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Feil übergibt den Staffelstab an Strauß

Die SpVgg Illkofen will den Liga-Verbleib packen. Aufgrund der Corona-Krise gibt es bereits jetzt einen Wechsel auf der Trainerbank.
Von Markus Schmautz

Philipp Strauß (links neben dem sportlichen Leiter Florian Rosenmüller) übernimmt zum Neustart die SpVgg Illkofen.  Foto: ofa
Philipp Strauß (links neben dem sportlichen Leiter Florian Rosenmüller) übernimmt zum Neustart die SpVgg Illkofen. Foto: ofa

Illkofen.Nunmehr im vierten Jahr gehört die SpVgg Illkofen der Fußball-Kreisliga 1 an. Zur Winterpause ist der Verein mit 22 Punkten aus 18 Partien im Soll. „Unser Ziel als Dorfverein ist es, so lange wie möglich in der für uns sehr interessanten Liga verbleiben zu können“, erklärt der sportliche Leiter Florian Rosenmüller. Im Mai wollte sich Trainer Stephan Feil mit dem Klassenerhalt verabschieden. Doch die Corona-Zwangspause machte ihm einen Strich durch die Rechnung. „Stephan ist ein hervorragender Trainer. Schon vor einigen Monaten hat er uns aber davon unterrichtet, dass er aus beruflichen Gründen das Amt nicht über den Sommer hinaus ausfüllen könne“, so Rosenmüller, der mit Philipp Strauß bereits einen passenden Nachfolger an der Hand hat.

Stephan Feil hatte schon länger signalisiert, dass er sich aus beruflichen Gründen zurückziehen möchte. Foto: ofa
Stephan Feil hatte schon länger signalisiert, dass er sich aus beruflichen Gründen zurückziehen möchte. Foto: ofa

Da die aktuelle Saison aber frühestens ab dem 1. September weitergespielt werden kann, stand Rosenmüller nun in der Zwickmühle. Die Frage, wer sein Team in den acht noch ausstehenden Partien der Restrückrunde betreuen wird, stand im Raum. „Ich habe sowohl mit Stephan als auch mit Philipp das Gespräch gesucht und bin zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen.“ Der aktuelle Coach wird das Feld seinem Nachfolger überlassen. „Stephan, der beruflich in nächster Zeit sehr eingespannt ist, übergibt den Staffelstab an Philipp“, verkündet Rosenmüller, der zu beiden Coaches vollstes Vertrauen gehabt hätte.

Der neue Mann Philipp Strauß war bisher im Jugendbereich des SV Burgweinting und in der Jahn-Schmiede zu Hause. Aktuell ist er Co-Trainer bei der U16 des SSV Jahn, die in der Landesliga Süd um Punkte kämpft. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung, meine erste im Herrenbereich. Dem Verein bin ich dankbar, dass ich diese Chance erhalte“, erklärt Philipp Strauß, dessen Bruder Marvin Leistungsträger beim Kreisligisten ist.

Mannschaft bleibt zusammen

Florian Rosenmüller hofft, dass die Saison im Herbst abgeschlossen werden kann. „Wir alle freuen uns, wenn es endlich wieder losgeht!“ Mit der Entscheidung, die Spielrunde nicht abzubrechen, sondern zu Ende zu spielen, ist Rosenmüller zufrieden. „Für uns passt die Lösung, wir haben aber als kleiner Dorfverein auch keine finanziellen Schäden zu befürchten. Bedenklich finde ich es aber, wenn alle Vereine von der B-Klasse bis zur Bayernliga über einen Kamm geschert werden, obwohl in höheren Ligen ganz andere Voraussetzungen vorherrschen.“

Der Trainerwechsel

  • Der Neue:

    Philipp Strauß (32) ist seit 2016 in der Jugendabteilung des SSV Jahn als Trainer eingesetzt. Zwei Jahre war er dort auch für die sportliche Ausrichtung der Jahn-Fußballschule zuständig. Bis 2019 war er im Kleinfeldbereich eingesetzt, aktuell ist er Co-Trainer der U16. Strauß verfügt über die DFB Jugend Elite-Lizenz

Rosenmüller kann entspannt in die Zukunft schauen. „Die Mannschaft bleibt über den Sommer hinaus beieinander. Wenn überhaupt, verlässt uns nur ein Spieler. Natürlich wollen wir uns punktuell verstärken, am liebsten mit jungen Spielern. Allerdings denken wir da schon auch an andere Vereine. Jeder muss die Saison zu Ende spielen. Ich hoffe, dass das alle Vereine so sehen, und nicht im Sommer, sollte es ein Transferfenster geben, Spieler abwerben.“

Im Herbst dürfte ein Großteil der Langzeitverletzten wieder einsatzfähig sein. „Wir starten dann voller Optimismus“, weiß Rosenmüller, der hofft, dass die Corona-Krise auch etwas Positives bewirken könne.

Bezahlung als Ärgernis

„Vielleicht führt die jetzige Situation zum Umdenken, dass nicht mehr so viele unterklassige Vereine Spieler bezahlen.“ Illkofen könne nicht mit Geld, dafür aber mit einem tollen Sportgelände und mit Kameradschaft aufwarten. „Als Pluspunkt sehen wir zudem die Zugehörigkeit zur Kreisliga an, in der guter Fußball gespielt wird.“ Wünschen würde er sich, dass bei Gesprächen mit potenziellen Verstärkungen die Frage nach der „Bezahlung“ nicht mehr so im Vordergrund stehen werde. Klar ist für Rosenmüller, dass Illkofen punktuelle Verstärkungen benötigt. „Unser Kader ist einfach nicht breit genug aufgestellt.“

Eine eigenständige Zweite hat der Verein nicht mehr. „Wir gingen eine SG mit Sarching ein. Das klappt immer besser! Uns war klar, dass nicht von Beginn an alles reibungslos verlaufen würde.“ Zur kommenden Saison wird es auch im Jugendbereich zu einer Neuerung kommen. „Es sollen Nachwuchsteams aus dem Gemeindebereich gebildet werden. Somit würden die Spieler vom SV Sarching, vom TV Barbing und die der SpVgg Illkofen gemeinsam auf Torejagd gehen.“

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