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Handball

Ein Trio weiß nicht recht, wo es steht

Auch Frauen-Bayernligist Mintraching wird bis November Zeit brauchen. SVO kämpft um die Liga, ESV II mit schmalem Kader
Von Gerd Winkler

Wolfgang Völkl grübelt noch, wie stark seine Mintrachinger Handballfrauen sind. Foto: Brüssel
Wolfgang Völkl grübelt noch, wie stark seine Mintrachinger Handballfrauen sind. Foto: Brüssel

Regensburg.Trainer Wolfgang Völkl von Frauen-Bayernligist SG Mintraching legt sich vor dem Saisonauftakt am Samstag um 19 Uhr zuhause gegen Neuling VfL Günzburg noch nicht auf ein Saisonziel fest: „Gute Frage, nächste Frage“, rätselt der erfahrene Coach: „Wir haben einen Riesenumbruch hinter uns, jetzt eine verdammt junge Mannschaft. Im November können wir uns darüber unterhalten.“ Mit der Truppe der Vorsaison würde er Platz vier bis sieben anpeilen.

Den Verlust von fünf erfahrenen Akteuren müssen im 15er-Kader fünf A-Jugendliche sowie die aus Obertraubling gewechselten Sabrina Baierer und Steffi Senft auffangen. Weil die SG mit der A-Jugend die Qualifikation zur Bayernliga geschafft hat, werden Terminüberschneidungen zu Buche schlagen. Bis auf die favorisierten HSG Würm-Mitte, HC Erlangen und HG Zirndorf könne jeder jeden schlagen, meint Völkl. Im Gegensatz zum Vorjahr dürfte es kein punkteloses Kanonenfutter wie HG Ingolstadt geben, ist er überzeugt: „Du hast heuer stärkere Aufsteiger als zuletzt.“ Die Vorbereitung sei nach Plan gelaufen, aber es ist noch viel zu erarbeiten, sagt Völkl.

Laut Trainerin Judith Pimpl kann es für den Frauen-Landesligisten SV Obertraubling wohl nur um den Klassenerhalt gehen. Und zwar dieses Mal bitteschön ohne Relegation: „Sonst müssen wir wieder vier Wochen länger trainieren als die anderen Mannschaften, das verkürzt die Sommerpause.“ Ein erster Gradmesser ist zum Start am Sonntag um 16.30 Uhr in der heimischen Mehrzweckhalle der Vorjahresfünfte DJK Rimpar. „Die Vorbereitung ist nicht optimal gelaufen, und Sabrina Baierer hat eine große Lücke hinterlassen“, bedauert Pimpl den Stand der Dinge. Sie hofft, dass der Nachholbedarf keine Spuren hinterlässt: „In dieser Liga musst du körperlich etwas mitbringen, die Gefahr ist, dass du einfach verletzungsanfälliger bist.“ Unverändert bleibt die angespannte Hallen-Situation, die für Landesliga-Verhältnisse einzigartig sein dürfte. Seit dieser Trainingswoche greift wieder der Winterplan. Heißt: Bis zum Frühjahr müssen sich Pimpls Schützlinge mit den Bezirksoberliga-Männern beim Üben eine Halle teilen.

Angesichts von drei Neuen und gleich sechs Abgängen weiß Übungsleiter Daniel Kessler von Obertraublings Ligarivalen ESV 1927 II noch nicht so recht, was mit dem schmalen 12er-Kader möglich ist. Lässt es der Spielplan zu, gibt es Unterstützung von der Bayernliga-A-Juniorinnen. Die Vorbereitung war für Kessler ein zweischneidiges Schwert: „Die lief erst in den letzten Wochen besser. Vorher gab es zwar gute Trainingsleistungen der Mädels, aber leider viele Absenzen.“ Die viele Änderungen im Kader werden Einfluss auf das Spiel haben, sagt Kessler, aber die Abläufe werden langsam besser.

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