MyMz

Lizenz

Jahn-Etat fällt etwas niedriger aus

Geschäftsführer Franz Gerber reichte die Unterlagen beim DFB ein. An Arbeit mangelt es ihm weiter nicht.
Von Heinz Reichenwallner, mz

REGENSBURG. Die Spieler des SSV Jahn bereiten sich seit gestern Vormittag auf die Auswärtspartie beim 1. FC Heidenheim (Samstag, 14 Uhr) vor. Zur gleichen Zeit reichten die Verantwortlichen des Regensburger Fußball-Drittligisten in Frankfurt den Lizenzantrag beim Deutschen Fußball Bund (DFB) ein. Denn am Dienstag war Stichtag in Sachen Lizenz für die Saison 2011/12.

Mitte April gibt es vom Verband den Zwischenbescheid. Darin kann der DFB den Vereinen diverse Auflagen stellen, die bis zum 1. Juli erfüllt sein müssen. Derweil hat man beim Jahn im Rahmen des Lizenzverfahrens anscheinend noch Einsparpotenzial gefunden: Mit knapp unter zwei Millionen Euro sei der Etat für die neue Saison etwas niedriger angesetzt worden als die diesjährige Summe, berichtet Franz Gerber.

Laut Angaben des Geschäftsführers seien die Zuschauerzahlen vorsichtig wieder nur mit circa 2800 pro Heimspiel kalkuliert, obwohl bis zur Winterpause durchschnittlich 3577 Fans ins Stadion gepilgert waren. Indes ist bislang noch nicht entschieden, wer Trikotsponsor wird. Sicher ist aber, dass der Jahn neben der Lizenz für die dritte Liga auch die für die Regionalliga beantragen wird. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Gerber und gibt sich alle Mühe, keine Abstiegsfurcht aufkommen zu lassen.

Der Geschäftsführer muss sich nun rasch mit 21 (!) offenen Personalien beschäftigen. So hoch ist die Anzahl der Spieler, deren Verträge zum Ende dieser Saison auslaufen. Dem Vernehmen nach haben lediglich zehn des mittlerweile auf 31 Akteure aufgeblähten Kaders einen Kontrakt bis zum Sommer 2012. Ebenso läuft der Vertrag von Jahn-Trainer Markus Weinzierl aus.

Gerber erwartet demnächst also ein wahrer Verhandlungsmarathon in Sachen Vertragsverlängerung – mit den Spielern und dem Trainer. Der hofft nach nur vier gewonnenen Punkten aus sechs Rückrundenspielen auf ein Ende der Ergebniskrise, doch er weiß auch, „dass wir in Heidenheim nur krasser Außenseiter sind“.

Zumindest ist die Jahn-Ausfallliste kürzer geworden. Gestern trainierte Kapitän Alexander Maul nach seinem Schleudertrauma ebenso wieder mit der Mannschaft wie Tobias Zellner, Bashiru Gambo, Florian Hörnig und Mersad Selimbegovic. Der 28-jährige Abwehrmann dürfte in diesen Tagen überhaupt sehr glücklich sein: Er hat nicht nur seine Verletzung auskuriert, sondern ist auch stolzer Vater eines strammen Jungen mit dem Namen Benjamin geworden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht