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Keiner gibt dem Jahn die nötige Medizin

Ja, aber nicht nur das. Es ist doch derzeit alles ungewiss, von der Lizenz bis zur künftigen Vereinsführung.

Es gibt die JAhn-Sager. Haben Sie von denen schon gehört?

Gehört schon, aber ich weiß nicht, welche Ziele die verfolgen.

Haben Sie über all das noch nicht mit Präsident Franz Nerb gesprochen?

Sicher, erst am Montag dieser Woche. Aber mehr als „alles ist offen“ hat er mir in der Hinsicht auch noch nicht sagen können. Seine Kernaussage zum Thema Finanzen war: „Jeder bekommt sein Geld. Der Verein wird keinem einen Cent schuldig bleiben.“

Wie sind dann die Befindlichkeiten in der Mannschaft?

Der Teamgeist stimmt, wenngleich man nicht verhehlen darf, dass man wegen der Ungewissheit sicher empfindlicher und dünnhäutiger wird.

Schlechte Aussichten also, dass der Jahn den Quali für die dritte Liga schafft, oder?

Das sehe ich nicht so. Wir Spieler sind davon überzeugt, dass wir das sportliche Ziel, den Aufstieg, schaffen werden. Bei der Gelegenheit möchte ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment zollen. Man muss vor ihr den Hut ziehen. Trotz der widrigen Umstände im Verein hat sie bisher immer alles gegeben.

Hält die Mannschaft den Druck aus, der jetzt kommt, um das Saisonziel zu verwirklichen?

Da bin ich mir sicher. Wir haben doch in den letzten eineinhalb Jahren immer den Druck des Gewinnenmüssens gehabt – auch in der Bayernliga.

Können Sie verstehen, dass die Fans den Jahn dort aber nicht mehr sehen wollen?

Natürlich. Dass dies nicht geschieht, dafür geben wir auch alles. Ich glaube, das wissen unsere Fans. Und die zeigen auch viel Verständnis für unsere derzeitige Situation.

Wie sieht Ihre persönliche Situation aus?

Ich fühle mich fit und will noch ein oder zwei Jahre weiterspielen und zwar grundsätzlich beim SSV Jahn. Und deshalb brauche ich bald Gewissheit darüber, wie es mit dem Verein weitergeht. Ich habe Verantwortung für meine Familie.

Dennis Grassow Foto: Lex

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