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Judo

Abensberger holen sich den Süd-Titel

Der Rekordmeister siegt mit einer rein deutschen Besetzung 9:5 über Leipzig. Im Final-Four-Finale UJKC Potsdam Gegner sein.
Von Dieter Krelle

TSV-Kämpfer Marc Odenthal (in blau) überzeugt durch seine Technik. Foto: Steffl/Archiv
TSV-Kämpfer Marc Odenthal (in blau) überzeugt durch seine Technik. Foto: Steffl/Archiv

Leipzig.Mit einem 9:5 (87:44)-Erfolg beim JC Leipzig verlängerte der deutsche Rekordmeister TSV Abensberg sein Abonnement auf den Meistertitel der Bundesliga Süd. Im Final-Four-Finale am 19. Oktober in Esslingen wird der Nordzweite UJKC Potsdam Abensbergs Gegner sein. Potsdam verwies mit einem 11:3-Erfolg gegen Spremberg den Hamburger JT, Meister der vergangenen drei Jahre, auf Platz drei. Das zweite Halbfinale werden der KSV Esslingen und der mal wieder Nordmeister gewordene SUA Witten-Annen bestreiten.

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Für die TSV-Schützlinge von Radu Ivan zeigte in Leipzig Kapitän Marc Odenthal im Halbschwergewicht überragende technische Leistungen bei seinen Ippon-Erfolgen gegen Rene Kirsten (3:32) und Richard Fiedler (2:23). Zuverlässiger Punktesammler war auch der deutsche 60-kg-Meister Maximilian Heyder beim Ippon-Erfolg über Kevin Müller (3:46) und beim Wazaari-Sieg gegen Florian Pachel. Die international wertvollste Leistung aber bot Timo Cavelius (81 kg) bei seinen Erfolgen gegen den Moldauer Dorin Gotonoaga, den er zunächst mit zwei Techniken (3:35) und dann, im zweiten Vergleich, mit einem Würgegriff nach 26 Sekunden bezwang. Für den für den Deutschen Judo-Bund durchaus erfolgreichen Weltranglisten-38. war der erste ernsthafte Auftritt für die Abensberger, nach einer verletzungsbedingt schwierigen Saison, ein glänzender Formtest für das Bundesligafinale.

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Überaus beachtlich waren auch die Vorstellungen von Manuel Scheibel (66 kg) und Kadetten-WM-Starter Kevin Abeltshauser (73 kg), die gegen den Moldauer WM-Dritten Denis Vieru jeweils nur eine Wertung zuließen. „Sie haben viel dazu gelernt“, war Coach Radu Ivan mit ihren Leistungen zufrieden; er lobte insgesamt die konzentrierte Einstellung der rein deutschen Besetzung, in der Schwergewichts-WM-Starter Johannes Frey zweimal kampflos zum Erfolg kam, weil Adrian Kulisch und Emil-Johann Hennebach nur abnickten.

Wichtig für die Gäste-Moral war der 73-kg-Erfolg von David Krämer gegen Thilo Koch zur 2:1-Führung in einer Begegnung, in der die Sachsen beim 4:6-Zwischenstand noch einmal Lunte rochen, ehe Cavelius zuschlug. Doppelte Punktausbeute gelang den Leipzigern nur noch durch den ehemaligen U21-Vizeweltmeister Hannes Conrad (90 kg) gegen Julian Kolein (1:42) und Markus Tuscher (1:41). Einen Punkt schaffte 66-kg-Sieger Dennis-Ehrmann gegen den nicht mehr ernsthaft trainierenden „Hobbysportler“ Philip Graf. Nicht dabei war übrigens ein Trio: Während „Sebi“ Seidl beim Grand Slam in Brasilia um Tokio-Qualifikations-Punkte kämpfte, ließen Karl-Richard Frey und Lukas Vennekold leichte Blessuren ausheilen.

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