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Tennis

Julia Görges ist jetzt Regensburgerin

Die Weltranglisten-50. startet einen Neuanfang, setzt auf ein komplettes Team aus Regensburg und will zurück in die Top 20.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

  • Im Juli kam Julia Görges noch als Gast bei ihrem letzten Auftritt in Regensburg in die Stadt. Jetzt ist es ihr Zuhause. Foto: Brüssel
  • Julia Görges arbeitet künftig eng mit Florian Zitzelsberger, Michael Geserer und Matthias Mischka (von links) zusammen. Foto: cw

Regensburg.Bisher tauchte Julia Görges in Regensburg als Gast auf. Sie trug in entscheidenden Momenten entscheidende Punkte für die Eckert-Damen des TC Rot-Blau bei: 2014 zum Aufstieg in die Bundesliga, 2015 zum Klassenerhalt in der höchsten Klasse. Jetzt ist Regensburg das neue Zuhause von Julia Görges. Sie zieht sie von hier aus hinaus in die weite Tenniswelt, um sich von Weltranglisten-Position 50 am liebsten wieder unter die besten 20 zu spielen, wo sie schon einmal war. Am Montagmorgen begann Görges nach „knapp vier Wochen Pause“ die Vorbereitung auf die neue Saison in der Rot-Blau-Halle.

Regensburg bedeutet die größte Veränderung in ihrer Karriere: Denn nach der Trennung von Coach Sascha Nensel im September setzt die 27-Jährige auf ein komplettes Team aus Regensburg, mit dem Görges zunächst für ein Jahr arbeiten will. Der ehemalige Weltranglistenspieler Michael Geserer, als Teamchef der Eckert-Damen auch verantwortlich für den Höhenflug, und Matthias Mischka teilen sich den Trainerjob und gehen mit Görges auf Reisen. Florian Zitzelsberger, der in den letzten fünf Wochen wieder mit Kevin Anderson auf Tour war und zudem die Eckert-Damen betreut, hat seinen Vertrag beim Weltranglisten-Zwölften aus Südafrika gekündigt, und ist der vierte Mann im Team.

Team 2016??? #teamjule

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Puzzleteil um Puzzleteil

„Flo hat mir sehr, sehr geholfen, Er hat meine Schmerzen am Ellbogen bei ein, zwei Behandlungen um 50 Prozent gelindert“, hatten die deutsche Fed-Cup-Spielerin auch diese Kontakte schon im Ligabetrieb beeindruckt. Dass sie jetzt aus dem Norden in den Süden wechselte, ist die Fortsetzung der guten Erfahrungswerte. „Es hat sich Puzzleteil um Puzzleteil zusammengesetzt“, sagt Görges, die nach der Trennung von Nensel bei Michael Geserer fragte, ob er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Er konnte. Und mit der Stadt hatte Julia Görges ebenfalls sofort eine gute Verbindung. „Es stand vielleicht fünf Sekunden im Raum, ob ich mich hier wohlfühle oder nicht. Mir hat es jedes Jahr sehr, sehr gut gefallen. Mir gefällt zum Beispiel das Flair mit den süßen Gässchen. Hier sind auch alle Menschen harmoniebedürftig und alle haben mit allen zu tun“, erklärt Julia Görges ihren Entschluss, der so fern nicht lag. „Meine Mama ist ja aus Nürnberg. Im bin also oft im Süden gewesen. Mein Patenonkel und meine Patentante leben in der Nähe und Freundinnen habe ich hier unten sehr wohl auch.“ Auch die in Regensburg gar nicht leichte Wohnungssuche hatte ein gutes Ende: „Ich bin sehr glücklich mit dem, was ich gefunden habe.“

Bis zur Abreise Ende Dezember nach Australien absolviert Julia Görges jetzt in der Rot-Blau-Halle in der Dürerstraße ihren ersten Trainingsblock auf dem inzwischen auf einem Platz verlegten Belag des Turniers in Wien. Die Turniere von Auckland und Sydney sind dann die Startpunkte der neuen Saison und dienen der Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Ereignis des Jahres in Melbourne, wo sich Görges 2015 wie in Paris auch unter die letzten 16 gespielt hatte.

2016 ???

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Trainerduo bringt Abwechslung

„Ich hatte in der vergangenen Saison sehr schöne, aber auch Okay-Momente“, sagt Julia Görges. „Nach siebeneinhalb Jahren war es an der Zeit, eine neue Stimme zu hören. Das ist kein Vorwurf, sondern kommt automatisch.“ Dass sie mit dem Duo Geserer/Mischka von zwei Trainern betreut wird, bringt automatisch Abwechslung. „Beide erzählen ja dieselben Sachen“, sagt Görges und kann sich auch eine längerfristige Zusammenarbeit gut vorstellen. „Ich bin niemand, der jedes halbe Jahr den Trainer wechselt.“

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