mz_logo

Sport aus Regensburg
Donnerstag, 20. September 2018 31° 1

Eiskunstlauf

ECR-Aushängeschild Herceg sucht die Form

Dem ECR-Talent misslang der internationale Saisoneinstand. Ein Sextett der Kaderläufer überzeugt beim Alpenpokal.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Die neue Saison begann nicht perfekt für Maria Herceg.
Die neue Saison begann nicht perfekt für Maria Herceg. Foto: Brüssel

Regensburg. Eiskunstlauf-Deutschland sucht händeringend nach Talenten. Immer wieder taucht eine Regensburgerin im Kreis des besten Nachwuchses des Landes auf. Maria Herceg, inzwischen 17 Jahre alt, ist eine von nur einer Handvoll aktueller Läuferinnen, auf denen die Hoffnungen. Doch für die Schülerin des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, bei der heuer das Abitur ansteht, lief der Einstieg in die Saison nicht, wie sich die Trainer Nicole Brünner und Ferdinand Dedovich vom EC Regensburg das wünschten.

Bei den Grand-Prix-Starts in Logrono/Spanien und der Heimstadt ihres Vaters in Zagreb reichte es zu Mittelplätzen im internationalen Feld ohne die erhoffte Punktzahl. Zudem verhindert eine Schleimbeutelentzündung nach einem Schlittschuhwechsel im Sommer derzeit das Training.

Vor allem der Auftritt in Zagreb stellte Nicole Brünner vor ein Rätsel. Dabei hatte sie mit dem Start einem ausdrücklichen Wunsch von Maria Herceg entsprochen. „ Ideal sind zwei Starts in so kurzer Zeit nicht. Aber es war ihre Entscheidung. Sie wollte das“, sagt Brünner und beobachtete durchaus konsterniert, wie „sie im Wettbewerb völlig neben sich stand. Vor allem habe ich sie kämpferisch noch nie so schlecht gesehen. In der Kür hat sie haargenau den gleichen Fehler eines Sturzes im Kurzprogramm wiederholt. Erst in der letzten halben Minute der Kür ging es wieder einigermaßen“, sagt sie über Herceg, die in der Vergangenheit sonst gerade in schwierigen Situationen mit Wettkampfqualitäten glänzte.

Die Lücke klafft

Nicole Brünner macht sich ein wenig Sorgen, weil das, was ihr Schützling an Zielen formuliert, und das, was sie derzeit sieht, auseinanderklaffen. „Die Mosaiksteinchen passen derzeit einfach nicht zusammen“, sagt die Trainerin. „Maria redet davon, dass sie bei den deutschen Meisterschaften Mitte Dezember unter die ersten drei bei den Frauen kommen will und von Grand-Prix-Starts im nächsten Jahr, andererseits bräuchten wir jetzt dringend einen Trainingsprozess von drei Wochen zum Einüben der Elemente.“ Denn für Ende November ist in Dortmund auch ein Frauen-Start bei der NRW-Trophy ins Visier genommen.

Dabei sollte ein 12-tägiger Kanada-Aufenthalt beim einstigen Eiskunstlauf-Superstar Brian Orser, einem Weltmeister mit sieben WM-Medaillen und zwei Olympia-Plaketten aus den Achtziger Jahren, für Motivation sorgen. Doch Maria Herceg kehrte eher müde und angestrengt vom Nordamerika-Ausflug zu Anfang der Sommerferien im August zurück. Für das ECR-Talent entscheiden die nächsten Wochen wohl ein wenig darüber, wohin der Weg führen wird.

Marold glänzt in der Schweiz

Auch die übrigen sechs ECR-Kaderläufer, die die bayerische Jugendmeisterschaft Ende November im Blick haben, hatten am Wochenende beim Alpenpokal in Flims in der Schweiz ihren ersten Auftritt – nahezu durchweg gelungen. Mit Ann-Christian Marold, die am Wochenende in Graz startet, wo sie im Vorjahr Zweite wurde, schickt sich das nächste Talent an, den nächsten Schritt zu machen. Die 12-Jährige, die mit Lutz, Rittberger, Toeloop und Salchow „drei, vier verschiedene Sprünge dreifach“ ausführt gewann ihre Wertung mit 54 Punkten. „Im Nachwuchs ist das eine Hausnummer“, sagt Brünner.

Dazu landete auch Jana Schwegler auf Rang eins, die Kraiczyk-Zwillinge Leon und Loris wurden Zweite und Vierte und Emily Kling belegte ebenfalls den zweiten Rang. Nur bei Katharina Kurz lief es als Siebte in der U-15-Werrtung nicht ganz so gut.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht