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Abensberg startet in neue Saison

Der gehandicapte Rekordmeister muss am Samstag gegen Großhadern auf einige seiner Stammkräfte verzichten, ist aber dennoch zuversichtlich.
Von Dieter Krelle, MZ

Im Mittelgewicht wird Sven Maresch (vorne) alles daran setzen, dass dem deutschen Rekordmeister der Start in die neue Saison gelingt. Foto: dpa

Abensberg. Bundesliga und Europapokal – für den Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger bleibt das untrennbar mit seiner Person verknüpft – so sehr er sich auch dagegen gewehrt hatte. Beim Deutschen Judo-Rekordmeister und sechsfachen Europacup-Sieger bleibt also alles beim Alten. Und besonders drückt sich das darin aus, dass Helmut Dietz, das TSV-Urgestein, noch immer gebraucht wird. Beim Bundesliga-Auftakt am Samstag um 17 Uhr in der Josef-Stanglmeier-Halle wird der 48-Jährige im Derby gegen den TSV Großhadern wieder einmal auf die Matte treten müssen.

„Das ist kein Risiko“, versichert Kneitinger, der in der 60-kg-Klasse neben dem ehemaligen Senioren-Weltmeister (Kneitinger; „Er ist fit wie ein Turnschuh“ ) nur noch Manuel Scheibel zur Verfügung hat. Wichtige Neuerung: Alle fünf Vorrunden-Kämpfe werden zwischen dem 4. Mai und dem Juli in einem Block ausgetragen. Viertelfinale, Endrunde und Europacup werden im Herbst abgewickelt.

Beim Grand Prix in Baku

Philip Graf (60 kg) ist wie zehn Internationale aus Abensberg am Wochenende beim Grand Prix in Baku im Einsatz. Die lange Verletzungsliste mit den Olympiastartern Dimitri Peters und Christopher Völk und einem erst seit wenigen Tagen im Training stehenden Andi Tölzer an der Spitze hat bei den Abensbergern im Verlauf der Woche zum Umdenken geführt.

Weil mit Florian Germroth (Operation), dem bei der EM verletzten Sebastian Seidl und Stefan Kneitinger weitere Stammkräfte ausfielen, konnte der ursprüngliche Plan, den Prestigekampf gegen Großhadern in rein deutscher Besetzung auszutragen, nicht durchgehalten werden. Mit Georgii Zantaraia (66 kg), Miki Ungvari (73 kg) und Lukas Krpalek (100 kg) wurden am Donnerstag drei Hochkaräter mobilisiert. „Nicht kleckern, sondern klotzen“, ist damit wieder die Devise.

Damit ist die ursprünglich sehr dünne Decke wieder sehr stabil. Zum Duo Dietz – Scheibel, das annähernd 30 Jahre trennt, gesellen sich mit Zantaraia und Gerhard Zeitler (66 kg) sowie Ungvari und David Krämer (73 kg) die Vertreter zweier Kämpfer-Generationen. Die Qual der Wahl hat Trainer Radu Ivan nur im Mittelgewicht, wo Sven Maresch, Fabian Seidlmeier und der talentierte Simon Matuschek bereit stehen.

Einzelkämpfer ist der deutsche Meister Robert Dumke (90 kg). Und Dominik Gerzer und Lukas Krpalek (100 kg) werden sich wohl den Part von Andi Tölzer teilen müssen, der sich natürlich die Reise nach Abensberg nicht entgehen lassen wird.

Viele schlechte Erfahrungen

Nach den vielen schlechten Erfahrungen der letzten Jahre hat auch in Großhadern ein gewisses Umdenken Platz gegriffen. Kämpfer wie Matjaz Trbovc (60 kg), Rok Draksic oder Roy Meyer (66 kg) , Laszlo Csoknyai und Tomislav Marijanovic (81 kg), Markus Nyman und Winston Gordon (90 kg), Martin Pacek (100 kg) oder Lucas Verbij (+100 kg) erweitern das Angebot für Trainer Ralf Matusche. Der hat mit Christoph Köberlin (60 kg) , Florian Birner, Felix Hulm (66 kg), Stefan Friedrich, Kai Müller (73 kg) , Florian Lackner und Daniel Binder (81 kg) sowie Christian David (100 kg) sehr starke Kämpfer in seinem Aufgebot, das schon lange auf einen Erfolg gegen Abensberg wartet.

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