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Kegeln

Große Herausforderungen für die Kegler

Die Bundesliga-Damen der SG Walhalla und die Zweitliga-Herren vom Sportclub haben den Klassenverbleib zum Ziel.
Von Dieter Waeber

Die Keglerinnen von der SG Walhalla (im Bild: Tanja Schardt) wollen eine erfolgreiche Saison in der 1. Kegel-Bundesliga spielen. Foto: Christian Brüssel
Die Keglerinnen von der SG Walhalla (im Bild: Tanja Schardt) wollen eine erfolgreiche Saison in der 1. Kegel-Bundesliga spielen. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Die Keglerinnen der SG Walhalla Regensburg kehren nach drei Jahren 2. Bundesliga wieder in die 1. Bundesliga zurück. Mannschaftskapitänin Sandra Plank gibt sich jedoch keinen Illusionen hin und spricht von einer Zwei-Klassen-Situation in der 1. Bundesliga. Das Werben und Kaufen kenne auch bei den Keglern keine Grenzen mehr. So geht der Primus und zigfache Meister Victoria Bamberg, auch dieses Jahr mit internationalen und deutschen Spitzenkräften besetzt, als Favorit ins Rennen. Allerdings haben Pöllwitz, Liedolsheim, Schrezheim und Poing auch stark aufgerüstet.

Die SG-Frauen sieht Plank im Reigen der Teams aus Erlangen-Bruck, Mitaufsteiger Karlstadt, Pirmasens und Lorsch um den Klassenerhalt kämpfen. „Da gehört auch ein bisschen Glück dazu, die Klasse zu halten, aber wir haben grundsätzlich das Leistungsvermögen.“

Haderlein ist wieder dabei

Die Walhalla-Damen: (vorn, v. l.): Leonie Kolar (Jugend), Irene Doll, Tanja Schardt, Sabrina Hoffmann, Raphaela Dietl, Leonie Plank (Jugend), (hinten, v. l.) Nicole Kolar, Petra Bornschlegl, Claudia Schwelle, Birgit Islinger, Carina Bachl, Sandra Plank Foto: Sandra Plank
Die Walhalla-Damen: (vorn, v. l.): Leonie Kolar (Jugend), Irene Doll, Tanja Schardt, Sabrina Hoffmann, Raphaela Dietl, Leonie Plank (Jugend), (hinten, v. l.) Nicole Kolar, Petra Bornschlegl, Claudia Schwelle, Birgit Islinger, Carina Bachl, Sandra Plank Foto: Sandra Plank

Der SG-Kader hat sich kaum verändert. Allerdings stößt Alexandra Haderlein nach einjähriger Pause wieder zum Team. Zum Kader zählen Claudia Schwelle, Sabrina Hoffmann, Birgit Islinger, Sandra Plank, Raphaela Dietl aus dem U-23-Bayernkader, Tanja Schardt, Carina Bachl und Petra Bornschlegl. Die Trainerpositionen nehmen Ralph Hueber, Bernd Kölbl und Alfred Reulein ein. „Die Vorbereitung lief ausgezeichnet“, so Plank, „mit jeweils 6:2- Siegen gegen Zweitligist ASV Fronberg und Bezirksoberligist SV Sallern Männer.“

Das Auftaktspiel am 15. September bei Meister Bamberg diene dazu, in die Saison rein zu kommen und sich wieder zu akklimatisieren. Vielleicht gelinge der eine oder andere Satzgewinn, gewinnen könne man da wohl nicht. Das zweite Spiel gegen Pirmasens sei dann allerdings schon richtungweisend. Die SG-Bahn weise nach dem Einbau neuer Kegel nicht mehr seine spezifischen Eigenheiten auf wie früher, sollte aber doch einen gewissen Heimvorteil bringen, so Plank.

Finanzielle Situation ist eine Herausforderung

Die Männer des Zweitligisten Sportclub stehen vor ähnlichen Problemen, da hier selbst in der 2. Bundesliga viele Mannschaften durch Sponsoren gestützt in der Lage sind, sich mit hochkarätigen nationalen und auswärtigen Spitzenkräften zu verstärken. Für Mannschaften wie den SC gehört neben der sportlichen auch die finanzielle Situation jedes Jahr zu den Herausforderungen, die Saison über die Runden zu bringen.

