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Handball

Auf den Spuren von Balk und Co.

Mintraching/Neutraubling gewinnt bayernweite Landesliga-Meisterschaft.

So sah der Meisterjubel der SG-Juniorinnen aus. Foto: owi
So sah der Meisterjubel der SG-Juniorinnen aus. Foto: owi

REGENSBURG.In der „Talentschmiede Mintraching“, der FC hat sich mittlerweile mit dem TSV Neutraubling zur SG zusammengeschlossen, wächst und gedeiht der nächste Handball-Jahrgang, dessen Weg höherklassig vorprogrammiert scheint. Nell Stiller, Lea Platzer, Jasmin Lehner: Der langjährige Jugendtrainer Klaus Schäfer vergleicht das B-Jugendtrio, das in der Bayernauswahl auch zu den Leistungsträgern zählt, „schon ein bissl“ mit der Spielergeneration Vera Balk, Carina Stöhr und Nicole Odersky, die er vor 14 Jahren unter seinen Fittichen hatte. Jahrelang war dieses Trio aus dem Rückraum des Drittligisten ESV 1927 nicht wegzudenken. Balk ist trotz Kreuzbandrisses im Januar mit Abstand beste Torschützin beim Zweitligisten Gröbenzell.

Nur logisch ist der gesamtbayerische Landesliga-Titel, den Schäfer bei dem Final-Four in Ismaning mit der SG Mintraching/Neutraubling eingeheimst hat. 26:18 im Halbfinale gegen den TSV Ismaning, 21:15 im Finale gegen HT München: So überzeugend, wie die 32:0-Punkte-Meisterschaft in der Landesliga Nord eingefahren wurde, präsentierte man sich bei den letzten Spielen der Saison 2017/18. „Die neutralen Zuschauer in der Halle waren von dem Spiel begeistert, sogar die Schiedsrichter waren angetan“, bilanzierte Schäfer den offenen Schlagabtausch im Endspiel: „Jede Mannschaft konnte ihre Stärken zeigen“. Im ersten Abschnitt setzte die 5:1-Abwehr der SG die Impulse für die 13:5-Pausenführung. Nach dem Wechsel ging München mit einer 3:3-Deckung ins Risiko und wurde mit einem 8:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 13:13 belohnt. Letztlich habe Torfrau Platzer den Unterschied ausgemacht, resümierte der 57-Jährige. Dass es vorher „nur“ für die Landesliga Nord, in der man chronisch unterfordert (das Torverhältnis von 465:194 spricht eine deutliche Sprache) war, gereicht hat, war der missglückten Qualifikation zur Bayernliga geschuldet: Nell Stiller hatte gefehlt.

Dennoch war es kein verlorenes Jahr für diesen außergewöhnlichen Jahrgang. Die 15-jährige Jasmin Lehner wurde per Doppelspielrecht für den in der Jugend-Bayernliga spielenden ESV 27 Regensburg ausgestattet, die 16-jährige Lea Platzer und Nell Stiller von Damen-Trainer Wolfgang Völkl hochgezogen und an die Erwachsenen-Bayernliga herangeführt. Bei der Obertraublingerin Lisa Gold lief es ähnlich: Per Doppelspielrecht spielte sie zusätzlich für ihren Heimatverein in der Frauen-Landesliga. „Wir wollen die Spielerinnen langsam aufbauen und nicht verbrennen“, kommentiert Schäfer die Vorgehensweise: „Als eine Art Zuckerl, als Belohnung für die Trainingsleistungen“. (owi)

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