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Böse Buben an der Fußballgrenze

Oberndorfer Kicker brauchte nur fünf Partien für zweimal Rot. Weitere Kelheimer finden sich in Regensburgs Sündenregister.

Thomas Nierer, Leistungsträger der SG Painten, hat einen Strafenkatalog mit fünfmal Gelb, einmal Gelb-Rot und einmal Rot..
Thomas Nierer, Leistungsträger der SG Painten, hat einen Strafenkatalog mit fünfmal Gelb, einmal Gelb-Rot und einmal Rot.. Foto: Rappl/Rappl

Kelheim.Erst kürzlich hat Klaus Gjasula vom SC Paderborn einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Noch nie zuvor wurde ein Spieler im Fußball-Oberhaus während einer Saison so oft verwarnt wie der 30-Jährige: 17 Mal in 29 Spielen. Dabei gibt es auch im Fußballkreis Regensburg, dem einige Kelheimer Klubs angehören, Kandidaten, die Gjasulas Bilanz in nichts nachstehen.

Mit Blick auf die fleißigsten Kartensammler stellte sich heraus, dass es zumindest in dieser Statistik gar keinen so großen Unterschied macht, ob man für die Abwehrarbeit oder fürs Toreschießen zuständig ist – und genauso wenig, ob die eigene Mannschaft oben steht oder gegen den Abstieg spielt. Auch der ein oder andere Spielertrainer scheint auf dem Feld bisweilen etwas rustikaler zu Werke zu gehen.

Mit Leidenschaft und klaren Worten

Ein unfairer Spieler ist Peter Hofbauer vom Landesligisten FC Tegernheim keineswegs. Der Tatsache geschuldet, dass er auf dem Platz gerne ausspricht, was er denkt, macht er sich bei den Unparteiischen aber keine Freunde: zwölf gelbe und eine gelb-rote Karte sammelte Hofbauer in 23 Einsätzen. „Er ist immer mit Leidenschaft und Engagement bei der Sache“, sagt FC-Trainer Andreas Meyer. Da schaffe er es dank seines Temperaments, dass die Schiedsrichter ihre Karten nicht umsonst eingepackt hätten.

Miren Catovic, bis Mitte September 2019 Spielertrainer bei der SG Oberndorf/Matting, sah in der Kreisliga 2 gleich zweimal Rot – bei gerade einmal fünf Einsätzen. Den ersten Platzverweis kassierte Catovic gleich am ersten Spieltag. Nicht umsonst bekleidet das Tabellenschlusslicht auch in der Fairnesstabelle den letzten Platz.

Torjäger kann auch beißen

Patrick Lang von der SG Peising/Bad Abbach II ist nicht nur in der Torjägerliste der Kreisklasse 1 ganz vorne mit dabei, sondern zeigt mit acht gelben und zwei gelb-roten Karten auch, dass er in Zweikämpfen oft an die Grenze des Erlaubten geht. Lediglich zwölf Partien brauchte Christian Walzer vom TV Barbing, um sich viermal Gelb, dreimal Gelb-Rot sowie einen direkten Platzverweis abzuholen.

In der Kreisklasse 2 führt Mario Götzfried vom ASV Holzheim: zehn gelbe, eine gelb-rote und eine rote Karte in 16 Spielen. Im „Westen“ hat Tögings Johannes Lindl mit elf Verwarnungen die Nase vorne. Immerhin musste Lindl nie frühzeitig Duschen gehen. Das können SG Paintens Thomas Nierer (5/1/1) oder Brunns Simon Kalb (5/3) nicht von sich behaupten.

Überraschend ist, dass „ganz unten“ weniger Karten verteilt werden als in höheren Spielklassen – möchte man doch annehmen, hier seien die Spieler aufgrund taktischer Defizite öfter einen Schritt zu spät. Dies allerdings widerlegt ein kurzer Blick auf die Fairnesstabellen der vier B-Klassen. Ein paar „böse Buben“ gab es aber auch hier: Sportbund-Spielertrainer Konstantin Hauser hat neben sechs gelben Karten zweimal Rot gesehen. (ofw/mar)

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