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Tischtennis

Das DJK-Team bleibt abenteuerlustig

Aller schweren Dinge sind drei in der Regionalliga für das Team um Regensburgs „Grande Dame“ Gerti Dietrich.
Von Claus-Dieter Wotruba

Gerti Dietrich, Sibylle Bauer, Johanna Antes und Johanna Dietrich (von links) sind mit Freude in ein drittes Regionalligajahr gestartet. Foto: Brüssel
Gerti Dietrich, Sibylle Bauer, Johanna Antes und Johanna Dietrich (von links) sind mit Freude in ein drittes Regionalligajahr gestartet. Foto: Brüssel

Regensburg.Das wichtigste Wort hat vier Buchstaben. Mit „Spaß“ begründet Gerti Dietrich, warum sich die Damen der DJK Sportbund ein drittes Jahr in die Regionalliga stürzen. Die Dietrichs machen das im Sechserteam, zu dem mit Lisa Saur auch wieder eine Rückkehrerin aus Ettmannsdorf gehört, an maßgeblicher Stelle. Gerti Dietrich ist mit 55 Jahren nicht nur die „Grande Dame“ des Tischtennis-Sports, sondern auch die Frau fürs Organisatorische. Tochter Johanna ist die Mannschaftsführerin.

Eine Geschichte nach dem Aufstieg der DJK-Damen 2016 finden Sie hier.

„Diesmal gibt es allerdings kein Team, bei dem wir sagen können, wir gewinnen höchstwahrscheinlich“, blickt Gerti Dietrich auf das Zehnerfeld. „Mit Langweid und Birkland sind zwei solche Mannschaften raus. Die Liga ist stärker geworden.“ Abzulesen ist das an den Aufsteigern Landshut (mit zwei Ungarinnen) und Schwarza, aber auch am ersten DJK-Gast der Saison. Am Samstag kommt um 18 Uhr mit dem TV Hofstetten der Drittliga-Absteiger aus der Nähe von Aschaffenburg an die Sportbund-Heimspielstätte in der Grundschule Prüfening. „Die haben zwar ihre Nummer eins verloren, aber, wie man hört, auch adäquat ersetzt“, sagt Dietrich. „Wir rechnen nicht damit zu gewinnen. Hofstetten ist der Favorit.“

Verband verstand wenig Spaß

Der Saisonstart war kein Spaß – eigentlich. Denn weil Miriam Jaser (Schulterprobleme) und die kranke Johanna Antes nicht spielen konnten und noch zusätzliche Probleme auftauchten, mussten die DJK-Damen beim 2:8 in Landshut und dem 7:7 in Ettmannsdorf geschwächt auflaufen. In Sachen Verlegung verstand der Verband nämlich trotz einer Termineinigung mit Ettmannsdorf, das das gleiche Problem plagte, wenig Spaß und verweigerte die Zustimmung. „Dass sich Spielerinnen wie bei uns reinstellen, nur um anzutreten, ist sportlich blöd. Das ist erstaunlich und es macht auch nicht jeder“, wertet Gerti Dietrich die schweren Auftaktspiele als Zeichen des Zusammenhalts.

Die Doktorandinnen Sibylle Bauer und Miriam Jaser, die Studentinnen Lisa Saur und Johanna Dietrich und dazu Konrektorin Gerti Dietrich. „Wir hätten also alle durchaus genügend Anderes zu tun“, sagt Dietrich. Stattdessen beweist sich das Sextett ein weiteres Jahr in der vierthöchsten Spielklasse. „Und diesmal wird es eine Herausforderung“, ordnet Gerti Dietrich die Aufgabe ein. „Wir wollen auf jeden Fall vor dem Relegationsplatz landen.“ Bei zwei Absteigern und einem Team für die Relegation hieße das, dass man drei Mannschaften hinter sich lassen muss. Und es gilt früh zu punkten, weil die zweite Mannschaft aus Fürstenfeldbruck und die dritte Mannschaft aus Schwabhausen im Endspurt auf Verstärkung von oberen Teams zählen könnten. „So war das vergangenes Jahr auch“, sagt Dietrich.

Ein Porträt von Gerti Dietrich finden Sie hier.

Zur Debatte stand die Teilnahme aber nie. „Es war nie die Frage ob, sondern nur wie“, sagt Gerti Dietrich. „Einen Stamm von Fans haben wir ja.“ Unterstützer auch: „Wir haben jemand, der den Bus fährt und sponsert. Das war beim Aufstieg die Grundvoraussetzung. Es gibt viele Kleinigkeiten, die es erst möglich machen, dass wir Regionalliga spielen. Wir organisieren uns eben auch selber.“

Nur manchmal Selbstzweifel

Dennoch: „Auch wenn es mit viel Aufwand verbunden ist – wir sind guten Mutes“, sagt Gerti Dietrich und benennt die Regionalliga weiterhin als „Abenteuer“. Sie selbst kann nach wie vor mithalten. „Es war zuletzt schon so, dass ich die bin, die ein bissl mehr aussetzt“, sagt die 55-jährige Dauerbrennerin. „Nur wenn es nicht so läuft, fragt man sich schon mal, warum man das macht. Aber man muss ja auch was tun, bleibt fit und das ist gut.“

Und so bleibt das DJK-Team weiter das etwas andere Team. „Beim Gegner kommen oft vier Junge, die nicht mal Duschzeug dabeihaben, weil sie gleich nach dem Spiel weg sind. Wir dagegen gehen gerne auch mal essen.“ Weil’s Spaß macht eben.

Weitere Nachrichten aus dem Sport in und um Regensburg finden Sie hier.

Rund um die DJK-Tischtennis-Damen

  • Aufgebot:

    Der Kader besteht aus der Nummer eins Sibylle Bauer, Miriam Jaser, Lisa Saur, Johanna und Gerti Dietrich sowie Johanna Antes.

  • Heimspiele:

    Die DJK-Damen tragen ihre Partien in der Sporthalle der Grundschule Prüfening aus.

  • Termine:

    Nach dem Samstags-Heimspiel gegen Hofstetten (18 Uhr) folgen am 10. November (19 Uhr gegen Wilsdruff) und 1. Dezember (18 Uhr, gegen Wombach) weitere Auftritte. Am 17. November steht ein Doppel-Heimspiel gegen Schwabhausen III (13 Uhr) und Jena (18 Uhr) auf dem Programm.

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