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Bittere Pleiten für Legionäre

Die Spiele zwischen den Regensburgern und den Athletics sind an Dramatik oft nicht zu überbieten. So war es auch diesmal.
Von Matthias Ondracek

Mehrmals brachten die Legionäre den Leadrunner auf Base – so wie hier Lukas Jahns’ Double – konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Foto: Eisenhuth
Mehrmals brachten die Legionäre den Leadrunner auf Base – so wie hier Lukas Jahns’ Double – konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Foto: Eisenhuth

Regensburg. Regensburg. Ein bitteres Baseball-Wochenende haben die Buchbinder Legionäre verlebt. Die Regensburger verloren am dritten Spieltag der Zwischenrunde in der Bundesliga Süd beide Partien bei den Mainz Athletics. In zwei dramatischen Begegnungen zogen die Oberpfälzer am Ende zweimal hauchdünn den Kürzeren. Vor allen Dingen Spiel zwei reihte sich ein in die zahlreichen nervenaufreibenden Duelle, die sich die beiden Erzrivalen in ihrer langen Bundesliga-Geschichte bisher lieferten. Nach zwischenzeitlicher Acht-Punkte-Führung unterlagen die Schwabelweiser im letzten Durchgang mit 13:14. Am Freitagabend hatten die Legionäre das Feld beim 2:3 ebenfalls als Verlierer verlassen. Durch die beiden Pleiten schrumpft der Vorsprung auf die Mainzer auf zwei Siege.

Nicht erst seit dem ersten Final-Aufeinandertreffen der Bundesliga-Urgesteine im Jahr 2007 ist das Duell zwischen den Legionären und den Mainz Athletics eines der prestigeträchtigsten im deutschen Oberhaus. Immer wieder lieferten sich die Kontrahenten erbitterte Schlachten, dramatische Krimis und nicht für möglich gehaltene Aufholjagden. Die sechste Begegnung in diesem Jahr schrieb ein weiteres Kapitel in der gemeinsamen Geschichte. Zum dritten Mal in dieser Saison jubelten am Ende die Rheinhessen, die durch den Doppelsieg gegen den direkten Konkurrenten ihre Chance auf die Halbfinal-Teilnahme weiter aufrecht erhielten.

Homerun von Rückkehrer Amon

Den besseren Start in die Begegnung am Samstag erwischten die Gäste. Mit zwei Punkten im zweiten Inning gingen die Regensburger früh in Führung und eröffneten die Partie. Sofort konterte der Mainzer Routinier Martin Kipphan mit einem Two-Run-Homerun gegen den zuletzt überragenden Legionäre-Werfer Bill Greenfield. Kurz darauf stellte Alexander Schmidt mit seinem Schlag den alten Abstand wieder her. Ex-US-Profi Pascal Amon legte mit seinem ersten Homerun seit seiner Rückkehr von den Los Angeles Dodgers zwei Runs nach.

Die Buchbinder Legionäre blieben am Drücker und spielten die Mainzer phasenweise an die Wand. Bis auf 10:2 baute das Team von Trainer Kai Gronauer die Führung aus, nur zwei Punkte fehlten vor dem siebten Durchgang zum vorzeitigen Abbruch durch die Ten-Run-Rule. Doch die Hausherren gaben sich nicht auf und starteten eines ihrer berüchtigten Heim-Comebacks. Spielertrainer Max Boldt sorgte mit seinem Solo-Homerun für die Initialzündung. Legionäre-US-Boy Greenfield hatte den Werferhügel inzwischen verlassen und für Jonathan Eisenhuth Platz gemacht. Anschließend schlug die große Stunde des Peter Johannessen.

Der Schwede zeichnete sich quasi im Alleingang für die Aufholjagd der Mainzer verantwortlich und dürfte dem ein oder anderen Regensburger eine schlaflose Nacht bereitet haben. Zunächst drosch der Outfielder den Ball im siebten Inning gegen Eisenhuth zum Three-Run-Homerun aus dem Stadion. Einen Durchgang später schaffte Johannessen dieses Kunststück erneut, diesmal gegen Daniel Mendelsohn – und glich die Begegnung zum 11:11 aus. Die Reaktion der Legionäre war herausragend. Mit einer unbändigen Moral eroberte der fünfmalige Meister nach einem Two-Run-Single von Lukas Jahn die Zwei-Punkte-Führung zurück. Das Drehbuch hatte für die letzte Schlagchance der Mainzer jedoch ein noch dramatischeres Ende vorgesehen. Austin Gallagher verkürzte mit seinem Homerun auf 12:13 aus Sicht der Mainzer. Schließlich nutzten die Gastgeber gleich mehrere Unachtsamkeiten in der Verteidigung der Regensburger zum viel umjubelten Heimsieg.

A’s drehen die Partie

Schon im ersten Spiel am Freitagabend hatten sich die Rrivalen einen erbitterten Kampf geliefert. Mike Bolsenbroek und Lennard Stöcklin dominierten die Schlagformationen über weite Strecken. Erst im sechsten Spielabschnitt schickte Janis Muschik seine Teamkollegen Pascal Amon und Eric Harms zur 2:0-Führung der Legionäre nach Hause. Die Mainzer Offensive verkürzte einen Spielabschnitt später.

Im achten Inning luden die Hausherren die Bases und setzten die Regensburger Defensive unter Druck. Mit zwei Runs drehten die A’s die Partie, eine Antwort hatten die Schwabelweiser bei ihrer letzten Gelegenheit nicht mehr auf Lager.

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