zwei Mal trafen die Franken in der laufenden Saison bereits auf Duisburg, zwei Mal behielten sie die Oberhand. Nach dem 2:1-Erfolg im DFB-Pokal folgte ein 6:1-Kantersieg. „Das Ergebnis damals war natürlich schön. Aber es war ein sehr wildes Spiel, in dem auch wir viel zugelassen haben,“ erinnert sich Nürnbergs Trainer zurück.

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