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Futsal

Ein Titel motiviert vier 1889-Futsaler

Der Länderpokalsieg ging mit Regensburger Hilfe nach Bayern. Jetzt wartet auf den SSV Jahn 1889 der Alltag gegen Penzberg.
Von Claus-Dieter Wotruba

Vierfache Regensburger Beteiligung am deutschen Titel für die bayerische Auswahl: Verbandstrainer Philipp Ropers (links) und Thorsten Porkert (rechts) coachten das Team, in dem Alberto Rodriguez (2. v. l.) und Neu-Nationalspieler Alexander Günter groß auftrumpften. Foto: Vogel
Vierfache Regensburger Beteiligung am deutschen Titel für die bayerische Auswahl: Verbandstrainer Philipp Ropers (links) und Thorsten Porkert (rechts) coachten das Team, in dem Alberto Rodriguez (2. v. l.) und Neu-Nationalspieler Alexander Günter groß auftrumpften. Foto: Vogel

Regensburg.Besser lässt sich eine Pause nicht überbrücken, besser lässt sich ein Jahr nicht beginnen: Der vierfachen Regensburger Beteiligung war es geschuldet, dass sich die bayerische Futsal-Auswahl beim DFB-Landesauswahlturnier in Duisburg am vergangen Sonntag nach drei Turniertagen mit fünf Siegen in fünf Spielen erstmals in die Siegerliste eintrug. Alexander Günter als Kapitän und der Spanier Alberto Rodriguez standen auf dem Feld, Philipp Ropers als Verbandstrainer und Thorsten Porkert coachten die Bayern erfolgreich zum Sieg.

Regionalliga

1889-Futsaler bescheren sich vorzeitig

Ein 7:3 in Hessen festigt Platz drei und eine gute Ausgangsbasis fürs neue Jahr. Ein Spieler ist besonders motiviert.

In den Liga-Alltag in der Futsal-Regionalliga kehrt das Quartett mit breiter Brust zurück. Im Kampf um einen der beiden Plätze, die zur angestrebten DM-Teilnahme berechtigen, warten am Samstag (18 Uhr) mit dem FC Penzberg und eine Woche später gegen die Villalobos aus Karlsruhe zwei Heimspiele in der Nord-Halle in der Isarstraße auf die 1889er.

„Natürlich wirkt sich so ein Erfolg aus und wird in den Verein mitgenommen“, sagt Philipp Ropers, der wieder in die Spielerrolle schlüpft. „Als Fußballer bin ich relativ schnell in die Trainerrolle gewechselt“, sagt der 26-Jährige, der beim MTV Dießen am Ammersee zuhause ist. „Aber im Futsal habe ich nach wie vor das Ziel, auch in der Bundesliga zu spielen.“ Im vergangenen Herbst war die Einführung für die Saison 2021/22 vom DFB-Bundestag beschlossen worden.

Günter wieder im DFB-Aufgebot

Das bayerische Auftreten hatte auch sofort weitere Konsequenzen. Bundestrainer Marcel Loosveld nominierte mit Alexander Günter, Alexander Weber (jetzt Futsal Allgäu, spielte ebenfalls schon für den SSV Jahn 1889), Matthias Franke (Futsal Allgäu), David Luksch (FC Deisenhofen) und dem Deisenhofener U-19-Torwart Michael Loroff prompt einen bayerischen Schwung an Spielern für das vorläufige Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, für die vom 25. Januar bis 1. Februar mit der EM-Qualifikationsgruppe in Georgien der nächste große und wichtige Turnierauftritt ansteht. „Seit Alex beim Lehrgang in Barcelona das erste Mal beim Nationalteam war, ist er nicht 100, sondern 110 Prozent motiviert“, hat Philipp Ropers beobachtet. „Er ist ja auch der beste Pivot (ein Futsal-Begriff für Stoßstürmer, d. Red.) in Deutschland und hat die Berufung wie die anderen sehr verdient.“

Fünf Bayern-Siege,sechs Günter-Tore

  • Tore:

    ;Mit sechs Treffern war Alexander Günter vom SSV Jahn 1889 der beste Torschütze. Auch Teamkollege Alberto Rodriguez trug ein Tor bei. Gecoacht wurde die Bayernauswahl mit Philipp Ropers und Thorsten Porkert ebenfalls von zwei Regensburgern.

Wegen Günters Fehlen wird das für Regionalliga-Platz zwei so wegweisende Oberpfalz-Derby mit Wackersdorf, das momentan bei einem Spiel weniger mit drei Punkten mehr auf dem begehrten zweiten Platz hinter dem deutschen Meister aus Weilimdorf steht, vom ursprünglich angesetzten Termin am 26. Januar erst einmal verlegt werden müssen. Die 1889-Futsaler sollten sich dazu davor keinen Ausrutscher erlauben. „Ohne den Gegnern zu nahe treten zu wollen, aber wir müssen, wollen und werden die nächsten zwei Spiele auch gewinnen“, sagt Ropers.

Ein Nationalspieler debütiert

1889-Abteilungsleiter Oliver Vogel weiß um die Stärke des Aufsteigers Penzberg. „Das ist eine robuste Mannschaft“, sagt er und hat wieder einmal einen Neuzugang aus dem Ärmel geschüttelt. Mit dem 27-jährigen Adi Vrebac, der zuletzt bei Fortuna Düsseldorf auflief, weil sein Vater dort eine Fußballschule betreibt, wird ein österreichischer Nationalspieler erstmals dabei sein. „Er will unbedingt mal um die Meisterschaft mitspielen“, erläutert Vogel die Hintergründe des Wechsels.

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