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Kegel

Die letzte Sport-Club-Kugel entschied

Mit der letzten Kugel und einem Kegel Unterschied holten sich die SC Kegler beim 5:3 in Wolfach-Oberwolfach Sieg und Punkte.
Von Dieter Waeber

Der allerletzte gefallene Kegel von Kristijan Stojanovic sicherte den SC-Keglern einen wertvollen Auswärtssieg. Foto: Brüssel
Der allerletzte gefallene Kegel von Kristijan Stojanovic sicherte den SC-Keglern einen wertvollen Auswärtssieg. Foto: Brüssel

Regensburg.Es war das erwartet schwere Spiel wie im Vorjahr: Dass bei den Sport-Club-Keglern aber erst die letzte Kugel in der 2. Kegel-Bundesliga die Entscheidung in Wolfach bringen sollte, setzte der Dramatik jedoch die Krone auf. Die schwer zu bespielende Bahnanlage ließ nicht zu, dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte, zumal die Regensburger allen Kampfgeist aufwendeten, um den Lapsus ihres Kapitäns im Startduo auszugleichen. Alle drei Drittel endeten mit 1:1 nach Sätzen, wobei die Gastgeber bis zwei Schub vor Schluss immer knapp ein paar Hölzer vorne lagen. Nach dem ersten Drittel waren es acht, nach dem zweiten Drittel zehn.

Kapitän Nils Deichner erwischte einen rabenschwarzen Tag und fand keinen Bezug zur Bahn. Gegen Jürgen Rommelfanger reichte es ins Volle noch zum knappen 357:360, beim Räumen zog Deichner aber mit 156:178 klar den Kürzeren und gab bei einem Gesamt von 513:538 seinen Punkt ab. Oskar Huth kam parallel zunächst gegen Hagen Neumann zu einem 1:1 nach Sätzen. Dann wechselte der Gastgeber Mario Faißt ein, was sich für den SC als Vorteil erwies. Denn Huth holte sich die Folgesätze zum 3:1 und zu einem Gesamt von 552:538 Kegel. Insbesondere die Schlussbahn des SClers mit 152:134 ließ sein Team bis auf acht Kegel herankommen.

Gastgeber wechseln aus

Das SC Mittelpaar spielte sehr ausgeglichen. Trotz der für die Bahnverhältnisse starken 555 Kegel musste sich Michael Gesierich gegen die 582er-Tagesbestleistung von Florian Haas geschlagen geben. Parallel holte Christoph Kaiser gegen Florian Faißt zunächst eine 1,5:0,5 Führung und 27 Gute. Als die Gastgeber wechselten, schien sich das Spiel zu drehen, weil der eingewechselte Marcel Dörfel mit 152:129 gleichzog. Doch Kaiser konterte und kam nach tollem Schlussspurt von 153:135 noch auf ein Gesamt von 556:531 Kegel. Zehn Kegel trennten die beiden Mannschaften vor dem letzten Drittel. Hier bekam es Taras Elsinger mit Björn Albrecht und Kristijan Stojanovic mit Marco Teller zu tun. Elsinger holte schnell in drei Sätzen 3:0 Punkte und hatte damit den Mannschaftspunkt bereits auf seiner Seite.

Nach 134:129, 151:141 und 149:135 holte der SC-Kegler zudem 29 Kegel auf die Habenseite des SC. Parallel zeigte Stojanovic ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Dem 145:122 folgten 125:165. Nach 123:135 im dritten Satz lag der SCler 1:2 nach Punkten und 29 Kegel zurück und egalisierte so die von Elsinger erarbeiteten Kegel.

So stand vor dem letzten Wechsel fest, dass die Mannschaftspunkte durch das 3:3 geteilt würden. Es musste also das Gesamtergebnis der getroffenen Kegel entscheiden. Und da lagen die Gastgeber zehn Kegel in Front. Als zunächst Elsinger ins Volle 12 Kegel abgab und Stojanovic nur sieben Kegel zurückholte, wuchs der Vorsprung der Gastgeber auf 15 Zähler an.

Spannung bis zum letzten Schub

Beim abschließenden Räumen holte der Sport-Club Kegel um Kegel auf. Das SC-Duo bewies starke Nerven und eine gute Taktik und wartete mit seiner jeweils letzten Kugel, bis die Hausherren ihr Spiel bereits abgeschlossen hatten. Vor dem jeweils letzten Schub standen bei Elsinger noch drei, bei Stojanovic noch ein Kegel. Zwei Kegel würden zum Unentschieden, drei zum Sieg reichen. Punktgenau spielte Elsinger zwei und Stojanovic traf im letzten Schub den letzten Kegel zum umjubelten Sieg. Elsinger schloss mit 560:540 und Stojanovic mit 548:557 ab.

Insgesamt hatten die Baden Württemberger ins Volle mit 2193:2150 die Nase vorn, beim Räumen dominierten aber die technisch versierteren Gäste aus Regensburg mit 1134:1090 Kegel. Entscheidend für den Sieg waren dabei sicher die Fehlwürfe, von denen sich die Wolfacher 18, der SC dagegen nur sieben leistete.

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