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Leichtathletik

Ein halbes Dutzend Titel für die Oberpfalz

Die Ziegler-Brüder, Pamela Spindler, Philipp Pflieger, Anna-Maria Riss und Franziska Reng kommen bei der bayerischen Meisterschaft auf Platz eins.

Manuel Ziegler war im Dreisprung nicht zu schlagen. Foto: Kiefner

Erding. Die beste Besetzung war es nicht, die die Oberpfalz nach Erding zur bayerischen Meisterschaft schicken konnte. Sechs Titel aber holten die Regensburger von der LG Telis Finanz dennoch. Neben den überzeugenden Vorstellungen von Pamela Spindler (100 Meter Hürden/13,32 Sekunden), Philipp Pflieger (1500 Meter /3:45,35 Minuten) und Manuel Ziegler (Dreisprung/15,71 Meter) kletterten auch die Youngster Simon Ziegler (Stabhochsprung Männer/4,60 Meter), Anna-Maria Riss (Weitsprung U20/5,47 Meter) und Franziska Reng (3000 Meter U18/10:17,43) aufs oberste Treppchen.

Fünfmal Silber ging an Pamela Spindler über 100 Meter (12,05, Vorlauf 12,00), Matthias Küsters im Stabhochsprung (4,40 m), Manuel Ziegler im Weitsprung (7,04m), Mario Saur über 400m Hürden mit seinem ersten Lauf unter 53 Sekunden (52,96) und 800-Meter-Läufer Sebastian Zundler mit Jahresbestleistung (1:51,01). Zwei Bronzemedaillen holten Sabine Hoja (Weit Frauen/5,60m) und U-18-Läufer Andreas Schmidt in seinem erst vierten 1500-Meter-Lauf (4:12,43).

Der DM-Zweite Manuel Ziegler empfand das Dreisprung-Ergebnis als „in Ordnung, zumal die Anlaufbahn sogar ein wenig bergauf ging“. Pamela Spindler musste sich über die 100 Meter der bisherigen Jahresbesten Martina Riedl beugen, erzielte dabei aber im Vorlauf mit 12,00 ihre bisher zweitbeste jemals gelaufene Zeit. Über die Hürden zeigte sie mit exzellenten 13,32 Sekunden einsame Qualitäten und distanzierte die Konkurrenz. Der Stabhochsprung der Männer erlebte einen engen Titelkampf der Telis-Männer Simon Ziegler und Matthias Küsters, den der Jugendliche für sich entschied und Nachwuchsläuferin Franziska Reng brillierte nicht nur mit einer Steigerung ihres Hausrekords um 14 Sekunden, sondern zeigte dabei auch feine Spurtqualitäten.

Nur dem DM-Zweiten über die 3000 Meter Hindernis Michael Willms (1:50,63) musste sich Telis-Mittelstreckler Sebastian Zundler trotz neuer, sehr guter Jahresbestzeit knapp beugen. Am nächsten Tag biss sich der 800-Meter-Meister an EM-Starter Philipp Pflieger die Zähne aus, der sich nach den Helsinki-Strapazen zwar „immer noch kaputt und todmüde fühlte“, aber auf der letzten Runde einen Spurt vom Feinsten auspackte und mit 3:45,35 ein bei den „Bayerischen“ schon lange nicht mehr gesehenes Ergebnis auspackte.

Teamkollege Jonas Zweck lief auf Platz fünf mit 3:50,78min seine zweitbeste jemals gelaufene Zeit. Bei den Telis-Viertelmeilern sprang durch Peter Haller (50,57) und Lukas Zweck (50,66) ein fünfter und siebter Rang heraus, Sabrina Lang landete über 3000 Meter der U20 auf Rang vier (10:48,04), erzielte tags darauf über die halb so lange Distanz als Siebte Hausrekord (4:58,57). U18-Läufer Andreas Schmidt steigerte als Vierter über 800m seine persönliche Bestzeit auf 2:00,46. U20-Sprinterin Luka Krampert landete im 100m Finale mit 12,74sec bei Gegenwind auf Rang fünf, für Langstrecklerin Steffi Perfler endete die „Sprintdistanz“ 800 Meter auf Rang neun bei den Frauen (2:21,10). Über 1500 Meter gelang ihr Platz sechs (4:42,75), ein wenig schneller war Teamkollegin Anna Plinke als Fünfte (4:39,76).

Im Nachwuchsbereich konnte der TV Bad Kötzting mit den Siegen von Lena Fischer (800 Meter U18/2:15,08), Laura Weiß (100 m/100 m Hürden U20; 12,05/14,56s) – zugleich noch Zweite über 200m in 24,96s – sowie den Vizetitel von Elisabeth Plötz (800m U18/2:16,37) glänzen. (orv)

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