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Zehn Ostbayern in Liga eins und zwei

Wer sind „unsere“ Jungs in den ersten beiden deutschen Fußball-Profiligen? MZ-Redakteur Jürgen Scharf stellt sie vor.

  • Oliver Fink. Foto: dpa
  • Christoph Janker Foto: Eibner

Oliver Fink (Fortuna Düsseldorf)

Der Mittelfeldspieler kam 1982 in Hirschau im Landkreis Amberg-Sulzbach zur Welt. Mit dem Fußballspielen begann er beim 1. FC Schlicht. Als 15-Jähriger wechselte er zum 1. FC Schwandorf und ein Jahr später nach Regensburg. Beim SSV Jahn setzte er sich im Seniorenbereich dann schnell in der Profimannschaft durch und spielte nach dem Aufstieg 2003 mit den Regensburgern dann auch in der 2. Liga. Später kickte er noch für die SpVgg Unterhaching und den SV Wacker Burghausen, bevor er vor sieben Jahren seine sportliche Heimat fand: Fortuna Düsseldorf. Dort wurde er zum Leistungsträger und ist auch in dieser Saison wieder Stammspieler.

Rene Vollath (Karlsruher SC)

Rene Vollath
Rene Vollath Foto: Eibner

Der Torwart aus dem Landkreis Schwandorf spielt derzeit beim Karlsruher SC in der 2. Liga. Bereits in der Jugend hatte sich bei Vollath eine Profikarriere angedeutet. Beim FC Linde Schwandorf und beim 1. FC Schwarzenfeld zeigte er sein Talent und wurde danach beim 1. FC Nürnberg und der TSG Hoffenheim weiter ausgebildet. Beim SV Wacker Burghausen machte er dann seine ersten Erfahrungen im Seniorenbereich, bevor er nach Karlsruhe wechselte. Dort kam der 26-Jährige seit 2013 auf insgesamt 23 Einsätze in der 2. Liga. Zusätzlich ist er übrigens als Schiedsrichter aktiv.

Patrick Erras (1. FC Nürnberg)

Patrick Erras (links)
Patrick Erras (links) Foto: Eibner

Der gebürtige Amberger machte schon früh einen entscheidenden Schritt. Bereits als Zwölfjähriger wechselte er vom SV Raigering in die Jugend des 1. FC Nürnberg. Dort durchlief er alle Nachwuchsmannschaften und schaffte unter anderem mit der U19 vor zwei Jahren den Aufstieg in die Bundesliga. .In der vergangenen Saison wurde der mittlerweile 20-jährige Mittelfeldspieler dann in den Kader des Profiteams berufen In 16 Spielen erzielte er dabei fünf Tore. Zuletzt stoppte ihn allerdings eine schwere Verletzung. Nach einem Kreuzbandriss arbeitet er nun auf sein Comeback beim Club hin.

Philipp Ziereis (FC St. Pauli)

Philipp Ziereis
Philipp Ziereis Foto: Eibner

Eine tolle Entwicklung „auf und neben dem Platz“ bescheinigte Thomas Meggle, Sportchef des FC St. Pauli, vor wenigen Monaten Philipp Ziereis, als dessen Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert wurde. In der Tat scheint Ziereis einer zu sein, der mit seinen Aufgaben wächst. Stück für Stück feilte er an seiner Karriere. Der gebürtige Schwarzhofener (Landkreis Schwandorf) kickte in der Jugend beim SSV Jahn Regensburg. Dort schaffte er bereits als 19-Jähriger den Sprung in die erste Mannschaft, stieg mit dem Klub allerdings 2013 aus der 2. Liga ab. Er wechselte daraufhin zum FC St. Pauli, schaffte dort den endgültigen Durchbruch.und ist mittlerweile ein etablierter Zweitligaprofi

Philipp Hercher (1. FC Nürnberg)

Philipp Hercher
Philipp Hercher Foto: Eibner

Der Flügelflitzer aus dem Landkreis Kelheim begann beim SV Ihrlerstein mit dem Fußballspielen. Fünf Jahre kickte er in der Jugend auch für den SSV Jahn Regensburg, bevor er 2011 zum 1. FC Nürnberg wechselte. Dort blieb der heute 20-Jährige auch beim Wechsel in den Seniorenbereich. In bislang 22 Einsätzen in der 2. Mannschaft in der Regionalliga Bayern hat er bereits 13 Tore erzielt. Seinem großen Ziel, den endgültigen Wechsel in den Zweitligakader der Clubberer, dürfte er mit seinen starken Leistungen immer näher kommen. Zweimal wurde er bei der ersten Mannschaft auch schon eingesetzt.

