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SSV Jahn

Segen für das neue Spielfeld

Der neue Hybridrasenplatz hilft der Jahnschmiede sofort. Man wäre sogar für ein Relegationsspiel gegen den HSV gerüstet.
Von Gerd Winkler

Christian Keller und Prälat Alois Möstl auf dem neuen Hybrid-RasenFoto: Krug
Christian Keller und Prälat Alois Möstl auf dem neuen Hybrid-RasenFoto: Krug

Regensburg.Früher Abend um halb sechs, Ortstermin auf dem Trainingsgelände des SSV Jahn Regensburg am Kaulbachweg: „Einweihung Platz 4“ ist das eigentlich unaufgeregte Thema, zu dem der Fußball-Zweitligist geladen hat. Ein „bedeutsamer Schritt in der Weiterentwicklung des Nachwuchsleistungszentrums Jahnschmiede“ ist angekündigt. Es zwickt nämlich gewaltig an den Trainingskapazitäten beim Unterbau der Profi-Mannschaft: Elf Teams, von der gerade in die Bayernliga aufgestiegenen U21 abwärts, sind im leistungsorientierten Spiel- und vor allem im Trainingsbetrieb bei den Rot-Weißen.

Bis zur U15 hinunter wird viermal unter der Woche geübt, ab U 14 abwärts dreimal. Obwohl mit den beiden Plätzen am zweiten Standort Weinweg ausgestattet, bewegt sich die Jahnschmiede am Limit.

Einen Kunstrasenplatz der neueren, fortgeschrittenen Generation haben die Rot-Weißen am Kaulbachweg, nun ist nebenan ein Hybridrasenplatz gebaut worden. Ein Hybridrasen ist ein Naturrasen, der durch künstliche Fasern verstärkt wird. Gerade in den Wintermonaten und bei schlechter Witterung für einen Profiverein mittlerweile unerlässlich.

So professionell wie es beim Jahn mittlerweile zugeht, als Medienvertreter weiß man die rührige Annika Eggmann immer in Reichweite, genauso professionell geht das Einweihen über die Bühne: Mit Jahn-Geschäftsführer Christian Keller seines Zeichens Vorstand Nachwuchsfußball sowie Chef-Trainer Achim Beierlorzer an der Spitze und Prälat Alois Möstl.

Weiterer Platz in Planung

Möstl hat hernach für die Journalisten sogar eine Art Visitenkarte parat. „In Bayern muss ein Platz eingeweiht werden“, sagt der zuständige Regionaldekan: „Die Menschen können nicht alles planen, der Segen gehört dazu.“ Ob der Segen für Verletzungsfreiheit oder Punktegarantie sorgen kann, weiß niemand – schaden kann es jedenfalls nicht. „Ich hoffe, sie kommen zum nächsten Termin auch wieder“, sagt Keller zum Regensburger Prälat ganz zum Schluss. Es ist ja ein weiterer Trainingsplatz am Kaulbachweg in Planung. Der mit dem Zweitligateam auf einer Erfolgswelle reitende Coach Achim Beierlorzer meint, „wenn keine Nachwuchsmannschaft darauf trainiert, könnte es schon sein, dass wir den Platz zur schlechten Jahreszeit auch einmal nutzen.“

In der Oberpfalz ist der Jahn mit dem Hybridrasen Vorreiter. Hybridrasensysteme sind offiziell als Naturrasen anerkannt und im nationalen und internationalen Spielbetrieb zugelassen. Unter anderem ist im Hamburger Volksparkstadion ein Hybridrasen eingebaut. Nach dem Stand der Dinge, drei Spieltage vor dem Ende, wird nächste Saison der SSV Jahn darauf um Zweitliga-Zähler spielen. Wenn’s die Konstellation bis in gut zwei Wochen hergibt, sogar früher: Wird der letzte Bundesliga-Dino HSV (zumindest doch noch) Sechzehnter und gelingt dem Jahn tatsächlich der Sprung auf Zweitligarang drei, sind Relegationsspiele gegeneinander zu absolvieren: Dann hätten die Rot-Weißen tatsächlich am 17. Mai beim Hinspiel ihre Feuertaufe in einem Pflichtspiel auf Hybridrasen – in der Hansestadt. Und können sich am Kaulbachweg ideal darauf vorbereiten.

Jahn-Bedarf ist da

Von den zusätzlichen Kapazitäten profitiert ab sofort die Jahnschmiede. Auf dem Rückweg vom „Ortstermin Hybridrasen“ ist beim Blick rechts auf den Kunstrasenplatz dann auch klar: Der Jahn hat wirklich Bedarf. Auf dem Spielfeld tummeln sich gerade vier Jugendteams. Die U9 und das „Talenttraining“ in ihren regulären Trainingseinheiten auf der einen Seite, die U14-Förderteams der Leistungszentren Nürnberg und Jahn wärmen sich vor dem Spiel gegeneinander auf der anderen Seite auf.

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