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Sport aus Regensburg
Freitag, 17. August 2018 31° 2

Volleyball

Spielermangel verhindert Aufstieg

Die Herren des TB/ASV Regenstauf spielen auch nächstes Jahr Bayernliga. Die Aufstiegsspiele haben sie abgesagt.
Von Sebastian Schwarz

Nach Libero Max Frickel verlässt auch Luis Grossmann (Trikotnr. 3) den TB/ASV Regenstauf. Foto: Brüssel
Nach Libero Max Frickel verlässt auch Luis Grossmann (Trikotnr. 3) den TB/ASV Regenstauf. Foto: Brüssel

Regenstauf. Trotz einer gelungenen Saison haben die Volleyballer des TB/ASV Regenstauf auf die Aufstiegsrelegationsspiele für die Regionalliga verzichtet, die vor zwei Wochen in Türkheim stattfanden. Eine große Rolle hatte dabei der Mangel an Spielern eingenommen. Der Abgang des Hauptangreifers treffen den Trainer Jürgen Stuber und das Team besonders hart: „Mit Luis Grossmann verlässt uns unser bester Angreifer. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass unsere Saison so gut verlaufen ist. Nun lockt der Drittligist Niederviehbach, da können wir nicht mithalten.“ Auch Maxi Frickel, der den Bayernligavizemeister bereits Mitte der Saison verlassen hatte, hinterlässt eine noch zu besetzende Libero-Position, die Stuber selbst einige Male füllen musste. „Damit war für mich klar, dass wir den Aufstieg dieses Jahr nicht bestreiten werden“, sagt Stuber.

„Ich glaube, einige unserer Jungs sind froh, dass wir nicht Regionalliga spielen.“

Die Härte der Regionalliga bekam Regenstauf bereits vor zwei Jahren zu spüren, als man über den Umweg der Relegation absteigen musste. Seitdem hat sich das Niveau der Regionalliga noch gesteigert. „Wie stark die Regionalliga ist, sieht man doch an dem Ergebnis der Relegation. Bayreuth als Absteiger gewinnt beide Spiele ohne Probleme.“, sagt Stuber. Der TB müsste also seine Trainingsintensität deutlich erhöhen, um überhaupt in der Regionalliga Fuß fassen zu können. Ein Regenstaufer Team, das in der Regionalliga spielen würde, hätte laut dem Coach noch andere Probleme: „Ich glaube, einige unserer Jungs sind froh, dass wir nicht Regionalliga spielen. Wir hätten jedes Spiel an unserer Leistungsobergrenze spielen müssen. Ich befürchte, bei dem Aufwand können nicht alle meine Spieler mitziehen.“

Selbst mit Titel kein Aufstieg

Regenstauf verlor diese Saison nur vier Spiele und hielt sich bis zuletzt die Option auf den Meistertitel offen. Erst mit einer Niederlage in Memmelsdorf musste der Traum vom Titelgewinn am letzten Spieltag begraben werden. Trotz der Meisterschaft wäre der Aufstieg wohl nicht zustande gekommen. Oliver Niemann, der Abteilungsleiter des TB, hielt sich bezüglich des Planes aufzusteigen in der Vergangenheit bedeckt. „Selbst wenn wir den Meistertitel errungen hätten, wären wir wohl nicht aufgestiegen. Das haben Oliver Niemann und ich so kommuniziert“, sagt Stuber.

Die Zukunft der Bayernligamannschaft wird positiv gesehen. Stuber gibt als Ziel vor an die Leistung der vergangenen Saison anzuknüpfen. Die Kaderplanung läuft bereits. So gut wie alle Spieler, die dieses Jahr beim TB spielten, werden auch nächste Saison wieder für Regenstauf antreten. Um dieses Niveau wieder abrufen zu können, müsse man jedoch neue Spieler anlocken. „Von außerhalb denke ich nicht, dass wir großen Andrang erwarten können. Viele der Jungs bleiben bei ihren Heimatvereinen. Lediglich auf Studenten, die nach Regensburg kommen, können wir wirklich hoffen. Dennoch glaube ich, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen können“, sagt er.

Zweites Team bleibt zusammen

Eine sehr positive Meldung ist, dass mit Markus Rumpf ein Regenstaufer Urgestein, nach langer Pause wegen einer Schulter-Operation, ins Team zurückkehrt. Bei alter Stärke würde Rumpf die Mannschaft auf der Außenposition variabler machen.

Obwohl die Zweite aus Regenstauf letzte Saison unter der Leitung von Oliver Niemann in die Landesliga aufstieg, will man noch keinen dieser Spieler in das Team holen „Die Jungs haben eine tolle Saison zusammen gespielt. Gerade deswegen haben Oliver und ich beschlossen, die Truppe zusammen zulassen. Das Ziel ist aber selbstverständlich die jungen Spieler in die höherspielende Mannschaft einzugliedern. Dies dient vor allem der Nachwuchsförderung.“ Stubers Fazit fällt trotz des Nichtaufstiegs positiv aus „Wir haben eine super Saison gespielt und können stolz auf uns sein.“

TB/ASV legt Damen-Teams zusammen

  • Relegationsabsage ist in

    Regenstauf nicht nur Thema der Herrenmannschaft. Auch die zweite Damenmannschaft, unter der Leitung von Markus Rumpf, zieht den Verbleib in der Bezirksliga der Chance auf den Aufstieg vor. „Die Entscheidung ist mir sehr einfach gefallen“, sagt Rumpf. Grund hierfür ist ein massiver Spielerabgang, der dem Aufstieg im Weg steht .

  • Fast die komplette

    Damenmannschaft wird in das erste Team der Regenstaufer integriert. Zusätzlich verlassen einige Spielerinnen den Verein. Andere sind unentschlossen wegen ihres Studiums. Deswegen hat sich die Abteilungsleitung entschlossen, das zweite und das dritte Damenteam zusammenzulegen, um wieder oben anzugreifen.

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