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Sport aus Regensburg
Montag, 18. Juni 2018 26° 2

Judo

Gantner hat EM und WM vor Augen

Vor einem Jahr brachte ein Kreuzbandriss die deutsche Nachwuchshoffnung aus dem Tritt. Ein starkes Comeback macht Hoffnung.

Alexandra Gantner kann nach ihrer einjährigen Verletzungspause wieder lächeln. Foto: Gantner
Alexandra Gantner kann nach ihrer einjährigen Verletzungspause wieder lächeln. Foto: Gantner

Regensburg.Am 2. und 3. Juni machte die IJF Worldtour der Junioren einen Stopp im österreichischen Leibnitz. Der Deutsche Judo-Bund und die Landesverbände hatten viele Athleten entsendet, die dort um die zu vergebenden Weltranglistenpunkte kämpften. Alexandra Gantner, die für den TSV Abensberg aktiv ist, war ebenfalls mit dabei. In der Klasse bis 70 kg landete sie auf dem 7. Platz.

Nachdem sich Gantner Mitte Mai 2017 das Kreuzband, das Innenband und den Meniskus abgerissen hatte, kehrte sie nun ein Jahr später wieder voll regeneriert und gut vorbereitet auf das internationale Parkett zurück. Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff begann die Nachwuchskämpferin schon wieder mit Maßnahmen, bevor sie Anfang 2018 wieder die Judomatte betrat und ins Judotraining einstieg.

Vor zwei Wochen hatte die Undorferin schon einen internationalen Auftritt im litauischen Kaunas. Nach einer Waza-Ari-Führung gegen eine Polin konnte diese wenig später ausgleichen. Gantner legte nach, die Wertung wurde ihr aber wieder vom Schiedsgericht aberkannt. Nach einem Ausheberversuch legte sich die Oberpfälzerin selbst auf den Rücken und verlor frühzeitig diese Begegnung. „Ich habe gemerkt, dass ich ein Jahr nicht mehr gekämpft habe und mir das hätte nicht passieren dürfen“, sagte Gantner hinterher. „Ich bin froh, dass ich jetzt meinen ersten Wettkampf hinter mir habe und hoffe, dass die Routine bald wieder kommt.“

Am Samstag ging Gantner nun in ihrer gewohnten Gewichtsklasse bis 70 bei den U21-Junioren dann in Leibnitz an den Start. Ihr Ziel für Leibnitz war es, eine Top-Platzierung unter den ersten Sieben zu erreichen, was ihr letztlich gelang. Längerfristig für dieses Jahr hat sich die 20-Jährige eine Nominierung für die EM oder WM vorgenommen. Die weiteren Stationen hierfür sind der Europacup in Celje Ende Juni sowie Mitte Juli der Europacup in Saarbrücken und der Europacup in Berlin Anfang August.

In Leibniz lief es von Beginn an gut für sie. Es gab Auftaktsiege in Runde eins und zwei. Den Kampf um das Poolfinale verlor Gantner dann erst nach 32 Sekunden im Golden Score mit mittlerer Wertung gegen die Niederländerin Donja Vos. Anschließend kämpfte sie sich in der Trostrunde weiter nach vorne. Nach dem nächsten Sieg gegen die Ungarin Sara Balogh kämpfte die 20-Jährige im nächsten Duell um den Einzug ins kleine Finale. Der Französin Lebreton Candice unterlag sie jedoch nach 1:29 erst mit einer mittleren Wertung und im Anschluss dann mit einem vollen Punkt. Somit stand Platz sieben in der Endabrechnung.

Das Ziel für dieses internationale Turnier in Leibnitz war erreicht. „Die zwei verlorenen Kämpfe waren ärgerlich, weil machbar“, stellte Gantner hinterher fest. Selbst der U21-Bundestrainer, Lorenz Trautmann, war zufrieden mit seiner Athletin und meinte: „Du bist wieder auf dem richtigen Weg“!

Ich bin froh, dass ich jetzt meinen ersten Wettkampf hinter mir habe und hoffe, dass die Routine bald wieder kommt!“

Alexandra Gantner

Judoka

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