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Handball

ESV-Frauen winkt Tuchfühlung zur Spitze

Der Drittliga-Tabellenführer SV Allensbach gibt am Samstagabend seine Visitenkarte in Regensburg ab.
Von Gerd Winkler

Franzi Peter (Mitte, Nummer acht) und Co. punkten diesmal auch gegen Topteams. Foto: Nickl
Franzi Peter (Mitte, Nummer acht) und Co. punkten diesmal auch gegen Topteams. Foto: Nickl

Regensburg.Auch wenn des Öfteren mit einem klaren Vorsprung im Rücken in der zweiten Halbzeit der Schlendrian Einzug hält, und daher die Siege für die Handballfrauen des ESV 1927 Regensburg (4., 16:6 Punkte) in der 3. Liga Süd nicht überdeutlich ausfallen, ist die Truppe von Trainer Stefan von Frankenberg gut unterwegs. In Zahlen: Vor einem Jahr hatte der ESV am Ende der Vorrunde vier Zähler weniger auf dem Konto. Die Perspektive nun: Am Samstag (19.30 Uhr) in der ungeliebten Sporthalle Königswiesen können Franzi Peter & Co. zum Rückrundenstart mit einem Erfolg über Spitzenreiter SV Allensbach (19:3) zu diesem auf Tuchfühlung gehen.

„Vergangene Saison haben wir gegen keine Mannschaft gewonnen, die vor uns lag, weil wir spielerisch nicht mithalten konnten. Wir mussten die Punkte gegen die unteren holen“, vergleicht von Frankenberg beide Hinrunden. Und jetzt: „Allensbach ist vor uns, dort haben wir gewonnen. Freiburg ist vor uns, dort haben wir gewonnen“, freut sich der ESV-Coach: „An den Spitzenteams sind wir dran, auch was das Spielerische angeht.“

Keine typischen Aufsteiger

Die größere Ausbeute an Zählbarem sei umso höher zu bewerten, weil „insgesamt die Liga stärker geworden ist. Die Aufsteiger sind heuer keine typischen Aufsteiger, die du mal mit links erledigst.“ Dass es so gut läuft, ist auch den fünf Neuzugängen geschuldet, die in allen Mannschaftsteilen das Niveau erhöht haben. Eine Garantie für ein besseres Teamergebnis sei das nicht. „Wir machen nicht viel anders, wir können auf das Trainierte der Vorsaison aufbauen“, sagt von Frankenberg: „Durch die ständigen Wiederholungen setzt du es irgendwann um.“ Entscheidend sei, dass seine Schützlinge das Vertrauen und die Überzeugung hätten, dass es funktionieren kann: „Ins Risiko gehen. Wenn du schnell spielst, hast du halt mal einen Ballverlust“.

Meinungen aus Allensbach

  • Bilanz:

    Allensbach hat alle seine fünf Auswärtsspiele gewonnen.

  • Vorrunde:

    „Wir sind ohne große Blessuren und Krankheiten durchgekommen“, so Manager Lebherz.

  • Rückrunde:

    „Wir wollen weiter vorne mitspielen und schauen, was dabei am Schluss herauskommt.“

  • Liga:

    „Die Südgruppe ist für mich die stärkste aller vier Staffeln.“

Die Entwicklung der Mannschaft sei nicht abgeschlossen, das Potential jeder Einzelnen nicht ausgereizt. Von Frankenberg: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit die jüngste Mannschaft in der Liga haben.“ Wenn von Frankenberg die A-Jugendlichen Sara Ohsam und Pia Klenk mitrechnet, komme er auf einen Altersdurchschnitt um die 20 Jahre. Jedes Jahr in der dritten Liga erhöhe das Leistungsvermögen und die Erfahrung.

Es ist kalt in der Halle

Gerne erinnert sich der Franke an den 15. September zurück, als zum Auftakt der Saison 2018/19 ein 32:29-Sieg am Bodensee gelang. „Allensbach will aufsteigen, die hatten den Druck. Wir hatten im ersten Spiel nix zu verlieren, das hat man gemerkt“, blickt der 46-Jährige zurück: „Du weißt nicht, wo du stehst. Wir wussten aber, dass wir eine sehr gute Vorbereitung hinter uns hatten.“ Mehr Sorgen als der Gegner machen die Bedingungen in der Halle. „Gegen Würm-Mitte hatten wir bei uns am Spielfeld 18, 19 Grad. Das musst du taktisch berücksichtigen“, bedauert von Frankenberg: „Du musst alle zehn Minuten jede zum Einsatz bringen, sonst wird die kalt und das Verletzungsrisiko steigt.“

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