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Kommentar

Palikuca: Einer wie Bornemann

Ein Kommentar von Wolfgang Endlein

Robert Palikuca ist nicht Andreas Bornemann. Überspitzt formuliert: Palikuca ist seiner Ausstrahlung nach mehr Fußballkabine, Bornemann mehr die wohlgesetzte Vorstands-Tribüne, auch wenn kurioserweise Letzterer meist mit auf der Auswechselbank saß und Palikuca angekündigt hat, stattdessen die Tribüne wählen zu wollen. Möglicherweise haben beide aber im Kern doch mehr gemeinsam. Für den FCN wäre es eine gute Entwicklung nach der unglücklichen Trennung von Bornemann.

Denn dass Bornemann gute Arbeit geleistet hat, wird aufgrund der aktuell schwierigen Lage des FCN mitunter falsch eingeschätzt. Das machte Palikuca indirekt bei seiner Vorstellung deutlich, als er auf die große Herausforderung der Spielerakquise im Fall von Düsseldorf und Nürnberg verwies. Mit verhältnismäßig wenig Geld auf dem Konto kauft es sich schwieriger ein. Es braucht sehr viel mehr Arbeit, eine gewisse Risikobereitschaft und viele weitere zusammentreffende Faktoren, die man oftmals mit dem Begriff Glück zu erfassen versucht. Ist der Erfolg da, wird darüber schnell vergessen, dass es auch ein Risiko gegeben hat und es leicht anders hätte ausgehen können. So wie beim FCN bislang in dieser Saison. Das Gegenbeispiel findet sich in Düsseldorf.

Bei der Fortuna hat man in dieser Saison gut gearbeitet. Aber auch das Glück gehabt, dass zur richtigen Zeit die entsprechenden Impulse in Form von positiven Ergebnissen hinzukamen. In Nürnberg hat man Ersteres auch getan, Letzteres hingegen nicht gehabt, wie Palikuca durchblicken ließ.

Die Transfers, die Andreas Bornemann für den 1. FC Nürnberg vor der Saison tätigte, habe er mit Interesse verfolgt, erklärte Palikuca. Wobei das „interessant“ nicht so klang, als wolle er damit Kritik an seinem Vorgänger in ein schönes Gewand kleiden. Der alte und neue Sportvorstand in Nürnberg haben offenbar durchaus ähnliche Vorstellungen davon, welche Spieler dem FCN weiterhelfen können.

Derartige Indizien machen Hoffnung, dass Palikuca an die gute Arbeit Bornemanns, die sich aktuell nicht immer vordergründig zeigt, anknüpfen kann. Dann kann es etwas werden mit dem Ziel, das beide ebenfalls eint: Den FCN in der Bundesliga zu etablieren.

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