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Tennis

Hainsackers schwerer Auftakt

Der Zweitligist verliert alle drei Doppel und damit das Oberpfalz-Derby in Amberg. Am Sonntag kommt Rosenheim zum Heimstart.
Von Claus-Dieter Wotruba

Valentin Florez beendete in Amberg die Siegesserie seines Schanzl-Gegners Nicolas Reissig. Es half nichts: Hainsacker verlor trotzdem. Foto: Brüssel
Valentin Florez beendete in Amberg die Siegesserie seines Schanzl-Gegners Nicolas Reissig. Es half nichts: Hainsacker verlor trotzdem. Foto: Brüssel

Hainsacker. Regensburg. Ideal war dieser Auftakt nicht, auch nicht vom Ergebnis. „Aber der, der verliert, der jammert immer mehr – und das will ich nicht“, sagt Hans Geldhäuser. Jedes Jahr wieder steht Tennis einen Monat lang an den Wochenenden im Zentrum des Geldhäuserschen Interesses, wenn seine SpVgg Hainsacker spielt, heuer schon in der dritten Saison in der zweiten Liga der Herren. Und dort ging zum Start am Sonntagnachmittag das Oberpfalz-Derby beim renommierten TC Amberg am Schanzl mit 3:6 verloren, weil nach dem Unentschieden nach sechs Einzeln eben alle drei Doppel in die Binsen gingen.

Flug sorgt für Zeitdruck

Einen Vorwurf wollte Geldhäuser keinem im Team machen – und doch gab es einen Unterschied. „Amberg war sehr motiviert und wollte es unbedingt“, sagte der SpVgg-Teammanager. „Meine Spieler dagegen waren mit dem Wetter und der Abreise beschäftigt. Und das macht dann eben die zehn Prozent aus, die fehlen.“

Einen interessanten Aspekt aus der Statistik finden Sie hier:

Denn neben zwei, drei die einen mehr, die anderen weniger störenden Regenunterbrechungen machte Hainsackers Nummer eins Gianluca Mager der Zeitdruck zu schaffen, am Abend unbedingt den Flieger nach Italien zu einem Turnier erwischen zu müssen. Und so verlor Neuzugang Mager gegen den Österreicher Pascal Brunner eben 3:6, 6:4 und schließlich im Match-Tiebreak mit 9:11. „Normalerweise sollte er um Welten stärker sein, aber wenn der Kopf nicht stimmt, ist das eben anders“, beurteilte Geldhäuser die Leistung.

Wieder einmal war eine Tennis-Rechnung nicht aufgegangen: An den Positionen eins, vier und fünf hatte Geldhäuser seine Mannschaft im Vorteil gesehen. Allerdings glich der junge Tscheche Filip Duda an Positionen mit einem ebenso engen 12:10 im Entscheidungssatz den Mager-Fauxpas wieder aus. Und der Franzose Alexis Klegou gegen den Österreicher Gabriel Schmidt und ebenso der Spanier Valentin Florez in zwei Sätzen holten die eingeplanten Punkte auch. Bemerkenswert: Florez hielt mit Nicolas Reissig einen Amberger Gegner nieder, der bisher beim Schanzl unbesiegt gewesen war.

Am Sonntag tritt Teammanager Hans Geldhäuser erstmals zuhause in Zweitliga-Aktion. Foto: Brüssel
Am Sonntag tritt Teammanager Hans Geldhäuser erstmals zuhause in Zweitliga-Aktion. Foto: Brüssel

Im Doppel hatte der Gegner aber „eine bessere Richtung in der Aufstellung erwischt“, befand Geldhäuser. Weder Mager/Florez noch Alexander Lazov mit Claudio Grassi, die beide auch ihre Einzel verloren hatten, konnten etwas bewegen. Einzig Duda/Klegou räumte Geldhäuser trotz ebenfalls einer Zweisatz-Niederlage eine Chance ein. „Sie haben 5:3 geführt, dann kam Regen und danach haben sie 6:7 verloren. Und mit diesem verlorenen Satz war die Motivation weg.“

Es wird dieser Motivation für die anstehenden Aufgaben bedürfen. Am zweiten Spieltag am Freitag ist die SpVgg Hainsacker zwar zunächst spielfrei, zum Heimstart 2018 am Sonntag (11 Uhr) aber kommt dann mit dem TSV 1860 Rosenheim einer von drei 7:2-Siegern des ersten Spieltags – daneben auch Würzburg und Ligafavorit Großhesselohe zum Auftakt.

„Ach, ich habe schon Schlimmeres erlebt“, bleibt Hans Geldhäuser gelassen. „Voriges Jahr haben wir mit einem 0:9 angefangen.“ Trotz dreier weiterer folgender Niederlagen gelang der Ligaerhalt.

Ein sehenswerter Ungar

„Auf zu neuen Taten“ heißt es für Geldhäuser und Co. am Sonntag. Mit dem Ecuadorianer Ivan Endara kommt ein alter Bekannter wieder – und mit dem jungen Ungarn Zsombor Piros ein sehenswerter junger Mann: Der 18-jährige Ungar gewann 2017 zwei Grand-Slam-Turniere in Melbourne und Paris im Einzel und im Doppel. Spätestens dann sollen alle Hainsacker-Spieler auch voll und ganz bei der Sache sein.

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