MyMz

Fussball

Der Ball rollt wieder bis zur B-Klasse

Kreisspielleiter Rupert Karl ist glücklich über die Reduzierung der untersten Ligen und die neue Chance im Neun gegen Neun.
Von Claus-Dieter Wotruba

Der TV Hemau (in Rot) und der FC Pielenhofen-Adlersberg bestreiten am Freitagabend in der Kreisliga 2 das erste Saisonspiel. Foto: Schmautz
Der TV Hemau (in Rot) und der FC Pielenhofen-Adlersberg bestreiten am Freitagabend in der Kreisliga 2 das erste Saisonspiel. Foto: Schmautz

Regensburg.Mit zwei Spielen in den beiden Kreisligen beim BSC Regensburg und in Pielenhofen-Adlersberg, drei Kreisklassen-Partien in Bach, Köfering und Painten sowie einem A-Klassen-Match in Pirkensee-Ponholz startet der Fußballkreis Regensburg heute in die neue Saison. 181 Mannschaften in 13 Ligen hatten unter der Führung von Kreisspielleiter Rupert Karl und seiner Spielleiter Alexander Kalteis und Mike Koriath die neue Spielzeit in drei regionalen Spielgruppentagungen in Seubersdorf, Illkofen und beim VfB Regensburg vorbereitet.

Die Gruppeneinteilung bot dabei keinen großen Diskussionsstoff. Absteiger TV Oberndorf und der TSV Großberg mussten dabei diesmal der Kreisliga- Gruppe 2 zugeschlagen werden. Auch in der Kreisklasse-Gruppe 3 war dies mit dem SC Sinzing der Fall.

Schwieriger gestaltete sich die Einteilung der B-Klassen. Bereits seit längerer Zeit war der Wunsch der Spielleiter, die Anzahl von fünf auf vier Ligen zu verringern, um mit den überwiegend zweiten Mannschaften einen geordneten Spielbetrieb zu gewährleisten. Weil mit 57 Mannschaften ein Team zuviel für eine 14er-Stärke gemeldet gewesen war, wäre dies fast gescheitert. Die Vereine der B-Klasse 1 stimmten jedoch zu, mit 15 Teams zu spielen und damit vier Spieltage mehr auf dem Programm haben.

„Zu 90 Prozent Vorspiele“

Als „weiteren Fortschritt für die Aufrechterhaltung der zweiten Mannschaften“ wertete Rupert Karl die beschlossene Einführung des Projektes „9 gegen 9“. Damit soll erreicht werden, dass es in Zukunft weniger Spielverlegungen, Spielausfälle oder Nichtantretungen gibt. „Bei geringen Gruppenstärken kann es schnell passieren, dass du mal drei, vier Spieltage lang gar kein Spiel hast. Das wollten wir verhindern und können es jetzt“, sagt Karl. „Darüber bin ich sehr glücklich. Zudem haben wir ja auch zu 90 Prozent erreicht, dass zweite Mannschaften das Vorspiel für die Erste machen.“

Übrigens: Neun gegen Neun sieht Rupert Karl generell nach wie vor eher als „Notlösung. „Es ist eine Möglichkeit, bevor ein Spiel ausfällt oder eine Mannschaft sogar ausgeschlossen werden muss, weil sie dreimal nicht angetreten ist“, findet der Kreisspielleiter. Trotzdem werde man die Handhabung mit Argusaugen verfolgen: „Nicht, dass jemand zwei Spieler rausnimmt und neun gegen neun spielt, weil er sich dann mehr Aufstiegschancen ausrechnet. Dann müssten wir was ändern.“ Erstaunlich übrigens: Dass auch mit zwei Spielern pro Team auf das gleiche Großfeld wie bei elf gegen elf gespielt und die Aktiven noch ein wenig mehr laufen müssen, dagegen kam keine Klage. „Wir wollten erst einmal nicht zuviel Aufwand für die Vereine verursachen“, sagt Karl.

Drei neue Mannschaften

Im Fußballkreis sind auch drei neue Mannschaften mit am Ball. Den FC Romania gibt es zwar schon länger, er fand aber wegen der angespannten Platzlage erst jetzt in Regendorf seine Bleibe. Dazu meldet sich der SV Eilsbrunn erstmals seit der Saison 2004/05 im Punktspielgeschehen zurück. Damals hatte sich der Klub als Vorletzter der A-Klasse 3 verabschiedet. Jetzt versucht Eilsbrunn mit einem Youngsterteam sein Glück neu. Neu ist auch der SV Eintracht Döllwang-Waltersberg, zwei Ortsteilen der Gemeinde Deining im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt. „Die haben bisher in Mittelfranken gespielt und wollten unbedingt zu uns, weil ihnen die Fahrten zu weit geworden sind“, berichtet Rupert Karl.

Eine Abstimmung, den letzten Spieltag erst am 24. Mai 2020 auszutragen, schmetterten die Klubs ab, weil die Entscheidungs- bzw. Relegationsspiele so in die Pfingstferien gefallen wären. Bei der Vorstellung der Spielpläne vermeldet Karl nach der Wochenfrist des Einspruchs „soviele Spielverlegungen wie noch nie“. Freilich: Alles, was im Fußballkreis bei den Tagungen besprochen wurde, war nicht positiv. Das Sportgerichtsteam mit seinem Vorsitzenden Anton Kraus und den Beisitzern Ernst Provinsky und Günter Dietz hatte zahlenmäßig zwar mit 320 Fällen insgesamt 21 Prozent zu tun, aber die Fälle würden „aggressiver und schwerwiegender“, befand Karl. „Wir können nur immer wieder appellieren.“ Und auch der Respekt gegenüber den Schiedsrichtern sinkt: Trotz des allgemeinen Rückgangs stieg die Zahl der Vergehen gegenüber Referees nämlich von 26 auf 35.

Weitere Nachrichten aus dem Sport in und um Regensburg finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht