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Sport aus Regensburg
Mittwoch, 19. September 2018 31° 1

Handball

Neunburgs Punktepolster wächst an

Sechs Juniorinnen stehen im Aufgebot und trotzdem überrascht das Wittmann-Team mit einem Sieg über Erlangen-Bruck.
Von Gerd Winkler

Neunburgs A-Jugendlicher Sophia Haimerl ist die Vertretung von Melanie Hanauer und Christina Schießl im Rückraum mit acht Toren gut gelungen. Foto: Reiml
Neunburgs A-Jugendlicher Sophia Haimerl ist die Vertretung von Melanie Hanauer und Christina Schießl im Rückraum mit acht Toren gut gelungen. Foto: Reiml

Regensburg.In der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern haben am zweiten Wochenende des Tabellenbegradigens der ESV 27 Regensburg und der TSV Neutraubling die Gelegenheit genutzt, um zum jetzt punktgleichen TV Erlangen-Bruck II aufzuschließen. Dabei traf der ESV 27 beim HC Weiden auf deutlich mehr Widerstand als beim 33:22-Hinspielsieg im Bunker. Nach langem Rückstand bis zum 21:23 drehte der Tabellenzweite in den letzten acht Minuten die Partie zum 26:24 (12:14)-Erfolg. „Wie fast alle Mannschaften in der Bezirksoberliga ist auch Weiden extrem heimstark, und so sind sie auch aufgetreten“, begründete ESV-Coach Bernie Goldbach den verbissenen Kampf: „Weiden wollte sich nicht wie im Hinspiel den Schneid abkaufen lassen“.

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle avancierte Halbrechts Steve Müller mit sechs Treffern in den letzten 21 Minuten zum Matchwinner. „Letzte Saison hätten wir das Spiel noch verloren“, sah Goldbach Fortschritte, dass seine Truppe in der stimmungsvollen Halle Übersicht und Moral bewiesen hat.

Kurze Deckung sorgt für Schmunzeln

Auch der TSV Neutraubling fuhr mit 33:30 (17:15) beim SV Buckenhofen, der nach zwei Erfolgen zuletzt wieder Morgenluft im Abstiegskampf schnupperte, einen Auswärtssieg ein. Obwohl sich die Gäste nie absetzen konnten, befand Trainer Jürgen Heubeck, dass „wir von Anfang an das Ding im Griff hatten. Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel verloren gehen kann.“ In einer Partie, in der die Schiedsrichter beidseitig oft danebenlagen, war Heubeck über die gesamten 60 Minuten beschäftigt, (vergeblich) die richtige Abwehrformation zu finden – übrigens wie auch sein Gegenüber vom SV. Der fünfte Sieg im achten Auswärtsspiel war auch nicht in Gefahr, als zwei Unterzahlspiele (50., 57.) zu überstehen waren. Wie beim ESV 27 war beim TSV auch ein Linkshänder der Matchwinner: Rechtsaußen Faizi Same gelangen neun Treffer.

Ein Schmunzler nachher in der Kabine war für Heubeck und seiner Mannschaft die kurze Deckung gegen die Aushilfe aus der Zweiten, Tobias Turtenwald: „Das hatten wir auch noch nicht, das wird Tobias bestimmt nicht mehr erleben“. Am kommenden Wochenende mündet nach drei Wochen ein kompletter Spieltag die Männer-Bezirksoberliga ins letzte Saisondrittel. Vom Spitzentrio haben dabei Erlangen-Bruck und Neutraubling in den letzten sechs Begegnungen viermal Heimvorteil, der ESV spielt noch dreimal im Bunker. Die Eisenbahner haben es in zwei direkten Duellen selbst in der Hand, die als Top-Meisterschaftskandidat ins Rennen gegangen Franken hinter sich zu lassen: Am 3. März kommt Neutraubling an die Dechbettener Brücke, am 24. März geht’s nach Erlangen in die Höhle des Löwens. In der Frauen-BOL beendete derweil der FC Neunburg nach drei Pleiten am Stück mit einem Heim-26:23 (13:7) gegen Erlangen-Bruck deren Höhenflug mit 16:0 Zählern seit Mitte November.

Für Übungsleiter Georg Wittmann war die „super kämpferische Einstellung“ entscheidend. „Wir haben miteinander gearbeitet und gut verschoben, am Gegner waren wir meistens zu zweit dran“, beschrieb Wittmann die greifende 6:0-Defensive. Vorne sei man im Gegensatz zu Erlangen schwerer ausrechenbar gewesen, obwohl gleich sechs A-Jugendliche mitgespielt haben. Der Lohn für die Überraschung: ein Fünf-Punkte-Polster zur Abstiegszone.

Noch sieben Runden

In der Frauen-BOL sind noch sieben Runden zu absolvieren. Für die bis Ende November ganz oben rangierende SG Naabtal (2., 23:7 Punkte) und die HSG Nabburg/Schwarzenfeld (3., 21:9) wird es schwer, die Drittliga-Reserve der TS Herzogenaurach (1., 28:2) noch abzufangen. Vorjahres-Vizemeister Naabtal hat mit beiden Kontrahenten noch zu tun: Am 18. März kommt es in Burglengenfeld zum Oberpfalzderby gegen die HSG, am letzten Spieltag gastiert die Deml-Crew in Herzogenaurach.

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