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Handball

ESV Regensburg steht vor Schlüsselspiel

Gegen Sulzbach kehrt Judith Pimpl auf die Trainerbank zurück und Ex-Nationalspielerin Sara Walzik feiert ein Comeback.
Von Robert Torunsky, MZ

Die 34-malige Nationalspielerin Sara Walzik verstärkt das ESV-Team ab sofort wieder.
Die 34-malige Nationalspielerin Sara Walzik verstärkt das ESV-Team ab sofort wieder. Foto: Archiv (Brüssel)

Regensburg.Der ESV 1927 Regensburg blickt auf eine turbulente Woche zurück: Über das spielfreie Faschingswochenende entschieden sich die Verantwortlichen nach eingehender Analyse der sportlichen Situation mit nur drei Siegen aus 14 Spielen, sich von Trainer Udo Hermannstädter zu trennen. Anschließend glühten die Telefondrähte, denn Erfolgstrainerin Judith Pimpl, die vor der Saison den Stab an Hermannstädter übergeben hatte, knüpfte ihr Comeback auf der ESV-Trainerbank an die Bedingung, dass die Mannschaft diesen Schritt mitträgt: „Ich kannte ja nur gut die Hälfte persönlich, die neuen Spielerinnen sind erst nach meinem Abschied nach Regensburg gekommen.“

ESV-Team gab grünes Licht

Das Team gab bei einer Besprechung am Montag grünes Licht und die Herkulesaufgabe wird gemeinsam angegangen. „Wir haben aktuell zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Es könnten aber bald auch vier sein, da Waiblingen ein Spiel weniger ausgetragen hat“, ist sich Judith Pimpl der schweren Lage bewusst, die die Zahlen deutlich ausdrücken.

Deswegen tut es gut, dass sich sich die Mannschaft auf eine weitere Rückkehrerin freuen kann: Ex-Nationalspielerin Sara Walzik (34 Länderspiele für Deutschland), die wie Judith Pimpl nach der abgelaufenen Runde ebenfalls eine Handballpause eingelegt hatte, streift sich das ESV-Trikot wieder über. Die 28-Jährige präsentierte sich in den Trainingseinheiten in beneidenswerter Form und wird das junge Team nicht nur handballerisch, sondern auch durch ihre Qualitäten als Führungsspielerin enorm verstärken.

Bei der doppelten Rückkehr steht am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Dechbettener Brücke gleich das eminent wichtige Duell mit dem Tabellenelften HSG Sulzbach/Leidersbach an. Für beide Teams ist das bayerische Derby realistisch betrachtet wohl die letzte Chance, sportlich den Klassenerhalt zu schaffen. Im Hinspiel wurden die Oberpfälzerinnen bei der 16:26-Auswärtsniederlage von den Rhein-Main-Bienen empfindlich gestochen. Der Revanchegedanke ist aber nur eine Randnotiz des „Vier-Punkte-Endspiels“, denn für die Gastgeberinnen geht es in erster Linie um die für den Ligaverbleib überlebenswichtigen Zähler.

Gäste kommen mit Fanbus

Die Gäste aus Unterfranken, die bereits in der vergangenen Saison den Klassenerhalt erst über die Relegation sicherten, haben einen Punkt weniger auf der Habenseite als der ESV und werden alles daran setzen, mit einem Auswärtserfolg die Plätze mit dem Heimteam zu tauschen. Deshalb kommt Sulzbach/Leidersbach mit einem Fanbus angereist, um auch auf den Rängen dagegenhalten zu können.

Die Regensburgerinnen hoffen ihrerseits, dass auch die einheimischen Fans nach dem grandiosen Titelgewinn der Männernationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen nicht nur Lust auf den attraktiven Hallensport haben, sondern auch mit ihrer Unterstützung dafür sorgen, dass es in Regensburg weiter Spitzenhandball zu sehen gibt.

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