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Handball

Eine Belohnung für die ESV-Frauen

Die Drittliga-Frauen fahren zum Gipfel nach Metzingen. Derweil erwarten die Adler den Bayernliga-Dritten VfL Günzburg.
Von Gerd Winkler

Finale Regeneration bei Physiofit Eckert: Kreisläuferin Sara Mustafic, Rechtsaußen Nicole Schiegerl, Torfrau Chiara Zellner, Halbrechts Franzi Peter und Halblinks Anna Fuhrmann vom ESV 1927 sind bei Sportwissenschaftlerin und Ex-ESVlerin Lavinia Albescu in besten Händen. Foto: Robert Torunsky
Finale Regeneration bei Physiofit Eckert: Kreisläuferin Sara Mustafic, Rechtsaußen Nicole Schiegerl, Torfrau Chiara Zellner, Halbrechts Franzi Peter und Halblinks Anna Fuhrmann vom ESV 1927 sind bei Sportwissenschaftlerin und Ex-ESVlerin Lavinia Albescu in besten Händen. Foto: Robert Torunsky

Regensburg.Mit beißender Kritik (die MZ berichtete) an der Fitness der Mannschaft hat Simon Dillinger, sportlicher Leiter der im Sinkflug befindlichen Adler von Männer-Bayernligist SG Regensburg (8., 13:15 Punkte), vor einer Woche eine Diskussion ins Laufen gebracht. Wer ist zuständig, wer trägt die finale Verantwortung – der einzelne Spieler oder Trainer Kai-Uwe Pekrul? Bis dato hat sich Dillinger nicht dazu erklären wollen, geht auf Tauchstation.

Den Trend von 1:9 Punkten hatte Dillinger daran festgemacht, dass mangelnde Fitness zu den Konzentrationsfehlern in Form von leichten Ballverlusten führe. Nun am Samstag erwarteten die gerupften Adler um 19 Uhr den ersatzgeschwächten VfL Günzburg (3., 22:6) im Horst.

Die bayerischen Schwaben bauen auf die erste Spielergeneration von Akteuren um die 22 bis 24 Jahren, die seinerzeit A-Jugend-Bundesliga spielte. Der Stabwechsel vorigen Sommer von Trainer Stefan Hofmeister hin zu Gabor Czako hat Günzburg wohl ein Schub verliehen: Jetzt spielte der Traditionsverein plötzlich um den Aufstieg in die dritte Liga mit.

Das einzige Spiel ohne Druck

Derweil steht den Drittliga-Frauen des ESV 1927 Regensburg (2., 21:5) am Sonntag um 17 Uhr der Gang zum Spitzenreiter TuS Metzingen II (22:4) bevor. „Das einzige Spiel, in dem wir ohne Druck aufspielen können, wo wir nicht unbedingt gewinnen müssen“, sagt Coach Stefan von Frankenberg. In der Trainingswoche musste er auf die Torfrauen Kristina Hurtova (verhindert) und Chiara Zellner (verletzt) verzichten.

Topspiel beim ESV II

  • Vorrunde:

    Beim Hinrundenspiel am 12. Oktober in Kitzingen erzielte Andreea Popovici sieben Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 18:18. Beim 17:12 (46.) steuerte der ESV zwischenzeitlich auf einen Auswärtssieg zu.

Zurück zum Thema Fitness: Bei den Eisenbahnern sind im Sommer 2017 Stefan von Frankenberg und Ingo Gömmel als Trainerduo mit klarer Aufgabenteilung angetreten. Von Frankenberg trägt die Verantwortung für Aufstellung und Taktik, greift korrigierend im Spiel ein. Der im Dezember zurückgetretene Gömmel war bis dahin für die Abwehrarbeit sowie für die Fitness der Spielerinnen zuständig. Gömmel bolzte dienstags handballspezifische Bewegungen.„Das positionsspezifische Training der Athletik und der Kraft ist Grundvoraussetzung, um verletzungsfrei spielen zu können“, sagt der A-Lizenzinhaber: „Die Mädels haben sehr schnell gemerkt, dass ihnen das gut tut, haben das gerne angenommen“. Die einst muskulär anfällige Anna Fuhrmann ist nicht mehr geplagt, und Niederlagen des ESV waren nicht mangelnder Fitness geschuldet. Notiz am Rande: Seinen Rücktritt, der wohl durch ein Missverständnis in der Kommunikation durch die Abteilungsführung zustande kam, hat Gömmel verdaut: „Emotional bin ich jetzt weg, nächste Saison arbeit ich im Jugendbereich des HC Erlangen.“

Wo Kondition gebolzt wird, wird auch regeneriert: Nach dem 24:23-Heimsieg über Schozach haben die ESVlerinnen eine besondere Belohnung erhalten: einen Regenerationstag bei Physiofit Eckert in Regenstauf. Abteilungsleiter Oliver-Peter Hammel hatte einen speziellen Workshop zur Minimierung des Verletzungsrisikos im Handball konzipiert. Zunächst wurden zahlreiche Stabilitäts-, Beweglichkeits- und Sprungweitentests durchgeführt und ermittelt, wo die Spielerinnen Steigerungspotenzial haben. Anschließend vermittelte Hammel Wissenswertes zur Schulter- und Knieprävention und individuelle Übungen.

Schwimmbad, Sauna, Salzgrotte

Die ehemalige Vize-Junioren-Weltmeisterin Franzi Peter war begeistert: „Wir haben sehr viel Interessantes gelernt, gerade über den eigenen Körper.“ Von Frankenberg will die neuen Übungen in den Trainingsalltag und in die persönliche Aufwärmroutine vor den Spielen integrieren. Nach dem Workshop machten die Spielerinnen neben physiotherapeutischen Behandlungen und Regenerationsmassagen auch von Schwimmbad, Sauna und Salzgrotte regen Gebrauch. Bereits in der Saisonvorbereitung hatte das aktuell beste bayerische Frauen-Team bei einem „Boot Camp“ geschwitzt.

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