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Bei den Keglern ist noch alles offen

Ein Rechtsverfahren im Deutschen Keglerbund verhindert den Abschluss der Saison. Im Kreis Regensburg ist aber Schluss.
Von Dieter Waeber

Sandra Plank von den Bundesliga-Damen der SG Walhalla Regensburg stimmt dem Vorschlag des DKBC zu. Foto: Brüssel
Sandra Plank von den Bundesliga-Damen der SG Walhalla Regensburg stimmt dem Vorschlag des DKBC zu. Foto: Brüssel

Regensburg.Ein laufendes Rechtsverfahren im Deutschen Keglerbund verhindert derzeit den Abschluss der Saison 2019/2020.

Ursprünglich hatte das Präsidium im Deutschen Keglerbund Classic einen Dreistufenplan zur Beendigung und Behandlung der Saison 2019/2020 verabschiedet. Dieser Plan orientierte sich an den Vorgaben von Bundes- und Landesregierung zu Corona. Danach sollte jetzt im Mai Plan C greifen, der den Abbruch der Saison vorsah. Die letzten zwei Spieltage sollten nicht gewertet werden sowie Auf- und Abstieg nach dem letzten Tabellenstand stattfinden. Diesem Terminus schlossen sich auch der Landesverband (BSKV) Bayern und seine Bezirke an.

Nun gab es auf Bundesebene einen Einspruch der Damen des VFB Sangerhausen, der als Tabellenvorletzter der 2. Liga im Beschluss keine Gleichbehandlung aller Klubs sah. Diesem Einspruch wurde in erster Instanz stattgegeben. Der Beschluss wurde damit begründet, so BSKV Präsidentin Margot Petzel, dass das Präsidium des DKBC nicht berechtigt sei, eine Entscheidung zu fällen, die allein den Sportgremien zustehe. Der DKB C ist nun in der Pflicht in die nächste Instanz zu gehen und parallel am 13. Juni den Ländersportrat einzuberufen. In Bayern stimmt das Präsidium des BSKV derzeit sein Vorgehen noch mit den zuständigen Gremien ab. So lange können die Tabellen auf Landes- und Bezirksebene nicht endgültig abgeschlossen werden.

Was bedeutet das: Bei einem Abbruch der Saison würden die Tabellenstände entsprechend der Beschlüsse als Saisonergebnis gewertet und Auf- und Abstieg danach ausgerichtet. Es ist davon auszugehen, dass im Landesverband die Entscheidung in dieser Richtung fallen wird.

Sollte dem Einspruch im DKBC stattgegeben werden, müsste die Saison eventuell sogar über das Sportjahresende (30. Juni) hinaus noch zu Ende gespielt werden. Im Worst Case müsste die Saison annulliert werden. Damit wäre auch die geplante Bundesligareform mit der Rückstufung von vier auf drei zweite Bundesligen geplatzt.

In der Region sind die Damen der SG Walhalla und die Männer des SC Regensburg betroffen. Bei einer Annullierung der Saison müssten die SC Männer auch nächstes Jahr wieder in der für den SC sehr kilometerträchtigen zweiten Bundesliga Süd/ West spielen. Sandra Plank von der SG und Nils Deichner vom SC stimmen solidarisch dem Vorschlag des DKBC zu.

Im Kreis Regensburg hat Sportwart Albert Straubinger die Reißleine gezogen und den Spielbetrieb für beendet erklärt. Es sei nicht zu verantworten, den Spielbetrieb noch zu Ende zu führen, da die geforderten Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten werden können, zumal, so Straubinger, im Kreis sehr viele Senioren und Seniorinnen spielen, die zur höchsten Risikogruppe gehören. Im Kreis werden die Tabellen nach 19 bzw. 16 (Damen Kreisliga) Spieltagen gewertet. (odw)

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