Wolfgang Hesl (Arminia Bielefeld)

Wolfgang Hesl
Wolfgang Hesl Foto: Eibner

Der in Nabburg im Landkreis Schwandorf geborene Wolfgang Hesl musste mehrere Jahre warten, bis er sich im Profifußball aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht vorgearbeitet hatte. Bereits in der Jugend war Hesl zum Hamburger SV gewechselt. Dort erhielt er auch einen Profivertrag, kam allerdings in fünf Jahren nur auf zwei Einsätze in der Bundesligamannschaft. Nach Abstechern zum SV Ried in Österreich und zu Dynamo Dresden wechselte Hesl zur SpVgg Greuther Fürth. Dort etablierte er sich endgültig als Stammspieler. Vor zwei Jahren wechselte Hesl abermals den Verein. Nun steht der der 30-Jährige für Arminia Bielefeld zwischen den Pfosten.

Moritz Hartmann (FC Ingolstadt)

Moritz Hartmann
Moritz Hartmann Foto: Eibner

Den Stürmer des FC Ingolstadt verbinden wenige mit der Oberpfalz, er wurde allerdings in Oberviechtach im Landkreis Schwandorf geboren und verbrachte dort seine ersten drei Lebensjahre. Danach zog seine Familie zurück ins Rheinland. Beim TSC Euskirchen und dem VfL Rheinbach spielte er in der Jugend. Mit 20 Jahren wechselte er dann zum 1. FC Köln. Den Durchbruch im Profifußball schaffte er allerdings erst beim 1. FC Ingolstadt, für den er seit sieben Jahren spielt.Mit dem FC stieg er von der 3. bis in die 1. Liga auf und auch in dieser Saison ist der 30-Jährige wieder eine der Stützen des Teams.

Michael Görlitz (Arminia Bielefeld)

Michael Goerlitz
Michael Goerlitz Foto: Eibner

In Neumarkt, beim FC Holzheim, lernte Michael Görlitz das Fußballspielen. In der Jugend kickte er dann auch noch für den 1. FC Nürnberg und den FC Bayern München. Beim deutschen Rekordmeister trat er dann auch drei Jahre lang in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga gegen den Ball, der Sprung in den Profifußball blieb ihm dort aber verwehrt. Görlitz entschied sich deswegen für einen Wechsel ins Ausland. Beim schwedischen Erstligaklub Halmstadts BK schaffte der Mittelfeldspieler den Durchbruch und wurde sogar zweimal als bester Spieler des Klubs ausgezeichnet. 2012 zog es ihn allerdings wieder zurück nach Deutschland. Beim FSV Frankfurt fasste er Fuß im Profigeschäft und blieb dort zwei Jahre. 2014 wechselte er zum FC St. Pauli und ein Jahr später zu Arminia Bielefeld. Für einen tollen Treffer für Bielefeld im Spiel gegen Sandhausen wurde der 29-Jährige in diesem Frühjahr. sogar für die Endauswahl zum „Tor des Monats“ nominiert

Christoph Janker (FC Augsburg)

Wenn es sein muss, voll da sein! Das ist eine der Stärken von Christoph Janker. Als „erfahrenen Profi und absoluten Teamplayer, der immer Leistung bringt, wenn er gebraucht wird“, bezeichnete Stefan Reuter, Manager des FC Augsburg, den 31-Jährigen zuletzt bei der Vertragsverlängerung. Janker ist seit 2015 bei den Augsburgern. Zuvor spielte der gebürtige Chamer sechs Jahre für Hertha BSC und kam dort 47 Mal in der ersten Mannschaft zum Einsatz. Seine Karriere gestartet hatte der Abwehrspieler einst beim TSV 1860 München und der TSG Hoffenheim. Janker kommt übrigens immer noch oft nach Hause nach Cham,“derzeit sogar mehr denn je: „Der Weg ist ja überschaubar, weil ich nicht mehr so weit habe, wie noch vor ein paar Jahren aus Berlin oder Hoffenheim“, sagt er.

