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SSV Jahn

Jahn will gegen lange Kerle bestehen

Trainer Heiko Herrlich warnt vor den großen Spielern der SG Großaspach. Bei Standardsituationen seien diese brandgefährlich.
Von Jürgen Scharf, MZ

Torwart Philipp Pentke (Mitte) und Aushilfsverteidiger Marvin Knoll (rechts) wollen am Sonntag hinten wieder dicht machen.
Torwart Philipp Pentke (Mitte) und Aushilfsverteidiger Marvin Knoll (rechts) wollen am Sonntag hinten wieder dicht machen. Foto: Nickl

Regensburg.Es ist ganz einfach: Wenn der SSV Jahn am Sonntag bei der SG Großaspach gewinnt, dann ist der Traumstart in die neue Saison perfekt. Und auch mit einem Unentschieden könnten die Regensburger wohl zufrieden die Heimreise antreten. Als Aufsteiger in der 3. Liga gleich an den ersten beiden Spieltagen zu punkten, das wäre sicher ganz nach dem Geschmack von Trainer Heiko Herrlich. Vergangenes Wochenende glänzte das Team beim 2:0-Sieg gegen Hansa Rostock, nun soll nachgelegt werden.

„Es hat sich nichts getan, es sind alle gesund geblieben“, berichtete Herrlich am Freitag. Erik Thommy und Michael Faber hatten während der Trainingswoche zwar Schmerzen an der Leiste, beide seien nun aber wieder voll einsatzfähig. Gute Nachrichten gibt es auch bei zwei Verteidigern. Robin Urban wird nach seinem auskurierten Rippenbruch kommende Woche wieder voll ins Training einsteigen, Thomas Paulus ist nach seinem Muskelfaserriss ebenfalls wieder gesund und soll nun mit langsam steigenden Belastungen ans Mannschaftstraining herangeführt werden.

Kopp ist defensive Alternative

Weil Ali Odabas und Sebastian Nachreiner noch lange ausfallen, ist die Personaldecke in der Innenverteidigung vorerst dennoch weiter hauchdünn. Markus Palionis und der aus dem Mittelfeld nach hinten zurückgezogene Marvin Knoll sollen es am Sonntag wieder richten. Wenn einer der zwei ausfallen sollte, hat Herrlich mit Sven Kopp eine Alternative parat. Kopp hatte fast die komplette vergangene Rückrunde verletzt gefehlt. „Nun ist er wieder gesund und hat bereits ein paar Spiele gemacht. Er macht es ordentlich und gut“, sagte Herrlich. Wenn Not am Mann ist, sei Kopp auf jeden Fall bereit.

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Eine gute und voll konzentrierte Abwehr wird der Jahn in Großaspach voraussichtlich auch gut gebrauchen können. „Die haben einen guten Start hingelegt und in Chemnitz bei einem der Topfavoriten der Liga einen Punkt geholt“, meinte Herrlich: „Trotzdem wollen wir da hinfahren und natürlich etwas mitnehmen. Am liebsten drei Punkte. Das wird nicht einfach, aber es ist möglich.“

Besonders bei Standardsituationen sei die SG Herrlich zufolge „brandgefährlich, weil sie einige lange Spieler haben“. Das könne für seine Mannschaft, in der nicht zuletzt aufgrund der Ausfälle nicht mehr so viele große Spieler stehen, ein Problem werden.

Auswärts immer stabiler geworden

Ein anderes Problem sieht der Coach beim Jahn dagegen bereits seit längerem als behoben an. In der vergangenen Saison waren die Oberpfälzer auf fremden Plätzen noch ein durchaus gern gesehener Gast. Während sie im eigenen Stadion mit großem Selbstbewusstsein aus den Kabinen kamen und dem Gegner oft klar die Grenzen aufzeigten, traten sie auswärts, insbesondere im Spätherbst 2015 immer wieder zaghaft, bisweilen fast ängstlich auf. Diese Durststrecke auf fremden Plätzen will Herrlich nun nicht mehr groß thematisieren. Er wisse, dass es da bis zur Winterpause Probleme gegeben habe. Seit er direkt mit der Mannschaft zu tun habe, sei diese seiner Beobachtung nach auswärts aber immer stabiler geworden. Insbesondere in den entscheidenden Partien um die Regionalliga-Meisterschaft, in Burghausen und bei Greuther Fürth II, habe sie sich auf gegnerischen Plätzen voll behauptet. Das seien „Schlüsselspiele“ gewesen. Deswegen sei er auch überzeugt, dass seine Mannschaft am kommenden Sonntag in Großaspach eine gute Leistung zeigen werde.

Wohl keine Veränderungen

Taktisch und personell behält sich Herrlich sich die eine oder andere Änderung im Vergleich zum vergangenen Wochenende noch vor. Auf zwei Spitzen oder hinten auf eine Dreierkette umzustellen seien immer Optionen. Derzeit gehe die „Tendenz“, wie er sagte, aber dahin, mit einer vergleichbaren Taktik und Aufstellung wie beim Ligastart aufzulaufen.

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