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Basketball

Baskets: Niederlagen geben zu denken

Die Regensburger spielen oft mit wechselndem Kader – das macht sich bemerkbar. Die Damen gehen gerade durch ein Tal.

Markus Höß (Nummer 13) und die RT-Herren unterliegen in Cham 77:90. Foto: Tschannerl
Markus Höß (Nummer 13) und die RT-Herren unterliegen in Cham 77:90. Foto: Tschannerl

Regensburg.Derbyzeit hieß es am vergangenen Spieltag für die Regensburger Basketballer. Das RT-Bayernligateam reiste zum ASV Cham. Die vergangenen Duelle der beiden Teams waren immer auf Augenhöhe und somit versprach auch dieses wieder viel Spannung. In der Chamer Halle versammelten sich circa 200 Zuschauer. Sie sahen ein zum Teil sehr hitzig geführtes Spiel, das die Hausherren dann doch deutlich mit 90:77 (43:41) für sich entschieden.

Die Ausgangsbedingungen beider Mannschaften waren vor dem Sprungball sehr unterschiedlich. Cham spielt diese Saison mit einem sehr konstanten Kader, den es in der Winterpause auch noch mit dem talentierten jungen Centerspieler Karel Ausprunk aus Tschechien verstärken konnte. Regensburg hingegen verzeichnet eine hohe Spielerfluktuation und spielt nahezu jedes Spiel mit einem veränderten Kader. Hinzu kommt der Abgang von Leistungsträger Franz Vilsmeier, der nach München gezogen ist. Diese Konstanz auf der einen und die Unbeständigkeit auf der anderen Seite machte sich von Beginn an bemerkbar. Die Chamer zeichneten sich vor der hervorragenden Heimkulisse mit einer sehr kompakten Verteidigung aus, die die athletischen Regensburger Guards vor schwere Aufgaben stellte. Dennoch gestaltete sich die Partie in der Anfangsphase offen, wobei die Chamer von Beginn an durch eine sehr gute Quote jenseits der Dreipunktelinie glänzten. Somit kam es auch zu dem hohen Scoring in Viertel eins von 28:24 für die Heimmannschaft.

Ausprunk schwer zu halten

Bis zur Halbzeit konnte sich kein Team klar absetzen und die Regensburger Basketballer hatten sichtlich Probleme, die beiden Hauptakteure der Chamer, Gabriel Wiedemann und Karel Ausprunk, in den Griff zu bekommen. Man ging mit 43:41 in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel stellte der Chamer Trainer dann auf eine Ball-Raum-Verteidigung um, was letztendlich den Ausschlag für den Chamer Lauf gab. Die Regensburger schafften es nicht mehr, klare Aktionen zu kreieren und der ASV traf weiterhin hochprozentig von Außen und selbst nach Fehlwürfen dominierte Ausprunk das Brett und verwandelte Abpraller. Mit einem Stand von 69:55 ging es in den Schlussabschnitt. Die Baskets bemühten sich und gaben zu keinem Zeitpunkt das Spiel auf, dennoch konnten sie nie entscheidend verkürzen. Regensburger Topscorer waren : Weigel 17, Schickler 17 und Klughardt 11.

Auch die Regionalliga-Damen der Baskets mussten eine Niederlage verkraften. Im zweiten Saisonspiel der Rückrunde traf der Aufsteiger auf Chemnitz und unterlag mit 48:82. Die ChemCats fanden besser ins Spiel. Mit Volldampf aus der Kabine legten sie gegen die wackelige Mannverteidigung der Regensburgerinnen einen 9:0-Start hin. Das erste Viertel endete mit 25:9 für die Gastgeber. Auch das zweite Viertel dominierten die Chemnitzer und bauten ihre Führung auf 27 Zähler zum Halbzeitstand von 52:25 gegen die konditionell und individuell schwächelnden Regensburgerinnen aus. Die Gastgeber gewannen in der Offensive die Oberhand. Vor allem im zweiten Viertel trafen sie ihre Mitteldistanzwürfe gegen die Zonenverteidigung der Gäste. Regensburg leistete sich sowohl im ersten als auch im zweiten Viertel zu viele Fehler und Chemnitz kam so immer zu einfachen Punkten.

Leidenschaft fehlt

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer dann im dritten Viertel noch ein gutes und ausgeglichenes Basketballspiel. Beide Mannschaften lieferten sich einen Schlagabtausch. Das dritte Viertel wurde mit 17:15 für die ChemCats abgeschlossen. Im letzten Abschnitt waren die Baskets in der Lage, die Damen aus Sachsen auf 13 Zähler zu halten.

Für die Damen ist es derzeit ein hartes Brot, sich in der Liga zu beweisen. „Aber es ist nicht unmöglich“, sind sich die Verantwortlichen sicher. Regensburg habe eine talentierte und junge Mannschaft. Doch die Liebe und die Leidenschaft zum Basketball müsse man auch auf dem Spielfeld wieder spüren. Es bleibe zu hoffen, dass die Damen in den letzten zwei Monaten der Saison – im Training und im Spiel – mehr Kampfgeist und Elan zu zeigen.

Am Samstag empfangen die Regensburgerinnen um 19 Uhr die BG Elsenfeld. Die Baskets-Herren I spielen um 16.15 Uhr gegen TuSpo Heroldsberg. Die Spiele finden in der Turnhalle Königswiesen statt.

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