Benedikt Kirsch (SpVgg Greuther Fürth)

Im Alter von fünf Jahren startete der heute 20-Jährige bereits seine Fußballkarriere – damals noch bei der SG Hohenschambach im Landkreis Regensburg. Über eine Zwischenstation in der Jugendabteilung des SSV Jahn Regensburg landete Kirsch 2008 bei der SpVgg Greuther Fürth, wo er in der aktuellen Saison in die erste Mannschaft aufrückte. Sein erstes Pflichtspiel für den Zweitligisten absolvierte Kirsch am 21. August im DFB-Pokal. Und dabei traf er gleich ins Tor.

Kirsch schoss den 4:1-Siegtreffer gegen die Eintracht Norderstedt. Dreimal wurde der gebürtige Regensburger in dieser Saison in der 2. Bundesliga bereits eingesetzt. Gegen die Würzburger Kickers stand Kirsch am 16. September schon in der Startelf.

Frühere Profis aus Ostbayern

  • Richard Vollath:

    Der Vater von Rene Vollath absolvierte Anfang der 1980er Jahre einige Spiele für den 1. FC Nürnberg und den FC Augsburg.

  • Hans Dorfner:

    Der Regensburger gewann mit dem FC Bayern München drei deutsche Meisterschaften und spielte zudem für den 1. FC Nürnberg in der Bundesliga. Sieben Mal lief er auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf.

  • Manfred Walz:

    Spielte für Borussia Dortmund und den 1. FC Nürnberg. Beim Club erhielt aber nach nur einem Einsatz wegen des Spieleraufstandes 1984 gemeinsam mit fünf anderen Teamkollegen die Kündigung.

  • Thomas Kristl:

    Der Regensburger absolvierte für den 1. FC Nürnberg und den 1. FC Saarbrücken insgesamt 71 Bundesligaspiele.

  • Willi Reisinger:

    Der Stürmer aus Pösing kickte als Profi unter anderem für den FC Bayern München in der Bundesliga.

  • Hans Jakob:

    Nach der Legende des SSV Jahn Regensburg wurde sogar die Fankurve im neuen Stadion benannt. Jakob spielte nach seiner Zeit beim SSV Jahn unter anderem für den FC Bayern München. 38 Mal wurde er auch in der deutschen Nationalmannschaft eingesetzt.

  • Jürgen Wittmann:

    Der aus dem Landkreis Kelheim stammende Torwart spielte in der Bundesliga für Fortuna Düsseldorf und die SpVgg Unterhaching.

  • Josef Zinnbauer:

    Der gebürtige Schwandorfer absolvierte 16 Zweitligaspiele für den FSV Mainz 05. Heute als Trainer aktiv, betreute unter anderem schon die Profis des Hamburger SV.

  • Florian Hinterberger:

    Der in Regensburg geborene und in Weiden aufgewachsene Mittelfeldspieler lief als Profi für die SpVgg Fürth, den SC Fortuna Köln, Bayer 04 Leverkusen und den TSV 1860 München auf. Mit Bayer Leverkusen gewann er 1988 den Uefa-Cup.

  • Ferdinand Glaser:

    Der gebürtige Schwandorfer lief viermal für den 1. FC Nürnberg in der Bundesliga auf. Danach spielte er noch zwei Jahre für die SpVgg Fürth in der 2. Bundesliga.

  • Roland Seitz:

    Der gebürtige Neumarkter war als Profi für den MSV Duisburg und den FC Homburg in der 1. und 2. Liga im Einsatz.

  • Didi Hamann:

    Der aus Konnersreuth im Landkreis Tirschenreuth stammende Mittelfeldspieler war als Profi in der Bundesliga für den FC Bayern München aktiv. 59 Mal lief er auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf schaffte es 2002 mit dem Team bis ins Endspiel der Weltmeisterschaft.

  • Thomas Brunner:

    Der aus der Gemeinde Blaibach im Landkreis Cham stammende Verteidiger ist mit 402 Einsätzen Bundesligarekordspieler des 1. FC Nürnberg.

  • Timo Rost:

    Spielte in der Jugend für den 1. FC Amberg und später als Profi unter anderem für den 1. FC Nürnberg, den VfB Stuttgart und Energie Cottbus.

  • Moise Bambara:

    Der in der Jugend des ASV Cham entdeckte Allrounder spielte als Profi in der 2. Liga für den FC Ingolstadt und den FSV Frankfurt.

  • Alexander Bugera:

    Der Amberger lief als Profi für den FC Bayern München, den MSV Duisburg, die SpVgg Unterhaching und den 1. FC Kaiserslautern auf.

  • Tobias Fink:

    Der Bruder von Oliver Fink etliche Jahre für den FC Ingolstadt und schaffte mit dem Klub unter anderem den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

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