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Ruhepol Ewerton ist zurück beim Club

Der Abwehrmann wird nach seiner Gelbsperre in die FCN-Startelf für die Partie beim FC Ingolstadt zurückkehren.
Von Daniel Frasch

Club-Coach Michael Köllner (r.) freut sich über die Rückkehr Ewertons in die Mannschaft. Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Club-Coach Michael Köllner (r.) freut sich über die Rückkehr Ewertons in die Mannschaft. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Nürnberg.Dass sich Profisportler nur ungern an Niederlagen erinnern, liegt in der Natur der Sache. Nur selten bringen diese positive Begleiterscheinung mit sich. Vor der Partie des 1. FC Nürnberg in Ingolstadt am Sonntag (13.30 Uhr) ließ Michael Köllner das Hinspiel vom 6. November 2017 dennoch gerne Revue passieren – trotz des unglücklichen Ausgangs (1:2) im heimischen Max-Morlock-Stadion.

„Es war eine sehr wertvolle Niederlage, denn sie hat uns ein paar Dinge aufgezeigt, an denen wir dann in der folgenden Länderspielpause arbeiten konnten“, so Nürnbergs Trainer. Köllner nutzte die zweiwöchige Unterbrechung und drehte offensichtlich an den richtigen Stellschrauben.

Elf Spiele ohne Niederlage

Denn was folgte, war eine Erfolgsserie von elf Spielen in Folge ohne Niederlage. Zwischen Spieltag 14 und 24 sammelten die Franken starke 23 Zähler und legten damit den Grundstein für die gegenwärtig hervorragende Ausgangssituation im Aufstiegskampf.

Weniger gut dürfte die Erinnerung von Torhüter Thorsten Kirschbaum an besagte Partie sein, war der 30-Jährige damals doch mit verantwortlich an der Pleite gegen die „Schanzer“. Kurz vor Schluss verursachte Kirschbaum nach einem technischen Fehler einen Strafstoß, Ingolstadts Dario Lezcano nahm dankend an und brachte den Bundesliga-Absteiger durch den Sieg auf zwei Zähler an die Franken heran.

Fan-Pfiffe gegen Kirschbaum

Kirschbaum, der bereits zuvor von großen Teilen der Nürnberger Anhängerschaft mit Pfiffen bedacht wurde, wirkte verunsichert und schien nicht mehr in der Lage, den Club mit starken Leistungen zu stabilisieren.

Nürnbergs Nummer zwei Fabian Bredlow übernahm fortan und überzeugte mit starken Leistungen. Zuletzt schwächelte aber auch er und leistete sich zwei Fehler gegen Dresden und Heidenheim. „Man darf nicht vergessen, dass Fabian noch keine 500 Zweitligaspiele absolviert hat. Er kommt aus der 3. Liga und muss seine Erfahrungen sammeln. Dazu gehören eben auch Leistungsschwankungen“, stärkt Köllner dem 23-Jährigen den Rücken und fügt an: „Seine Glanztat kurz vor Schluss wird ihn pushen, sodass er in Ingolstadt stabil spielen wird.“

Wissenswertes rund um den FCN im Info-Block:

Gut zu wissen

  • Allergie:

    Kapitän Hanno Behrens musste unter der Woche wegen einer Pollenallergie kürzertreten. Sein Einsatz in Ingolstadt ist aber nicht gefährdet.

  • Bilanz:

    Fünf mal traf der Club bislang auf Ingolstadt. Die Bilanz aus Nürnberger Sicht: Drei Siege, ein Remis, eine Niederlage.

  • Spitzenreiter:

    In der Auswärtstabelle belegt Nürnberg mit 25 Punkten Rang eins vor Ingolstadt und Düsseldorf (jeweils 23 Punkte).

Nürnberg ist die einzige Mannschaft, gegen die der Audi-Sportpark in dieser Saison ausverkauft sein wird. „Da sieht man, welche Strahlkraft wir mittlerweile haben“, gibt sich Köllner selbstbewusst. Nicht nur aufgrund der Tabellensituation erwartet der Oberpfälzer ein schweres Spiel in Oberbayern, vor allem die hohe individuelle Qualität des Gegners nötigt dem 48-Jährigen eine Menge Respekt ab: „Vom Kader her hat Ingolstadt mit die stärkste Mannschaft. Sie sind sehr zweikampfstark und leben in der Offensive von ihrer individuellen Stärke.“

Viel Arbeit wird also zukommen auf Nürnbergs Defensive. Da trifft es sich gut, dass mit Ewerton Frankens Abwehrchef nach abgesessener Gelbsperre wieder zurückkehren wird. „Ewerton und Georg Margreitter sind unsere Abwehrgaranten, da wird es keinerlei Veränderung geben“, gibt Köllner dem Brasilianer eine Einsatzgarantie. „Es ist zwar schade für Lukas Mühl, weil der gegen Heidenheim eine gute Partie gezeigt hat. Aber Ewerton verleiht unserem Spiel die nötige Ruhe“, stellte Nürnbergs Trainer klar.

In Ingolstadt wird der Oberpfälzer aller Voraussicht nach auf eine Viererkette setzen. Mindestens genauso wichtig wie die Rückkehr Ewertons ist die Genesung von Angreifer Mikael Ishak. Sieben Wochen musste der Schwede wegen einer schweren Knieverletzung pausieren, in seinem ersten Einsatz am Samstag überzeugte der 24-Jährige und war maßgeblich an zwei Nürnberger Toren beteiligt.

Mikael Ishaks besondere Aura

„Die Aura eines Spielers macht viel aus. Mikael strahlt Selbstvertrauen aus und überträgt es auf seine Mitspieler“, ist Nürnbergs Coach froh, dass der Schwede die Belastung der vergangenen Woche gut weggesteckt hat und einem Einsatz in Ingolstadt nichts im Wege steht. „Mikael hat sich super entwickelt. Er trainiert jede Woche hoch konzentriert und fühlt sich in Nürnberg pudelwohl“, nennt der Club-Coach Gründe für Ishaks positive Entwicklung in der laufenden Saison.

Fünf Spieltage vor Schluss wollen die Franken mit dem zweiten Sieg in Folge ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf Kiel ausbauen und Spitzenreiter Düsseldorf weiter auf die Pelle rücken.

Die Pressekonferenz des FCN mit Coach Michael Köllner vor dem Ingolstadt-Spiel:

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