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Sport aus Regensburg
Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 1

Leichtathletik

Dattke, Huber und Orth knapp über Norm

Nach dem Soundtrack-Meeting in Tübingen bleibt die Qualifikation zur Europameisterschaft in Berlin weiterhin in Reichweite.

Eng war der Einlauf bei den 800 m der Herren. Foto: Michael Schneider
Eng war der Einlauf bei den 800 m der Herren. Foto: Michael Schneider

Regensburg.„Gar nicht zufrieden bin ich mit dem Rennen, bin viel zu viel auf Bahn zwei gelaufen“, zeigte sich der amtierende deutsche 800-m- Meister Benedikt Huber (LG Telis Finanz) unmittelbar nach dem A-Finale über die zwei Stadionrunden beim Soundtrack-Meeting in Tübingen. Seine Einschätzung war aber eine ganz falsche. Der Regensburger war als Gesamtsiebter in einem engen Einlauf mit 1:46,66 min. seiner zweitbesten Leistung auf seiner Hausstrecke überhaupt, nur 16 Hundertstel über der Norm für die Europameisterschaften in Berlin geblieben. Dabei brachte er den derzeitigen Überflieger Marc Reuther auf der Zielgeraden in Anwartschaft auf den besten Deutschen in arge Bedrängnis. „Das ist ein deutliches Signal Richtung nationale Titelkämpfe in Bezug auf eine erneute Titelverteidigung am 21./22. Juli in Nürnberg“, sagte sein Coach Kurt Ring, der so einen Husarenritt nach suboptimaler Wintervorbereitung noch nicht erwartete.

Teamkollegin Miriam Dattke lief über 5000 m bis zwei Runden vor Schluss in einem internationalen Spitzenfeld als jüngste Teilnehmerin mit einer Durchgangszeit bei 3000 m von 9:10 Minuten einfach mal mit der Spitzengruppe mit, musste dann aber auf den letzten 800 Metern dem hohen Anfangstempo mit 15:44,41 min. noch gehörig Tribut zollen. Das war zwar 21 Sekunden schneller, als sie jemals zuvor gelaufen war, aber eben auch 4,41 Sekunden über der EM-Norm, die sie aber über 10000 m schon hat. Jetzt kommt es auf den 25 Runden am Samstag auf heimischer Bahn am Oberen Wöhrd zum Schlagabtausch mit der gesamten deutschen Spitze.

Thea Heim (LG Telis Finanz) hakte in Tübingen mit 16:13,15 min. souverän die Norm für die „Deutschen“ ab.

Schritt für Schritt hieß erneut die Devise für den EM-Siebten von 2016 über die 5000 m, Florian Orth (LG Telis Finanz). „Bis drei Kilometer war ich heute schon wieder voll auf Kurs in Richtung 13:30 Minuten. Hinten raus fehlt es einfach noch. Ich weiß, dass es zwar schwer wird, aber nicht unmöglich ist, eine Zeit unter 13:35 min. zu packen“, sagt der Mann, der am Ende nach 13:50,18 min. als Fünfter ins Ziel lief. Knapp dahinter sammelte Philipp Pflieger nach harten 200-km-Wochen aus seiner Marathonvorbereitung für Berlin zunächst einige Bahnspezialisten ein, um am Ende kaum erwartete 13:50,61 min. abzuliefern. „Das größte Problem war für mich, anfangs am Feld dranzubleiben“, kommentierte Deutschlands derzeit bester Marathonläufer seine Stippvisite auf der Bahn.

In den B- und C-Läufen gelang Tim Ramdane Cherif nach langer Verletzungspause mit 14:17,38 min. auf Anhieb die Quali für die DM. Michael Dirscherl überzeugte als Zweiter der U18 mit 16:16,27 min. Gleich für die DJM-Norm über 800m reichte es bei Julian Öchsl: Er überraschte mit seinem ersten Rennen unter zwei Minuten (1:58,60 min). Auf der gleichen Distanz steigerte sich Fabian Laukamp auf eine persönliche Bestleistung von 1:55,41 min. Telis-Kollege Moritz Beinlich unterbot über 1500 m mit 3:48,99 min. um eine Hundertstel die DM-Norm.

Für die beiden 5000 m-Läufer der LG Telis Finanz, Max Zeus und Fabian Lutz, bleiben die Uhren bei 14:49,13 und 15:16,68 Minuten stehen. (orv)

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