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Buchbinder Legionäre wollen Kurs halten

Das Duell in Ulm könnte für die Regensburger wegweisend sein. Denn die Konstellation an diesem Spieltag ist besonders.
Von Matthias Ondracek

Third Baseman Nino Sacasa und die Legionäre sind vor Gegner Ulm gewarnt, der sich als Favoritenschreck einen Namen gemacht hat.  Foto: Stefan Müller
Third Baseman Nino Sacasa und die Legionäre sind vor Gegner Ulm gewarnt, der sich als Favoritenschreck einen Namen gemacht hat. Foto: Stefan Müller

Regensburg.Spektakulär ging das Hinspiel der Legionäre gegen Ulm zu Ende. Mit einem fulminanten Grand Slam Homerun zum Sieg avancierte Marcel Jimenez Anfang April zum Helden. Vor den Rückspielen bei den IT sure Falcons in Ulm sind die Buchbinder Legionäre also gewarnt. Die vermeintliche Pflichtaufgabe stellte sich schon beim ersten Aufeinandertreffen als kein Selbstläufer heraus.

Rund sechs Wochen später hat sich der Aufsteiger des Vorjahres als Favoritenschreck in der Baseball-Bundesliga Süd längst einen Namen gemacht. Dennoch zählen für die Regensburger im Donau-Duell nur zwei Siege, um weiter den Anschluss an die Spitze zu halten. Ab 12 Uhr stehen am Samstag zwei Begegnungen für die Schwabelweiser auf dem Plan. Vier Siege haben die Ulmer in der laufenden Saison eingefahren. Unter dem Strich bedeutet dies aktuell Rang sieben in der Südstaffel. Nur die Saarlouis Hornets, die erst kürzlich ihren ersten Erfolg in diesem Jahr verbuchen konnten, sind schlechter. Dass für die Falcons noch nicht mehr heraussprang, ist jedoch das Ergebnis vieler unglücklicher Niederlagen.

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Auch die Hinspiele gegen die Legionäre sind da ebenfalls beispielhaft. Bereits in der ersten Partie hielten die Falcons lange Zeit mit und brachten den Favoriten ordentlich ins Schwitzen. Spiel zwei war eine der spektakulärsten Bundesliga-Partien in dieser Saison überhaupt. Nach einer frühen Führung gerieten die Legionäre schnell ins Hintertreffen, erst spät und unter Mithilfe der Ulmer Defense glichen die Regensburger aus. Das Spiel ging in die Verlängerung, in der Marcel Jimenez seinen großen Auftritt hatte.

Ulm am Mittwoch im Einsatz

Ähnlich lief es für die „Falken“ auch gegen Mainz und München-Haar, als die Schwaben jeweils einen frühen Vorsprung noch aus der Hand gaben. Seine vier Siege fuhr der Tabellensiebte gegen Saarlouis, Stuttgart und Mannheim ein. Vor allem mit dem Erfolg am ersten Spieltag gegen die Badener ließ Ulm aufhorchen. Sechs Spieltage vor dem Ende der regulären Spielzeit heißt die Realität für das Team von Baseball-Guru Arlen Barrera trotz des beruhigenden Vorsprungs von drei Siegen auf den Letzten Saarlouis Abstiegskampf. Aber auch der Tabellensechste Haar ist noch in Reichweite. Erst am Mittwoch standen die Ulmer zuletzt auf dem Platz. Die aufgrund der Europapokal-Teilnahme von Vizemeister Heidenheim vorgezogene Begegnung bei den Heideköpfen verlor der Aufsteiger des Vorjahrs mit 1:7.

Der neunte Spieltag

  • Brisanz:

    Besonders macht den neunten Spieltag in der Baseball-Bundesliga Süd die Konstellation. Die ersten vier Teams treten gegen die unteren vier Mannschaften an.

  • Partien:

    So empfängt Spitzenreiter Mainz den Fünften Stuttgart. Die punktgleichen Mannheimer haben den Letzten Saarlouis zu Gast. Der Dritte Heidenheim erwartet den Siebten München-Haar zum Schlagabtausch, während mit Ulm und Regensburger der Siebte und der Vierte aufeinandertreffen.

Die Legionäre hingegen gehen relativ ausgeruht in den Schlagabtausch mit Ulm. Auch wenn der einem Gewitter geschuldete Abbruch-Sieg gegen den Spitzenreiter die Regensburger nicht vollends glücklich stimmte. „So ein Topspiel willst du natürlich zu Ende spielen, egal wie es letztlich ausgeht. Man will zeigen, was man kann und sich bis zum Schluss beweisen“, sagte Legionär Lukas Jahn nach dem 7:0-Erfolg vor heimischer Kulisse gegen die Mainz Athletics. Nichtsdestotrotz sollte der erste Sieg im vierten Aufeinandertreffen mit dem Erzrivalen in dieser Saison den Oberpfälzern neues Selbstvertrauen verleihen. „Wir hätten natürlich gerne beide Spiele gewonnen. Aber wenn der Tabellenführer kommt und man einen Split erreicht, ist das schon positiv“, erklärte Jahn bei „LegionäreTV“.

Mehr Klarheit für die Play-offs

Die Mainzer verloren nicht nur Spiel zwei bei den Schwabelweisern, sondern auch die alleinige Spitzenposition im Süden. Diese müssen sich die Rheinhessen nun mit Rekordmeister Mannheim teilen. Nicht nur deshalb sind die Partien in Ulm für die Regensburger womöglich wegweisend. Die Konstellation an diesem Spieltag könnte mehr Klarheit in das Play-off-Bild bringen.

Denn die ersten vier Teams treffen jeweils auf die unteren Mannschaften in der Tabelle. Wer von den vorderen Klubs sich einen Patzer erlaubt, muss seine Position aller Voraussicht nach an den jeweiligen Verfolger abgeben. Im Umkehrschluss heißt das, wenn sich keiner der Top Vier an diesem Spieltag die Blöße gibt, können Mainz, Mannheim, Heidenheim und Regensburg langsam für die K. o.-Runde planen.

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