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Handball

ESV 1927 baut auf sein Trainer-Team

Abteilungsleiter Müller spricht über die Verlängerung mit dem Duo Gömmel/von Frankenberg und weitere Personalien.
Von Gerd Winkler

Bis Jahresende müssen das Trainerduo Stefan von Frankenberg (li.) und Ingo Gömmel noch in die Sporthalle in Königswiesen ausweichen. Foto: Brüssel
Bis Jahresende müssen das Trainerduo Stefan von Frankenberg (li.) und Ingo Gömmel noch in die Sporthalle in Königswiesen ausweichen. Foto: Brüssel

Regensburg.Seit Sommer 2017 coachen Stefan von Frankenberg und Ingo Gömmel die Handballfrauen des Drittligisten ESV 1927 Regensburg. Das erste Jahr schlossen die Bunker-Ladies als Achter ab, mit vorübergehendem Kontakt zur Abstiegszone. Die Saison 2018/19 beendeten die Blau-Schwarzen als Vizemeister. Abteilungsleiter Dieter Müller hat mit von Frankenberg und Gömmel wieder ein Jahr verlängert. Über das Machbare für die nächste Saison hält er sich bedeckt.

Herr Müller, dass die Trainer an Bord bleiben, war logisch, oder?


Wir sind mit der Arbeit hochzufrieden. Die Mannschaft spielt erheblich schneller nach vorne und hat im letzten Jahr noch einmal einen Leistungssprung gemacht. Mannschaft und Trainer passen zusammen – das ist beim Mannschaftssport das entscheidende. Die Verlängerung hat zwei Minuten gedauert: ‚Macht Ihr weiter, ja oder nein?‘ Mit Handschlag haben wir das beschlossen. Einen Vertrag gibt’s bei uns nicht, das ist Vertrauenssache.

Ihr Fazit zur abgelaufenen Saison?

Mit dem zweiten Platz hat überhaupt keiner gerechnet. Wir sind konstanter geworden. Natürlich liegt das auch am Personal, das jetzt ein anderes ist, als es Vorgängerin Judith Pimpl hatte. Ich bin überzeugt: Ohne unsere überflüssigen Niederlagen in Pforzheim und Kappelwindeck hätte sich Freiburg mit der Meisterschaft schwerer getan.

Apropos Personal: Wer hat sich am meisten weiterentwickelt?

Es gibt keine hervorzuheben. Oft waren unterschiedliche Spielerinnen entscheidend. Mal war’s die Torfrau, mal war’s Franzi Peter, mal waren’s Natascha Weber oder Anna Fuhrmann. Unser großes Plus ist, dass wir auf jeder Position gefährlich sind. Und dadurch für den Gegner schlecht auszurechnen: ‚Auf wenn muss ich aufpassen? Wer hat heute einen guten Tag?‘

Wo sehen Sie am meisten Handlungsbedarf?

Mit Sicherheit ist der Abwehrverband als Ganzes zu verbessern. Und das individuelle Abwehrverhalten der Einzelnen bei Eins-gegen-Eins.

Seit dem neuen Jahr schnuppern die B-Jugendlichen Sophia Peter und Annalena Kessler rein…

Das sind 16-Jährige, die noch kein Spiel entscheiden. Die sind auch körperlich unterlegen. Bei der gescheiterten Qualifikation zur Jugend-Bundesliga war zu sehen, dass auch sie von den Mitspielern abhängig sind. Mit starken Leuten kannst du in einer neuen Mannschaft leichter Fuß fassen. Dadurch steigerst du schon mal automatisch die eigene Leistung.

Beim ersten Aufstieg in die 2. Liga vor 16 Jahren ist der ESV als Vizemeister als Nachrücker zum Zug gekommen. Wie sieht es aktuell aus?

Das Thema ist abgeschlossen. Die Lizenzen für die Bundesliga und 2. Liga sind erteilt. Somit spielen wir weiterhin in der 3. Liga.

Die Sanierung der Halle läuft…

Das Gerüst wird gerade aufgebaut, dann die Wärmedämmung angebracht. Die Tribüne wird sich kaum verändern. Sitzplätze, wie in Königswiesen, sind von der Bauverordnung nicht möglich. Wir hoffen alle, dass wir im Dezember wieder im Bunker spielen können.

Mit Isabel Toth von Drittliga-Absteiger Würm-Mitte ist der erste Neuzugang fix. Wer kommt noch?

Mit Isi erhöhen wir nochmal die Torgefahr aus der Distanz. Mit zwei Spielerinnen - eine für den Kreis, eine Allrounderin für den Rückraum - sind wir kurz vor dem Abschluss. Es geht’s nur noch um’s Studium.

Zum Abschluss: Was ist nächste Saison möglich?

Wir haben ehrgeizige Spielerinnen, wir haben ehrgeizige Trainer – die Voraussetzung, dass wir ein bisserl besser werden. Wir wollen weniger Tore kriegen, wir wollen mehr Tore werfen. Was dann rauskommt, mal sehen (grinst)…

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Die erste Neue

  • Neuzugang:

    Die bald 19-jährige Isabel Toth kommt von Absteiger HSG Würm-Mitte in die Domstadt, wo sie ihr Studium fortsetzt.

  • Ex-Verein:

    Beim Heimatverein MTV Ingolstadt entwickelte sich die Rechtshänderin zur BHV-Auswahlspielerin, bevor die 2. Bundesliga beim TSV Haunstetten lockte. 2018/2019 war die Rückraumspielerin, die am liebsten halblinks spielt, mit 96 Treffern die erfolgreichste Werferin der HSG.

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