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Silvesterläufe

Corinna Harrer meldet sich zurück

Die Regensburgerin feiert in Trier als beste Deutsche ein gutes Comeback. Siege gab es auch für Unterholzner und Schneider in München.

  • Corinna Harrer musste sich beim Silvesterlauf in Trier nur vier Afrikanerinnen geschlagen geben. Foto: Thomas Frey/dpa

TRIER.Es war „nur“ ein fünfter Platz und doch die Wiedergeburt der Regensburger Läuferin Corinna Harrer beim Trierer Silvesterlauf. Hinter vier Afrikanerinnen ließ die Regensburgerin von der LG Telis Finanz, die am 19. Januar 24 Jahre alt wird, nach langen Monaten der Pannen und Verletzungen als erneut beste Deutsche alles Betrübliche hinter sich – auch wenn der dritte Sieg in Folge nicht gelang. Harrers Platzierung nach 16:09 Minuten ist insbesondere deshalb hoch einzuschätzen, weil sie mit den Sujew-Zwillingen, Gesa Felicitas Krause und Jana Sussmann erneut viele der deutschen EM-Starterinnen und fast die gesamte deutsche Spitze hinter sich ließ. Das Siegerpodest besetzten die Afrikanerinnen Nazret Weldu (Eritra/16:02), Yemmenu Tewabech (16:04) und Weynshet Weldetsadik (16:06/beide Äthiopien).

Harrers Teamkolleginnen Steffi Volke und Eva Schien mit ihrem letzten Lauf in der U-16-Altersklasse gewannen die Silvesterläufe in Kempten und Sandharlanden. Auch der renommierte Münchner Lauf war quasi in Telis-Hand: bei den Männern siegte Valentin Unterholzner, bei den Frauen die Ambergerin Anja Schneider, die 2015 ins Telis-Trikot schlüpfen wird.

Beim traditionellen Seubersdorfer Rennen überzeugte Frauensiegerin Constanze Boldt (SWC Regensburg). Vorjahressieger Jonas Fischer (LG Telis Finanz) musste sich diesmal Felix Mayerhöfer von der DJK Dasswang geschlagen geben. Auf der Langstrecke der Frauen gewann Boldts Teamkollegin Sonja Hackl. In Sandharlanden war nur der Landshuter Matthias Ewender schneller als Telis-Läufer Jonas Zweck. Dessen Teamkollege Tim Englbrecht gewann als Gesamtvierter die U-18-Wertung überlegen.

In München holten mit Mikki Heiß als Gesamtvierte und Sebastian Viehbeck als Gesamtneunter weitere Telis-Läufer Klassensiege in der W 40 und U 20. Monika Rausch wurde Sechste. In Kempten gelang Telis-Nachwuchstrainer Christophe Charyguet zudem Platz drei bei den Männern.

Auch die deutschen Männer-Asse Arne Gabius und Homiyu Tesfaye mussten in Trier den Ausdauerspezialisten aus Afrika den Vortritt lassen. Moses Kipsiro aus Uganda feierte bei der 25. Auflage der Traditionsveranstaltung seinen fünften Sieg. Der 28 Jahre alte Commonwealth-Meister gewann nach acht Kilometern in 23:05 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Äthiopier Tegen Hailemariam-Amare.

Der Frankfurter Mittelstreckler Tesfaye, WM-Fünfter über 1500 Meter, wurde vor 15 000 Zuschauern Dritter. Einen Platz dahinter landete zeitgleich in 23:17 Minuten der Tübinger Gabius (23:17), der seit seinem großartigen Marathon-Debüt vom Oktober in Frankfurt als neue Hoffnung auf der 42,195-Kilometer-Strecke gilt. „Vorher war ich mir nicht sicher, ob es mit dem fünften Sieg klappt, aber nach der vierten Runde war ich zuversichtlich“, sagte Kipsiro.

Für deutsche Erfolge sorgten beim Silvesterlauf in Bietigheim der Erfurter Rico Schwarz und Alina Reh vom TSV Erbach. Der 26 Jahre alte Schwarz setzte sich vor rund 20 000 Zuschauern entlang der Strecke rund einen Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe ab und gewann in 33:40 Minuten vor dem Kenianer Dickson Kurui und Markus Weiß-Latzko (Rechberghausen). Schwarz war im Sommer mit einem Patellasehnenanriss lange ausgefallen und hatte sich danach wieder herangekämpft. Entsprechend groß war seine Freude über den Erfolg: „Ich bin überglücklich.“ Bei den Frauen setzte sich das erst 17 Jahre alte Lauftalent Reh wie im Vorjahr durch. In 37:11 Minuten ließ sie Annett Horna (Rehlingen) und Hanna Klein (LG Limes-Rems) hinter sich. (orv/dpa)

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