Das Regensburger SC-Team: Michael Gesierich, Ralph Hueber, Nils Deichner, Kristijan Stojanovic, Taras Elsinger, Julian Weiß, Jonas Urban und Oskar Huth (von links) – es fehlt Neuzugang Christoph Kaiser Foto: Nils Deichner
Das Regensburger SC-Team: Michael Gesierich, Ralph Hueber, Nils Deichner, Kristijan Stojanovic, Taras Elsinger, Julian Weiß, Jonas Urban und Oskar Huth (von links) – es fehlt Neuzugang Christoph Kaiser Foto: Nils Deichner

Der SC startet am 14. September in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd/West. Der Kader der 1. Herren ändere sich, so Abteilungsleiter und Mannschaftsführer Nils Deichner, nur an einer Position. Ralph Hueber wird in der kommenden Saison in der 2. Mannschaft starten. Für ihn rückt Neuzugang Christoph Kaiser in die 1. Mannschaft nach. Kaiser ging in der vergangenen Saison für den SKC Floss an den Start, nachdem er zuvor beim TSV Breitengüßbach Erfahrungen in der 1 Liga gesammelt hat. In den Vorbereitungsspielen konnte der Neuzugang hervorragende Ergebnisse (651 und 629) auf seiner neuen Heimbahn erzielen. Die Bestleistung des bald 23-Jährigen liegt bei 659 Kegel. Der Kader besteht aus Oskar Huth, Christoph Kaiser, Julian Weiss, Taras Elsinger, Kristijan Stojanovic, Jonas Urban, Michael Gesierich und Kapitän Nils Deichner.

Umstrukturierungen stehen bevor

Ein Problem für den SC sieht Deichner in der Umstrukturierung der Bundesligen ab 2020/21. Dann werden die vier 2. Bundesligen auf drei Ligen reduziert. Daher wird es in der kommenden Saison zu mehr Absteigern kommen. Das trifft insbesondere die 2. Liga Mitte mit den Oberpfälzer Teams GH Weiden und Luhe-Wildenau.

Die SC-Männer sollten nach Meinung der Verantwortlichen im Deutschen Keglerbund in diese Liga wechseln. Grundsätzlich wollen das auch die SC-Männer, da sie sich eine erhebliche Einsparung daraus erhoffen. Die Kilometerzahl könnte von über 5 000 auf etwa 3 300 zurückgehen. Allerdings kann durch eine ungünstige Konstellation die Situation eintreten, dass Platz fünf aus der SC-Liga absteigen muss, Platz acht aber die 2. Liga erhalten kann. Eine eigentlich unmögliche Situation, die den SC-Abteilungsleiter dazu brachte, beim DKBC einen Antrag auf Änderung einzureichen.

Starke Konkurrenten

„Für uns heißt es deshalb vorrangig, einen Platz unter den ersten Vier zu sichern, um sicher in der 2. Liga vertreten zu sein.“ Der fünfte Platz könnte problematisch werden in Abhängigkeit vom Ausgang des Änderungsantrages an den DKBC. „Ziel sei es aber, wie auch in den letzten Jahren unter die ersten Drei zu kommen und vielleicht auch um die Meisterschaft mitzuspielen.“

Mit dem Aufsteiger aus Halbergmoos und dem SKC Unterharmersbach sind allerdings zwei starke Konkurrenten in der Liga dazu gekommen. Ebenso hat sich Bobingen noch einmal verstärkt. „Gleich am ersten Spieltag trifft der SC auf Halbergmoos. Hier wird sich zeigen, ob wir mit den Favoriten mithalten können. Die ausgeglichene Liga Süd/West hat durch die Aufsteiger an Qualität zugelegt. Bei ein oder zwei unnötigen Niederlagen ist man schnell aus der Spitzengruppe raus. Heimniederlagen sollten daher auch aufgrund der unsicheren Abstiegssituation unbedingt vermieden werden. Aber wir sind für die neue Saison gut aufgestellt und wollen auch wieder oben angreifen“, ist Deichner optimistisch vor dem Saisonstart.

Statistik

  • SG Walhalla:

    2015/16: Abstieg nach zwölf Jahren 1. Bundesliga; 2016/17: 2. Platz; 2017/18: 1. Platz, gescheitert bei den Aufstiegsspielen; 2018/19: Platz 2, Aufstieg, da Poing II nicht aufsteigen konnte.

  • SC Männer:

    Die SC-Männer schafften bereits 1983 den Aufstieg in die 2. Bundesliga; 1987 folgte der Aufstieg ins Oberhaus; 1990 ging es zwei Jahre nach unten, bevor 1992 der Wiederaufstieg erfolgte, 2001 ging es wieder in die 2 Liga.

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