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Sport aus Regensburg
Freitag, 17. August 2018 31° 2

Tischtennis

„Es herrscht vereinzelt noch Skepsis“

Der künftige Bezirkschef Rudi Prösl spricht im Interview über die anstehende Reform der Ligenstruktur.
Von Sebastian Schwarz

Sport.Herr Prösl, was hat der Bayerische Tischtennis Verband (BTTV) an der Ligenstruktur reformiert?

Der BTTV hat in dieser Reform die 63 Kreise und sieben Bezirke zu 16 Bezirken zusammengeschlossen. Innerhalb des neuen Bezirkes 13 namens Oberpfalz-Süd haben die Kreisvorsitzenden selbstständig die ehemals fünf Kreise in vier Regionen unterteilt.

Warum wurde diese Neuerung beschlossen?

Diese Verschlankung wurde unter anderem beschlossen, um dem Mangel an ehrenamtlichen Mitarbeitern entgegenzuwirken. Außerdem waren die Kreisverbände sehr selbständig in ihrer Auslegung der Wettkampfregeln und Einteilungen der Kreise. Das wird nun vom BTTV koordiniert und kontrolliert.

Was bedeutet das für die Vereine?

Für die Teams bedeutet diese Neuerung, dass neue Gegner in die Ligen kommen. Das ist meiner Meinung nach eine positive Entwicklung. Jeder Klub hat nun die Chance, mit Mannschaften zu konkurrieren, auf die sie nur in höheren Ligen treffen könnten.

Wie kommt es, dass sich Mannschaften in anderen Kreisen wiederfinden?

Wir hatten – dank der Reform – die Chance, die Regionen selbst zu gestalten. Durch diese Neuaufteilung sind manche Grenzen der ehemaligen Kreise verschoben worden, wodurch Vereine nun in anderen Regionen mitspielen. Dabei haben wir besonders darauf geachtet, die Fahrzeiten der Mannschaften im Rahmen zu halten.

Gab es denn Gegenwehr der Vereine gegen die Reform?

Anfangs schon, da man glücklich mit dem funktionierenden alten System war. Jetzt herrscht vereinzelt noch Skepsis. Ich denke, in ein bis zwei Jahren werden alle damit glücklich sein.

Was sagen Sie zu dieser Reform?

Diese Reform ist durchaus positiv zusehen. Die Bezirke sind nun besser für den Verband zu erreichen. Nur dass durch die Reform neue Spieler angelockt werden sollen, finde ich unrealistisch. Nur weil sich die Struktur verändert hat, kommen keine neuen Sportler. Das ist die Aufgabe der Basis, der Vereine.

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