MyMz

Abensberg strebt siebten Cupsieg an

Für den deutschen Meister wäre ein Erfolg die „Krönung“ einer gelungenen Saison. Der TSV muss sich jedoch gegen 19 Mannschaften durchsetzen.
Von Dieter Krelle, MZ

Sven Maresch (vorne)  ist für die Abensberger Judoka eine große Stütze im Kampf um den Titel im Europapokal. Foto: dpa

Abensberg.„Er ist einer der Athleten mit großer Zukunft“, adelt Ilias Iliadis, seit über einem Jahrzehnt mit dem großen Franzosen Teddy Riner der herausragende Judoka der Gegenwart, den Abensberger Neuzugang Zebeda Rekhviashvili (73 kg). Die Erwartungen seines Mentors kann der 22-jährige Georgier am Samstag in Paris erfüllen, wo der Titelverteidiger gegen 19 Konkurrenten mit dem angepeilten siebten Europapokal-Triumph Geschichte schreiben will. „Wir sind bereit“, verspricht der griechische Olympiasieger und Weltmeister in der 90-kg-Kategorie, zuletzt wie 73-kg-Mitstreiter Kyoshi Uematsu Grand-Prix-Zweiter im koreanischen Jeju. Trainer Radu Ivan hört das vor der Busreise in die französische Metropole gerne, während TSV-Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger daran erinnert, dass Paris bisher ein gutes Pflaster für den 19-fachen Deutschen Meister war.

„Für uns wäre das die Krönung der Saison und für mich nach der Verletzung im Vorjahr der erste Titel“, fügt Weltklasse-Judoka Travis Stevens (81 kg) hinzu, der zusammen mit dem international in die Erfolgsspur zurückgekehrten Sven Maresch eine wichtige Stütze ist. „Wir haben alle an Bord. Die Mannschaft wird wieder hoch motiviert sein“, ist sich der Trainer sicher. Und er hofft darauf, dass sich das große Abensberger Aufgebot auch deshalb positiv auswirken wird, weil die Fünferstaffeln schon vier Kämpfe in den vier Pools erfolgreich bestreiten müssen, um überhaupt das Viertelfinale erreichen zu können.

Mit Ausnahme von Schwergewichtler Andi Tölzer, der von Köln aus direkt zu seinem letzten internationalen Auftritt startet, werden alle am letzten Titel in Großhadern beteiligten deutschen Athleten die Busreise antreten. Und die spielen eine wichtige Rolle, weil nach dem neuen Reglement in jedem Kampf höchstens zwei Legionäre eingesetzt werden können.

Das trifft Galatasaray Istanbul besonders hart, das für den ersten Euopacupsieg Mannschaftsweltmeister Georgien eingekauft hatte. Levallois SC, vor zwei Jahren in Abensberg mit nur vier Kämpfern erfolgreich, unterstützt seinen Star Riner mit Dimitri Dragin, Pierre Duprat, Allain Schmitt und Alexandre Middir. Auch Vorjahres-Finalist Yawara-Neva St. Petersburg baut auf nationale Kräfte wie Kenjamju Haarlem und die Ex-Weltmeister Dex und Guillaume Elmont sowie Henk Grol. Wie die vier russischen und französischen Starter baut ein Großteil der 20 Männer-Teams vor allem auf das nationale Element. „Das wird eine höchst spannende Angelegenheit“, prophezeit Kneitinger erbitterte Kämpfe um den Einzug ins Viertelfinale. „So hat der Europacup wieder eine Zukunft.“ Und auch der Weltpokal als nächste Herausforderung ist schon beschlossene Sache.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht