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Handball

ESV und Adler müssen Farbe zu bekennen

Frauen-Drittligist ESV 1927 startet zuhause gegen Möglingen, Männer-Bayernligist SG Regensburg bei Neuling Heidingsfeld.
Von Gerd Winkler

Trainer Stefan von Frankenberg und die ESV-Frauen erwarten zum Drittliga-Start am Samstagabend Möglingen. Foto: Christian Brüssel
Trainer Stefan von Frankenberg und die ESV-Frauen erwarten zum Drittliga-Start am Samstagabend Möglingen. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Am Samstagabend bestreiten um 19 Uhr in der Sporthalle Königswiesen die Drittliga-Frauen des ESV 1927 Regensburg gegen den Vorjahressechsten TV Möglingen die erste Etappe Richtung Meisterschaft. Direkt und indirekt haben das im Vorfeld Abteilungsleiter Dieter Müller und Trainer Stefan von Frankenberg zum Ziel erklärt. Nach der Vizemeisterschaft im Frühjahr nähren die drittliga-erfahrenen Neuzugänge Amelie Bayerl (HCD Gröbenzell), Isabel Toth (HSG Würm-Mitte) und Julia Drachsler (TS Herzogenaurach) die Ambitionen an der Dechbettener Brücke. Nach dem letzten Punktspiel am 26. April, dann wieder im geliebten heimischen Bunker, wäre der Aufstieg noch nicht perfekt. Erstmals müssen die Titelträger der vier dritten Ligen in die Relegation.

Der jetzt noch breitere und stärker besetzte Rückraum dürfte den elf Konkurrenten Respekt einflößen. Ein Beispiel: Auf der Spielmacher-Position hat von Frankenberg nun alle Möglichkeiten. Jede habe ihre Stärken, analysiert der 47-Jährige: „Natascha Weber vom Spielverständnis her, Amelie Bayerl ist beim Eins-gegen-Eins wahnsinnig stark und Franzi Peter ist eine Kombination von beiden.“

„Die Liga wird ausgeglichener“

Ob von Frankenbergs zuletzt geäußerte Position („Wir müssen nicht, wir können aufsteigen“) beim erwartungsfrohen Umfeld und Publikum ankommt, sei dahingestellt. Denn: Dass der ESV zu Recht hochambitioniert ist, zeigten die Ergebnisse der Vorbereitung. So wurden beim Turnier in Chemnitz die Drittligisten aus der Ost-Staffel rasiert. Von Frankenberg warnt davor, dass die Meisterschaft in der Südgruppe ein Selbstläufer wird. „Unsere Liga wird noch ausgeglichener sein als in der Vorsaison. Es wird keinen frühzeitigen Meister und keinen frühzeitigen Absteiger geben.“ Die Neulinge TSV Wolfschlugen, SG Schozach-Bottwartal und ASV Dachau seien stärker einzuschätzen als die Absteiger TG Pforzheim, SG Bietigheim II und Würm-Mitte.

Nach dem Karriereende der 37-jährigen Mirela Negrutiu-Chirila beträgt der Altersschnitt jetzt 21 Jahre. Die in der vergangenen Saison sachte herangeführten A-Jugendlichen Sophia Peter, Annalena Kessler und Andreea Popovici sind miteingerechnet. Das Trio wird zwischen dem Drittliga-Team und der Landesliga-Reserve pendeln. „Bevor sie bei der Ersten auf der Bank sitzen, haben sie in der Zweiten mehr Spielpraxis. Das ist sehr wichtig“, stellt von Frankenberg klar.

Der Coach blickt auf eine „ganz, ganz tolle Vorbereitung“ mit drei Trainingslagern zurück und hat einen „tollen Teamgeist“ ausgemacht. „Das Positive müssen wir in die Spiele mitnehmen, uns aber keinen Druck machen“, sagt er. Einziger Wermutstropfen war das Pendeln zwischen drei Hallen. Das eine oder andere Mal stand seine Crew vor verschlossener Sporthalle. Zudem tropfte es in einer Halle. Besonders ärgerlich war das für die Regensburg-Pendler. Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht, weil ab November im heimischen Bunker zumindest Training möglich sein soll. „Wenn ich den aktuellen Stand der Sanierung sehe, glaube ich es erst, wenn ich in der Halle stehe“, unkt der Franke.

Ein undankbarer Gegner

Während der ESV -Frauen mit einem Heimspiel startet, hat der Spielplan dem Männer-Bayernligisten SG Regensburg ein undankbares Auswärtsspiel beschert – am Sonntag bei der noch vom Aufstieg euphorisierten TG Heidingsfeld. In Würzburg müssen die Schützlinge von Trainer Kai-Uwe Pekrul mit einem Hexenkessel rechnen, dem die hochkarätig verstärkten Adler standhalten müssen. Torwarttrainer Matthias Elgeti sieht die sieben Neuzugänge nach zwei Trainingslagern in Plauen und Altenburg sowie zahlreichen Testspielen integriert: „Alle wissen, was wir spielen wollen.“

Bis zum Frühjahr hat Kreisläufer Jakub Šíra beim tschechischen Meister Talent Pilsen gespielt. „Bei Jakub ist die gute tschechische Handballschule zu sehen und am Kreis ist er sehr robust“, ist Elgeti vom 1,95 Meter großen und 90 Kilo schweren 30-Jährigen beeindruckt. „In der Abwehr ist Jakub eine Augenweide. Ihn schüttelt man nicht so leicht ab.“

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handball-Infos

  • Bayernliga, Männer:

    Die Adler der SG Regensburg sind der einzige Vertreter aus der Oberpfalz. In der Landesliga spielt der ASV Cham.

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